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Freundebuch für Erwachsene

Erinnert ihr euch noch an Freundschaftsbücher? Diese bunten Bücher, die man an Freunde und Bekannte verlieh, damit sie die Fragen darin beantworten? Als Kind habe ich sie geliebt! Ich habe auch heute noch einige ausgefüllte Exemplare und vor Kurzem gesellte sich ein neues Exemplar dazu: Das Freundschaftsbuch für Erwachsene.

Als Erwachsene fällt mir heute auf, dass ich in meine Bücher eher meinen Familienmitgliedern verlieh, als sie Freunden mitzugeben. Mit Freunden war das bei mir immer etwas schwierig. Ich will nicht sagen, dass ich keine hatte, aber ich war in der Grundschule und in den früheren Jahren auf der weiterführenden Schule sehr vorsichtig mit diesem Wort. Heute kann ich ein paar phantastische Menschen meine Freunde nennen und konnte es kaum erwarten ihnen das Buch vorzulegen.

Das Erste was mir auffiel war, dass es Erwachsenen wohl schwerer fällt so ein Buch auszufüllen. Es hat jetzt doch eine Weile gedauert, bis ich ein paar Einträge zusammen hatte. Doch an Silvester hatte ich dann fast alle auf einem Haufen und es gab keine Ausrede mehr.

Zugegeben sind es aber auch schwierigere Fragen als „Was ist deine Lieblingsfarbe?“. Und persönlicher sind sie auch. Eine Frage lautet zum Beispiel „Was ich an dir liebe“ und „Was nicht“. Das wollten meine Freunde natürlich ehrlich beantworten, aber auch ohne verletzend zu werden. Bis auf eine Antwort, konnte ich bisher aber alles nachvollziehen, was in das Feld geschrieben wurde.

Das Design des Buchs ist wirklich schön. Sehr puristisch und ohne viel Schnickschnack, aber gleichzeitig sehr edel. Es kommt ihn einem hübschen Hardcover mit Stoffüberzug. Außerdem gibt es eine lange Lederschnur, die als Freundschaftsband für alle Schreiber genutzt werden kann. Für alle Veganer gibt es eine gute Nachricht: für das Band gibt es auch eine vegane Alternative. :)

Was ich vermisste, war eine Seite, auf der sich der Besitzer des Buches vorstellt. Das hat mir bei meinen alten Freundschaftsbüchern immer sehr gefallen. Ich fülle solche Dinger nämlich auch gerne aus. Sollte es also mal ein Re-Design geben, wäre das eine tolle Sache!

Das Buch kostet 20 Euro und ist somit doch recht günstig für ein Hardcover mit gutem Design und wunderbarer Verarbeitung. Ich könnte mir das Freundebuch auch sehr gut als Geschenk vorstellen. Wenn zum Beispiel zwei Freunde zusammenlegen und schon zwei Seiten ausfüllen um einem Freund oder einer Freundin eine Freude zu machen. Wenn ich nicht schon ein Buch hätte, würde ich das ganz schön feiern. :D

Was haltet ihr von der Idee eines Freundebuchs für Erwachsene? Wäre das etwas, was ihr haben wollen würdet? Hattet ihr als Kinder auch welche? Fandet ihr es auch so blöd, wenn Leute kein Foto einklebten? Habt ihr heute noch die alten Bücher von damals?

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23 Comments

  1. Find ich gut. Ich hab auch gleich eine Idee, an wen ich das verschenken könnte :) Danke für den Tipp.

    Früher hatte ich auch ganz viele, keines so richtig voll, aber trotzdem musste ein neues her, weil das alte irgendwie uncool war :D Und ja, ich habe sie alle noch. Und ja, die ohne Bilder sind blöööd!

    LG Lexa

    • Chaosmacherin

      12. Januar 2017 at 13:39

      Hab jetzt auch gar nicht geschrieben wie viele leute reinschreiben können. :D Es ist Platz für 15 Personen. Bei mir fehlt noch meine Schwester, aber ganz voll wird es dann auch nicht sein.

  2. Abgefahren. Ich habe diese Bücher auch immer geliebt. Ich hatte sowohl diese, als auch Poesie-Alben mit blanken Seiten.
    Ich finde die Idee super, habe aber leider gar nicht so viele Freunde, als das sich das lohnen würde xD

    • Chaosmacherin

      12. Januar 2017 at 13:39

      Es ist Platz für 15 Personen. Ein Buch wo man selbst entscheiden kann wie viele Seiten es hat, wäre vielleicht auch eine Idee ^_^

  3. Cool! Vielleicht brauch ich so eins! Da hab ich letztens auch noch drüber nachgedacht und ob es nicht eine coole Idee wäre, seine liebsten Bloggerfreunde eintragen zu lassen und dann immer weiterzuschicken. (Ich denke da noch drüber nach).

    Als Teenager (15/16) hatte man bei uns auch so große linierte A4-Bücher und auf jeder Seite stand eine Frage (also selbst ausgedacht). Dann war jede Zeile durchnummeriert und man musste auf jeder Seite seine Antworten hinterlassen. Ohne arrogant wirken zu wollen, aber mein Buch hatte ich fast zur Perfektion mit den meisten und wichtigsten Fragen und fast alle Leute aus der Stufe standen fast drin (egal, ob ich groß was mit denen zu tun hatte, das Buch wurde einfach weitergegeben). Das war fast wie Facebook (wir hatten ja nichts!) und es wurden so wichtige Dinge gefragt wie „wie viele Freunde/innen hattest Du schon“ oder „Was ist Dein Lieblings-Klamottenladen / Jeansmarke / …“ – super zum Stalken von Jungs, die man toll fand ;)
    Jedenfalls. Das Ende der Geschichte: Ein Junge, den ich damals mal toll fand, behielt das Buch einfach. Er versprach immer, es mir mitzubringen, hat er ab er nie! Das Buch wäre heute GOLD wert – das wusste er bestimmt auch.

    -.-

    • Chaosmacherin

      12. Januar 2017 at 14:36

      Die Idee mit dem Bloggerbuch finde ich super gut! Das Buch hier könnte man fast dazu benutzen. Fehlt quasi nur ein Feld für URL und Social-Links. Wirklich ne coole Idee.

      Dieses Buch, was du da als Teenager gemacht hast klingt cool! Das gabs bei uns in der Form so nicht. Aber was war das für ein Arschkeks von Typ, der das einfach behalten hat? Müsste man eigentlich mal raus finden wo der jetzt wohnt und mal klingeln. Nur so als Gag. „WO IST MEIN BUCH, DU SPACKO!?“

      • Jaaaa, aber ich fand den doch toll! <3 haha

        URL fehlt, aber auch Lieblings-Blogs zum Beispiel. Man müsste das noch etwas Internet-/Blog-spezifischer machen… vielleicht muss man sich selbst was ausdenken und drucken lassen.

        Es gab doch auch mal das Staffelknipsen von @herr_stiller, wo eine Einwegkamera rumgeschickt wurde und jeder sollte 1 Bild machen und weiter schicken und am Ende sollten alle Fotos entwickelt und gepostet werden. So cool! Und ähnliche Idee. In dem Fall ging die Kamera aber auch verloren… irgendwer schickt nicht weiter oder sonstwas… kennste ja vom Wichteln… und das Porto… ich muss da noch weiter überlegen….

        • Chaosmacherin

          12. Januar 2017 at 14:55

          Das mit der Kamera ist auch ne coole Idee!

          Ich hab allerdings auch schon zwei mal sie eine Nerdkiste losgeschickt und das hat beide male geklappt. :) Allerdings durften da auch nur Leute mitmachen die ich kenne und ich habe eine eingeschränkte Teilnehmerzahl festgelegt.

  4. Mega cool!
    Ich hab früher auch solche Bücher gehabt – und werde mir auch gleich das hier mal genauer ansehen.

    Vielen Dank für den tollen Tipp!

  5. VOLL TOLL! Sowas will ich auch! Ich hatte so ein typisches Freundebuch zuletzt in der Grundschule, da war das bei mir alles noch recht unkompliziert. Irgendwo müsste das noch sein… ich weiß gar nicht wieviel Platz das hatte, 15 erscheint mir wenig, aber um ehrlich zu sein reicht das ja völlig. Bei meinen Geburtstagen, die ich nicht groß feiere, sind wir immer etwas weniger Leute.

    Auf der weiterführenden Schule hatte ich dann erst nur wenige Freunde und dann etwas mehr, und seitdem weiß ich das total zu schätzen wie wertvoll Freunde sind. Ich glaub ich wäre heute superglücklich wieder so ein Buch ausgefüllt zu bekommen. ^^

    • Chaosmacherin

      13. Januar 2017 at 10:11

      Ich dachte erst auch, dass 15 Seiten recht wenig wären. Es regte mich aber irgendwie an genau zu überlegen wem ich das Buch anvertraue und wem nicht. Ist auch ganz spannend :D

  6. Ich hatte die als Kind auch soooo gerne :) Und jetzt immer noch! Ich hab schon sehr viele solche Freundebücher verschenkt (also nicht dieses ^^, aber verschiedene andere) – aber irgendwie verstehen meine Freunde den Wink mit dem Zaunpfahl nicht und schenken keins zurück :D Also, vielleicht muss ich mir doch selbst eins zulegen.
    Aber, ja, schade finde ich auch, dass der Besitzer sich nicht selbst eintragen kann, das mochte ich nämlich auch gerne.

    Danke für den Tipp, ich setz das direkt auf meine Wunschliste :)

    • Chaosmacherin

      13. Januar 2017 at 10:13

      Dann hoffen wir mal, dass du erfolg hast, wenn du es direkt auf deine Wunschliste steckst :D Dann brauchen deine Freunde sicher keinen Wink mit dem Zaunpfahl mehr ^_^

  7. Schickes Buch. Ich mag die Seiten. :)

    Ich hab auch in der Grundschule ein Freundesbuch gehabt. Es sind zwar nicht viele Einträge drin, aber von Zeit zu Zeit ist es wirklich niedlich reinzublättern. ^^ Statt des Fotos haben die meisten ein Sticker draufgeklebt. :D

    Vor zwei Jahren habe ich mein Poesiealbum, das ich als Kind bekommen habe, aber nie benutzt wurde, wieder verwendet, das geht auch nur an besondere Personen, auch online. :)

    • Chaosmacherin

      13. Januar 2017 at 10:15

      Für Poesiealben war ich irgendwie nich kreativ und poetisch genug. Aber ich habe ein paar alte Alrmen von meiner Tante bekommen. Das ist schon cool so relikte der Zeit zu sehen.

  8. Oh, ich finde das mega cool! Ich müsste mal irgendwo dezent bei meiner Familie platzieren, dass ich das haben will :D :D

  9. Ohayo gozaimasu, Sumi san.
    Bei einem Blick in den Nebel der Erinnerungen kommt mir das „Poesiealbum“ in den Sinn. Beschrieben & Ausgehändigt wurden sie allerdings lediglich bei den Mädels der Klasse. Mit der Pubertät suchte sich der Ausdruck der Emotion dann andere Wege.
    Seither kam mir die Instutition allerdings nicht mehr vor die Augen.
    Obschon man/frau den einen oder anderen Blog dann doch irgendwo wie ein ähnliches Medium – das des Freundebuchs – sehen könnte. Jeweils mit dem Post als „Vorhang auf!“ für den Austausch von Gedanken.

    „Freundschaft gleicht dem Buch der tausend Wissen, das der Wind der Aufmerksamkeit durchweht – dessen Seiten unbeschränkt erneut beschrieben werden.“
    (Florance Ippdit)

    bonte

    • Chaosmacherin

      13. Januar 2017 at 10:16

      Poesiealben kenne ich zwar nochm aber bei uns hat die niemand genutzt. Glaube die waren dann irgendwann aus der Mode gekommen. Schade eigentlich.

  10. Ich finde das Buch wirklich toll und möchte es jetzt tatsächlich haben.
    Letztens habe ich erst in das Grundschuldbuch von meinem Freund geschrieben. Er hat es irgendwann wieder gefunden, beschlossen seine aktuellen Freunde rein schreiben zu lassen und alle mussten ein Kinderbild von sich einkleben :)

    Vermutlich werde ich mir das Buch irgendwann kaufen und das ein oder andere auch verschenken. Danke für den Tipp!

  11. Ich hatte als Kind auch einige, gekaufte und selbstgestaltete, mit selbstausgedachten Fragen und Seiten, das waren die coolsten :D damals hatte ich recht viele Einträge und betrachtete Leute schnell als Freunde, heutzutage sieht das anders aus und ich würde das Buch kaum jemandem geben, weil man zu schnell sich mit Leuten verstreitet/auseinanderlebt etc. und da reicht es schon, wenn man alte Fotos von x ehemaligen Freunden auf der Festplatte findet.

    • Chaosmacherin

      23. Januar 2017 at 10:24

      Das ist es auch besser vorsichtig zu sein. Aber mit Ina und Vicky z.B. verstehst du dich ja nun schon recht lange. :D Für die Beiden könntest du jeweils eine Seite reservieren. ^_^

  12. Hallo,
    zu meiner Zeit war das Posiealbum ein MUSS. Meine Kinder haben dann zur Kindergartenzeit & Grundschulzeit jeweils ein Freundebuch gehabt und sehen sich die Einträge gerne heute noch an.
    Meiner Tochter habe ich dann zur 5. Klasse ein Posiealbum gekauft – sie fand es aber aber uncool und wollte es nicht an ihre FreundeINNEN weitergeben. Mein Vorschlag doch jedes Jahr die Lehrer hineinschrieben zu lassen hat sie dann aber umgesetzt. Als sie gemerkt hat wie sich die Lehrer über das Posiealbum gefreut haben und wie viel Mühe sie sich beim Bintragen gegeben haben, hat sie tatsächlich alle Jahre die Lehrer eintragen lassen. Jetzt ist sie inzwischen in der 10. Klasse und hütet das Posiealbum sie wie einen Schatz. Ihre größte Sorge ist, dass jetzt nicht genügend Platz für die Lehrer der letzten 2 Jahre ist.
    Sie blättern gerne jedes Jahr darin und ist glücklich dieses zu haben!

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