Zombieland

Gepostet am Donnerstag den 01. Juli 2010

Herstellungsland: US 2009
Genres: Komödie, Zombiefilm
Laufzeit: 88 Minuten
Regie: Paul Wernick
Darsteller: Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Emma Stone, Abigail Breslin, Amber Heard, Bill Murray etc


Inhalt:
Wie überlebt man in einer Welt, die von Zombies überrannt wird? Zwei Männer, die gegensätzlicher nicht sein könnten, scheinen die passende Antwort auf diese schwierige Frage gefunden zu haben. Columbus ist zwar ein totales Weichei, aber konnte dennoch bislang alle Angriffe erfolgreich abwehren, weil er sich immer strikt an seine “47 Überlebensregeln für Zombieland” gehalten hat. Als einer der letzten Nicht-Zombies in seiner von Untoten besetzen Heimatstadt trifft der überängstliche Columbus auf Tallahassee. Der wiederum ist ein richtig harter Hund und hat scheinbar vor so gut wie gar nichts Angst. Gemeinsam wollen die beiden ab nun mit allen Zombies kurzen Prozess machen. Doch dabei muss das ungleiche Duo zuerst dem größten Schrecken in die Augen blicken: sich selbst! Auf der Flucht begegnen die beiden Männer zwei weiteren Nicht-Zombies: Wichita und Little Rock, die ebenfalls ihren ganz eigenen Weg gefunden haben, sich inmitten des grassierenden Chaos zu behaupten. Schon bald müssen sich die Vier jedoch überlegen, was schlimmer ist: Es miteinander auszuhalten oder sich den Zombies zu ergeben?

Trailer

Meine Meinung: Gleich zu Beginn, Zombieland hätte noch besser sein können, ist für mich aber definitiv keine Enttäuschung. Das Risiko mit zu hohen Ansprüchen an den Film zu gehen habe ich im vorhinein als ziemlich groß empfunden, aber es trat glücklicher Weiße nicht ein.

Schon in den ersten paar Sekunden des Films fiel mir der geniale Soundtrack auf. Dieser zieht sich auch durch den gesamten Film und unterstreicht jede Szene wie es ihr gebührt. Auch das Intro ist genial und zählt für mich zu den allerbesten. In Zeitlupe ist alles schöner, warum nicht auch eine Zombieinvasion.

Paul Wernick, der bis Dato nur Drehbücher für diverse Serien schrieb, hat mit seinem Debüt einen ersten Stein, für eine vielleicht wunderbare Karriere gelegt. Man kann nur hoffen, dass er sich diesen, mit dem zweiten Teil von Zombieland, der 2011 erscheinen soll nicht, selbst zertrümmerrt.

Jesse Eisenberg, Woody Harrelson, Emma Stone und Abigail Breslin harmonieren wunderbar miteinander und keiner hätte es besser machen können. Allerdings finde ich, dass Michael Cera genau so gut in die Rolle des Columbus gepasst hätte, aber das steht ja hier nicht zur Debatte. :D Besonderes Lob geht hier an Bill Murry!

Die Locations im Film sind wirklich glaubwürdig und zum Teil auch sehr beeindruckend. Man scheint sich hier wirklich Mühe gegeben zu haben ein realistisches Apokalypseszenario auf zu bauen.

Zu bemängeln habe ich, dass Columbus im Film zwar beschreibt das er Angst vor allem möglichen hat und er von Wichita auch als “Weichei” bezeichnet wird, diese Phobien aber im Film nur in einer Szene wirklich zum tragen kommen und die ist schon nach wenigen Sekunden vorbei.

Die Geschichte ist lustig, aber ein wenig flach. Aber so ist es nun mal mit Komödien.

7,5 von 10 Punkten


Sherlock Holmes

Gepostet am Freitag den 04. Juni 2010

Herstellungsland: US 2009
Genres: Mysterythriller, Detektivfilm, Actionfilm, Komödie
Laufzeit: 128 Minuten
Regie: Guy Ritchie
Darsteller: Rachel McAdams, Robert Downey Jr., Jude Law, Mark Strong, Kelly Reilly, Eddie Marsan uvm

Inhalt:
Nach einer Serie brutaler Ritualmorde gelingt es Holmes und Watson im letzten Moment, ein weiteres Opfer zu retten und den Mörder zu stellen: Es ist Lord Blackwood, der keinerlei Reue zeigt. Obwohl Blackwoods Hinrichtungstermin immer näher rückt, terrorisiert er seine Mitgefangenen und Wärter damit, dass er offenbar mit übernatürlichen Mächten im Bunde steht. Blackwood warnt Holmes und behauptet, dass der Tod ihm nichts anhaben kann, ja, dass der Tod am Galgen sogar zu seinem Plan gehört. Und tatsächlich sieht es so aus, als ob Blackwood mit seinem Versprechen Recht behält: Seine augenscheinliche Auferstehung versetzt London in Panik und stellt Scotland Yard vor ein Rätsel. Doch damit, so Holmes, “hat das Spiel erst begonnen”. Holmes und Watson versuchen Blackwoods tödliches Komplott zu vereiteln und geraten dabei ins Reich der schwarzen Magie und verblüffender technischer Apparate – oft hilft nur die Logik, um sich in diesem Labyrinth des Verbrechens zu behaupten … aber auch der eine oder andere rechte Haken erweist sich als durchaus nützlich.

Trailer

Meine Meinung: Höre ich den Namen Guy Ritchie erwarte ich viel. Diese großen Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt, aber auch nicht zutiefst enttäuscht. Sherlock Holmes ist ein sehr witziger Film der genau meinen Humor trifft. Leider hapert es stellenweiße an der Spannung.

Die neu Interpretation von Holmes und Watson war gelungen und Jude Law und Robert Downes Jr. die perfekte Besetzung.Abgesehen von ihrem schauspielerischem Talent finde ich beide ziemlich sexy :D

Rachel McAdams ist zwar ebenfalls süß und sexy, aber ihre Rolle als Irene war für meinen Geschmack etwas zu flach. Ich finde gut, das man versuchte die Frau die auch in der Original Geschichte vorkommt mit einzubeziehen, bin aber der Meinung, dass dieser Versuch scheiterte und der Film ohne die Figur weder schlechter noch besser geworden wäre.

Ein bisschen mehr Steampunk hätte dem Film sicher nicht geschadet, das ist letztlich aber wohl Geschmackssache.

Viele Details des Films versprühen einen Charm und einen Humor wie man ihn selten sieht. Ich  denke da zum Beispiel an den immerwieder scheintoten Hund oder Watson Schrei “KOPFNUSS!” und Sherlocks darauf folgende Reaktion.

Sherlock Holmes ist unterhaltsames Popcorn-Kino. Nicht zu flach und nicht zu sehr in die Tiefe gehend. Genau das richtige für einen DVD Abend unter Freunden. 7,5 von 10 Punkten


Fido – Gute Tote sind schwer zu finden

Gepostet am Freitag den 02. April 2010

Herstellungsland: Kanada 2006
Genres: Parodie, Sozialdrama
Laufzeit: 91 Minuten
Regie: Andrew Currie
Darsteller: Carrie-Anne Moss, Tim Blake Nelson, K’Sun Ray, Billy Connolly uvm

Inhalt: Willkommen in Willard! Hier scheint immer die Sonne, die Autos blitzen, die Blumen leuchten, die Bewohner hinter den weissen Gartenzäunen sind so reizend wie nirgendwo sonst… und ihre zahmen Zombies auch… Die Idylle verdankt man ZomCon. Der alles beherrschende Konzern sorgt mit einem elektronischen Halsband dafür, dass den verrottenden Haussklaven der berüchtigte Appetit vergeht und sie brav, wenn auch etwas steif, die ihnen aufgetragenen Arbeiten verrichten. Die Welt ist in Ordnung in Willard! Hätte da nicht Fido, der neue Zombie der Robinsons, in einem Moment der Schwäche ein Stück aus der alten Mrs. Henderson herausgebissen…

Trailer

Meine Meinung: Nach “Shaun of the Dead” endlich wieder eine nette Zombiekomödie. “Fido” ist eine detailverliebtes, kleines und lustiges Kunstwerk. Die Grundidee, das Bild einer kleinen, perfekte 50er Jahre Vorstadt durch den Anblick halb verwester Zombies, zu trüben, ist hier perfekt geglückt. Alles wirkt etwas überzeichnet und passt zusammen wie die Faust aufs Auge. Auf eine eigenartige Art und Weiße passen die Zombies letztlich nämlich doch in die Umgebung, denn realistisch wirken sie nicht, so wie es auch die Umgebung nicht tut. Alles erinnert an einen Zeichentrickfilm.

Viel mehr als diese, zugegeben seht lustige Idee, auszuschöpfen und hübsche Bilder zu liefern, tut “Fido” nicht, aber das muss er auch nicht. Für Zombiefilm Fans und Freunde des schwarzen Humors bietet Fido damit genug.

Alle Schauspieler konnten überzeugen und der kleine K’Sun Ray ist etwas wie eine wieder jung gewordene und nicht von Drogen zerfressene Version von Mccauley Culkin. Zum Knuddeln. Carrie-Anne Moss überrascht mit ihrer Vielfältigkeit, den mit Trinity aus Matrix hat das hier nichts mehr zu tun. Ausserdem ist sie hier eine echte Augenweide.

Sogar ein bisschen Gesellschaftskritik ist in Fido zu denken. Helen Robinson will unbedingt den Nachbarn gefallen und wünscht sich nichts mehr als Konformität. “Was werden nur die Nachbarn denken? Sie werden denken ‘Die Robinsons sind eigenartig’ und sie werden recht haben..!”. Der Besitz von Zombies ist ein Statussymbol und wer keinen hat wird ausgelacht. Ich erinnere mich an den Kommentar eines kleinen Mädchen ganz zu Beginn “…die haben keinen Zombie” und dann kichern sie und ihre Freundin. Tote Menschen werden wie Hundegehalten und Nachts drauߟen angekettet.

Letztlich is Fido ein hübsches Vergnügen. Wer “Shaun of the Dead” liebte, der wird “Fido” wenigstens mögen. Aber bitte nicht mehr erwarten als die Handlung verspricht. 7,5 von 10 Punkten


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