Gepostet am Samstag den 04. September 2010

Herstellungsland: DE 2009
Genres: Komödie, Romanze
Laufzeit: 124 Minuten
Regie: Til Schweiger
Darsteller: Til Schweiger, Nora Tschirner, Emma Schweiger, Matthias Schweighöfer, Ken Duken, Edita Malovcic etc
Inhalt: Zweiohrküken erzählt die Geschichte um das ungleiche Paar Ludo (Til Schweiger) und Anna (Nora Tschirner) aus “Keinohrhasen” weiter. Ludo und Anna zwei Jahre später: Der Alltag ist eingekehrt. Als Ludo seine alte Flamme Marie (Edita Malovcic) wiedertrifft, wird Anna eifersüchtig – mit Recht! Die Gute ist offensichtlich noch ziemlich interessiert. Ludo wehrt sich – auch mit Recht – gegen Annas Kontrollversuche und fordert Freiraum ein. Dummerweise taucht just zu diesem Zeitpunkt Annas Ex-Freund Ralf (Ken Duken) auf und plötzlich gefällt Ludo der neue Freiraum gar nicht mehr so gut.
Trailer
Meine Meinung: Als Zweiohrküken angekündigt wurde, wurden viele Stimmen laut es ginge hier nur um Geld und der Film würde sich sicher kaum vom ersten Teil “Keinohrhasen” unterscheiden. Mir waren diese Kommentare egal, denn der Keinohrhasen hatte mir damals ziemlichgut gefallen und wenn Zweiohrküken ähnlich sein sollte, wäre das für mich kein Problem.
Nun habe ich Zweiohrküken endlich gesehen und kann mein eigenes Urteil fällen. Das Grundprinzip ist das selbe, Anna und Ludo sind sehr unterschiedlich, lieben sich aber trotzdem ganz furchtbar. Die beiden werden von Nora Tschirna und Til Schweiger wie schon im ersten Teil total überzeugend gespielt und man erkennt so manche Marotte von sich oder seinem Partner wieder. Auch Til Schweigers Kinder sind wieder absoluter Zucker und geben dem Film den gewissen “Süüüüüüüüß!”-Faktor. Matthias Schweighöfer war schauspielerisch Klasse, wie er es immer ist, aber die Rolle des Moritz wird ihm absolut nicht gerecht.
Der gesamte zweite Erzählstrang um Moritz und seine Flirtprobleme tut für die Hauptstory nichts zur Sache und ist nur dazu da, ein paar alberne Witze einzubinden.
Albern geht es in Zweiohrküken leider in einigen Szenen zu. Pipi-Kaka-Humor der untersten Schublade – und ich mag Pipi-Kaka-Humor eigentlich wirklich. Ich meine Kacke in einer Tüte auf dem Nachttisch einer jungen Frau oder in Til Schweigers Gesicht… Ein Close Up von einem riesigen Penis… Das passt einfach nicht in diesen Film. Wenn ich so tief runter will schaue ich Ballerman 6 und Konsorten.
Die Geschichte von Zweiohrküken ist nicht sehr kompliziert und ziemlich vorhersehbar, das macht aber nichts. Wenn man eine einfache Liebeskomödie anschauen will steht Zweiohrküken nur ein bisschen im Schatten seines Vorgängers.
(Das einfach das selbe Filmplakat genutzt wurde, finde ich allerdings richtig scheiße!)
6,5 von 10 Punkten