The Beach

Gepostet am Montag den 08. März 2010

Herstellungsland: US 2000
Genres: Psychothriller, Drama, Abenteuerfilm
Laufzeit: 119 Minuten
Regie: Danny Boyle
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Virginie Ledoyen, Guillaume Canet, Tilda Swinton uvm

Inhalt: Der junge Amerikaner Richard kommt nach Thailand, um das große Abenteuer zu entdecken. Von dem durchgeknallten Duffy erfährt er von einer geheimen Insel, einem entlegenen, völlig unbekannten Strand: das Paradies.
Mit einer handgezeichneten Karte machen sich Richard und das französische Pärchen Francoise und Etienne auf den Weg, diesen fabelhaften Ort zu finden. Nach zahllosen Abenteuern und Gefahren gelangen sie tatsächlich auf die Insel, doch auf der Anhöhe eines Wasserfalls ist der Weg zu Ende. Sie wagen den Sprung in die Tiefe – und ahnen nicht, dass es der Beginn einer Reise ins Herz der Finsternis ist…
Quelle 1, Quelle 2 |   Trailer

Meine Meinung: Ich habe “The Beach” nun nach langer Zeit endlich noch einmal gesehen und er hat mir dieses mal noch besser gefallen als beim ersten mal. Für mich ist dieser Film einer der unterschätztest Filme aller Zeiten und hat irgend wie alles, er ist lustig, spannend, abenteuerlich und ein bisschen romantisch. Vielleicht ist es aber auch nur genau meine Thematik. Ein unberührtes Paradies, fern ab von dem was wir Zivilisation nennen. Oft habe ich gelesen die Story des Films sei schlecht oder langweilig, doch für mich ist sie einfach perfekt. Vermutlich liegt es aber auch an meiner “Neo-Hippie-Weltanschauung”, dass mir die Vorstellung von so einem perfekten Ort so gut gefällt. Oder daran, dass ich das Buch nicht gelesen habe und darum nicht weiß wie viel besser der Film sein könnte. Letztlich weiß aber auch ich das es nur eine Utopie bleibt und das zeigt der Film am Ende und auch an so mancher Stellte zwischendurch (Christo und sein Bein) in aller Deutlichkeit.
Alle Schauspieler können mich überzeugen, vorallem natürlich DiCaprio und Tilda Swinton. Von den Bildern muss man schon fast nicht mehr sprechen, denn so ein blau-türkises Paradies weiß zu überzeugen. Zu guter letzt ist da noch der grandiose Soundtrack der sich an jede Szene anschmiegt als sei diese um das Lied gebaut worden. 8,5 von 10 Punkten


Gangs of New York

Gepostet am Samstag den 20. Februar 2010

Drehort: USA 2002
Genres: Historienfilm, Drama
Laufzeit: 166 Minuten
Regie: Martin Scorsese
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Daniel Day-Lewis, Cameron Diaz uvm

Inhalt: 1846, New York, das Viertel Five Points: immer wieder kommt es zu blutigen Unruhen zwischen den “Gangs” des Viertels, zwischen irisch-katholischen Immigranten und den übrigen protestantischen Einwohnern. In einem mörderischen Zweikampf ermordet Bill “The Butcher” Cutting (Daniel Day Lewis) seinen Gegenüber Vallon (Liam Neeson). Sein Sohn Amsterdam (Leonardo di Caprio) taucht unter, um 1862 wieder im Viertel zu erscheinen, daß inzwischen unter Bills Kontrolle steht. Cutting beginnt ein Vater-Sohn-Verhältnis mit Amsterdam, der Rache für seinen Vater will. Doch in Bills Nähe findet er auch eine ganz besondere Frau, Jenny Everdeane (Cameron Diaz)…

Quelle 1, Quelle 2Trailer

Meine Meinung: “Gangs of New York” ist meiner Meinung nach ein Film, der leider etwas überbewertet wird. Kulissen, Kamera und Schauspiel waren äusserst überzeugend und hübsch anzusehen. Allerdings kann mich die Geschichte nicht gänzlich überzeugen. Sicher wollte man ein düsteres Kapittel der amerikanischen Geschichte zeigen, doch wirkt es am Ende so als sei Blutrache die Moral der Geschichte. So manche Szene hätte gekürzt oder rausgeschnitten werden können, was dem Film sehr gut getan hätte den so manche Länge gab es da schon. Einige Szenen wirkte wie Ausschnitte  aus einem Musikal, ohne singende Hauptpersonen, aber mit guter Musik, was mir sehr gefiel aber sicher nicht jedermans Geschmack ist. Fiction und Geschichte wurden hier gut gemixt und man hat nicht das Gefühl das Scorsese sich hier hätte entscheiden müssen. Für all das Geld das in “Gangs of New York” einfloss hätte man sicher eine tiefergehende Geschichte schreiben können, die sich nicht blutiger Rache als finale Moral bedient. Die Zeit die dafür draufgegangen wäre, hatte man dann im Film selbst kürzen können.  6 von 10 Punkten.


Die letzten Glühwürmchen

Gepostet am Sonntag den 17. Januar 2010

Drehort: JP 1988
Genres: Kriegsfilm, Drama, Anime
Laufzeit: 85 Minuten
Regie: Isao Takahata
Darsteller: /

Inhalt: Es ist das Jahr 1945. Japan wird von amerikanischen Bombern heimgesucht, die das Land zur Kapitulation zwingen sollen. Bomben prasseln vom Himmel und wo sie einschlagen, brennt die Erde. Im Inferno eines solchen Angriffs verlieren der vierzehnjährige Seita und die vierjährige Setsuko ihre Mutter. Ohne den Vater, der schon lange bei der Marine ist, sind die Kinder auf sich alleine gestellt. Zuerst kommen sie bei Verwandten unter, doch die hungrigen Mäuler sind in der Not des unerbittlichen Krieges nicht willkommen. So ziehen Seita und Setsuko in einen verlassenen Bunker und versuchen, auf eigene Faust zu überleben.

Quelle |   Trailer

Meine Meinung: “Die letzten Glühwürmchen” hat zwar einen ähnlichen Zeichenstil wie “Chihiros Reise ins Zauberland” oder “Das Wandelnde Schloss” aber anders als diese beiden bezaubernden Animes zeigt die Geschichte vom vierzehnjährigen Seita und seiner vierjährigen Schwester Setsuko nicht eine erträumte Welt mit wunderbaren Fabelwesen sondern die harte Realität eines Krieges gesehen durch Kinderaugen. Ob wohl es in diesem Film um den 2. Weltkrieg geht könnte die Handlung in jeden anderen Krieg verlegt werden. Ausschießlich das leben von von unschuldigen wird dargestellt.

Ein Kinderfilm ist “Die letzten Glühwürmchen” mit nichten. Eher ein Anti-Kriegs Film der, wenn man sich auf den seltsamen Zeichenstil einlässt, mit den ganz großen mithalten kann.
Leider ist der Film nicht frei von Patriotismus, aber das wichtigste bleiben die unschuldigen Opfer des Kriegs.
Die wichtigsten Symbole des Films sind selbstverständlich die Glühwürmchen, aber symbolisch stärker empfand ich die Frucht-Bon-Bon Dose, zu der ich aber hier jetzt nicht spoilern möchte.
Nervigster Punkt des Films war wohl die deutsche Synchronisation von Setsuko. Klingt wie ein kleiner Punkt, doch kann einem diese sehr viel versauen. 7,5 von 10 Punkten


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