
Vor ca. 2,5 Stunden habe ich Bioshock 2 zu Ende gebracht. Ich werde hier kurz meine Eindrücke zum Ausdruck bringen und das könnte etwas Spoilern, also nicht lesen wenn ihr noch vorhabt das Spiel zu spielen.
Storytechnisch ist Bioshock eine gelungene Erweiterung zum 1. Teil. Auch ohne Ryan und Fontaine bleibt die Geschichte spannend. Beide tauchen noch am Rande auf, können nach ihrem Tod aber logischer weiße nicht mehr wirklich anwesend sein. Mir gefiel im Zusammenhang mit Fontaine das man einen kurzen Aufenthalt in seinem Büro hat und ein Tape findet das auf den ersten Teil anspielt “…’Auf wiedersen Fontaine’ und ‘Hallo Atlas!’…” Auch Tenenbaum hat einen kurzen und meiner Meinung nach recht sinnfreien Auftritt, denn im Verlauf des Spiels taucht sie einfach nicht mehr auf.
Es gibt auch das eine oder andere neue sympathische und unsympathische Gesicht. Zum Beispiel Sinclair der neue Mann im Ohr. Sympathisch, wenn auch nicht ein wenig skrupellos, aber immerhin kein Verräter wie Atlas
Dann noch Stanley, der aussieht als könne er keiner Fliege etwas zu Leide tun, aber eigentlich ziemlich böse ist. Ich habe ihn verdienter Weiße sterben lassen. Die interessante und Grace, die die einzige schwarze in ganz Rapture zu sein scheint habe ich am Leben gelassen und es zahlte sich aus, denn die half an der einen oder anderen Stelle. Der wohl unsympathischste Charakter des Spiels war wohl Sophia Lamp, aber so gehört es sich ja für einen Rivalen.
Auch unter den Gegnern hat sich in Bioshock etwas getan. Am wichtigsten sind natürlich die Big Sisters. Die ehemaligen Little Sisters in einem Big Daddy ähnlichem Anzug und einem Überschuss an EVE. Bei den Splicern gibt es einen neuling, den “Brute Splicer” ein gigantischer Kraftprotz, der es mit bloßen Händen mit einem Big Daddy aufnehmen kann. Im Art Book gab es noch den einen oder anderen neuen Splicer, der im Spiel wohl leider gestrichen wurde. Beispielsweiße einen Clown Splicer oder ein von ADAM so gebeutelter Splicer, dem man kaum mehr ansieht das er einmal ein Mensch war.

Wie schon Bioshock bietet auch der 2. Teil grandiose Kulissen. Zwei Bereiche haben mir besonders gut gefallen. Zu erst hat mir der Bereich in “Ryan Amusements” super gefallen, in dem Familien und vorallem Kindern erklärt wird was an Rapture soviel besser ist als an der Oberfläche. Aber generell hat es mit in diesem Vergnügungs “Park” sehr gefallen. Meine zweite lieblings Stelle ist die, in der man durch die Augen einer Little Sister sieht. Über all Kissen, Decken, Vorhänge und gepolsterte Türen. Splicer sehen durch ihre Augen so aus wie sie wohl vor ihrem genmodifiziertem Dasein aussahen und Leichen voll mit Adam sehen wirklich aus wie schlafende Engel.
Obwohl die Spieldauer laut Gamestar nur 3 Stunden weniger beträgt als im ersten Teil, nämlich 12 Statt 15, kam mir das Spiel wesentlich kürzer vor. Ein Freund von meinem Freund empfand genau so. Die wichtigste Spieltechnische Änderung ist, dass man Plasmide und Waffen gleichzeitig nutzen kann, weil beides auf jeweils einer Hand liegt. Das macht die Steuerung etwas ungewohnt, aber man gewöhnt sich schnell daran.
Alles in allem halte ich Bioshock 2 für eine gelungene Fortsetzung.