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Chaosmacherin

[Teil 3 von 3] Meine #Horrorctober 2016 Filme

Auch in der letzten Runde meines Horrorctobers machte Netflix mir mit seiner Geosperre wieder einen Strich durch die Rechnung und ich musste bei meiner Filmauswahl zum Teil recht arg improvisieren. Dazu kommt, dass ich so gut es geht auf synchronisierte Filme verzichte… machte es auch nicht besser. :D Aber ich habe es geschafft! Dreizehn Horrorfilme habe ich angesehen und hier sind meine letzten 5 Reviews. Die anderen acht Filmbewertungen findet ihr hier.

Jaws (1975)

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We’re gonna need a bigger boat.

Verfügbar auf: Netflix

Inhalt kurz und knapp: Ein gigantischer, weißer Hai hat die Gewässer vor Amity Island als sein Territorium erklärt. Seine Leibspeise sind die Bewohner und Touristen der Insel. Nun muss Polizeichef Martin Brody – zusammen mit dem Hai-Experten Hooper und dem Seebären Quint – sehen wie er den Hai los wird.

Meine Meinung: „Jaws“* ist ein absoluter Kultklassiker, der sicher auf der einen oder anderen „Muss man sehen bevor man stirbt“-Liste ist. Ich habe 28 Jahre gebraucht, um ihn auf diesen Listen abhaken zu können. Oft bin ich enttäuscht, wenn ich so einen Kultfilm sehe, weil ich einfach viel zu spät eingestiegen bin. Manche Filme sind schlecht gealtert, für andere braucht man eine gewisse Portion Nostalgie. Bei „Jaws“ ist das glücklicherweise nicht der Fall. Das Horror-Adventure von Spielberg ist hervorragend gealtert und immer noch sehr spannend, auch wenn man weißt, dass ein Hai sich eigentlich so nicht benimmt :D

★★★★ von ★★★★★


The Host (2006)

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You are dimwits, right to the end. I’ll see you in hell.

Verfügbar auf: Amazon Prime

Inhalt kurz und knapp: Weil Wissenschaftler eine große Menge Gift in den Han-See schütteten, ist nun ein mutiertes Monster unterwegs und tötet Menschen. Auch Hyun-seo die Tochter von Loser Gang-du soll unter den Opfern sein. Doch dann bekommt Gang-du einen Anruf von seiner Tochter und macht sich gemeinsam mit seiner Familie auf die Suche.

Meine Meinung: Ich sehe und mag zwar die Idee und die Sozialkritik in „The Host“*, aber für mich war er einfach nichts. Genre-Mix kann manchmal gut sein, manchmal aber auch einfach nerven und sich falsch anfühlen. Mir hat besonders der Comedy-Anteil nicht gefallen, weil sie etwas zu sehr over the top war.

★★½ von ★★★★★


Helter Skelter (2012)

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All the girls want this face.

Verfügbar auf: Youtube

Inhalt kurz und knapp: Alle Männer stehen auf sie, alle Frauen wollen aussehen wie sie. Liliko (in anderen Quellen auch Ririko) ist der Star der japanischen Modelszene. Doch ihre Schönheit kommt nicht von ungefähr und ihre Schönheits-OPs beginnen an ihr zu nagen.

Meine Meinung: Ich wusste, dass Helter Skelter mehr ein psychedelischer Thriller sein wird, als wirklich ein Horrorfilm, aber da er auf Letterboxd auch unter der Kategorie Horror gelistet war und ich ihn unbedingt sehen wollte, griff ich die Gelegenheit am Schopf.
Der Film beginnt mit Nina Hangens „Naturtränen“ und spätestens dann weiß man: „Das hier wird schräg“. Auch wenn Helter Skelter 4 Jahre älter ist, als Nicolas Winding Refns „The Neon Demon“, so muss sich der japanische Thriller den Vergleich doch gefallen lassen. Beide Filme sind wunderbar buntes Eye Candy und beleuchten die Modelszene von einem kritischen Standpunkt. Eine etwas kürzere Lauflänge hätte „Helter Skelter“ gut getan. Insgesamt ist „The Neon Demon“ zwar der bessere Film, aber wenn man Lust auf etwas Ähnliches hat, ist man hier perfekt bedient. :)

★★★ von ★★★★★


Honeymoon (2014)

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I love you, honey bee.

Verfügbar auf: Netflix

Inhalt kurz und knapp: Das glücklich verheiratete Paar Bea und Paul verbringt die Flitterwochen in der Ferienhütte von Beas Eltern. Eines Nachts ist Bea verschwunden und Paul findet sie nackt und verwirrt im Wald. Danach ist nichts mehr wie vorher.

Meine Meinung: Ich hatte mich eigentlich schon darauf eingestellt, dass „Honeymoon“* ein eher enttäuschender Film wird. Die Netflix Geosperre machte mir allerdings zu schaffen und so war meine Auswahl recht gering. Ich wurde aber positiv überrascht. Es gab keine billigen Jumpscares, sondern langsam aufgebauten, meist subtilen Horror. Ich hatte mehr einen Teenie-Horror, der auf sehr auf Ekel setzt erwartet, aber trotz des oft genutzt Themes der Hütte im Wald ist „Honeymoon“ anders.

★★★ von ★★★★★


As Above, So Below (2014)

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As above, so below. As I believe the world to be, so it is.

Verfügbar auf: Amazon

Inhalt kurz und knapp: Die Suche nach dem Stein der Weisen führt die Archäologie-Professorin Scarlett Marlowe und ihr Team in die Katakomben von Paris.

Meine Meinung: Joa, war okay, nech? Ich glaube der „found footage“-Style war hier ein unnötiges Element, denn einige Szenen machen in diesem Stil auch keinen Sinn**. Eine einfache Handkamera hätte glaube ich genügt, um einen „Ich bin gerade dabei“-Effekt auf den Zuschauer zu haben. Der Okkultismus des Films hat mir gefallen und Perdita Weeks hat eine wunderbare Stimme mit tollem britischen Akzent. Nicht zuletzt deshalb fühlte sich „As Above, So Below“* für mich ein bisschen an wie „Tomb Raider – Der Horrorfilm“. Als Teenie wäre das für mich der perfekte Horrorfilm gewesen. :D

** Kleine Spoiler als Erklärung: Wer würde denn filmen, wie man in einer Disko nen Typ anspricht und fragt ob er einem die Katakomben zeigt? Und wie ist man am Ende an das Filmmaterial von denen gekommen, die auf dem Weg durch die Katakomben gestorben sind?

★★½ von ★★★★★


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2 Comments

  1. Volle Zustimmung bei „The Host“. Besonders schade ist es, dass der Film zuviel Pulver gleich zu Anfang verschießt. Die erste Monsterattacke ist ein automatischer Klassiker des Genrekinos, aber das war es dann auch.

    • Chaosmacherin

      16. Oktober 2016 at 18:59

      @Holden, ja wirklich, und das obwohl das Monster gar nicht soo gut gemacht war. Die Szene war trotzdem super und spannend!

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