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Chaosmacherin

[Teil 2 von 3] Meine #Horrorctober 2016 Filme

Ich liege ziemlich gut in der Zeit, was meine Horrorctoberfilme angeht. Acht von 13 Filmen habe ich schon gesehen und ich habe noch drei Wochenenden vor mir und davon ist eines ein langes Wochenende. Noch fünf weitere Filme zu schauen ist also ein Klacks. Heute soll’s um die nächsten vier gesehenen Filme gehen. Netflix fährt im Moment ziemlich große Geschütze auf, was die Geosperren betrifft. Deshalb habe ich gestern auf einen Film zurückgegriffen, den ich im Vorfeld nicht festgelegt hatte, aber mehr dazu später.

Last house on the left (2009)

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I want to hear you beg for your fucking life.

Verfügbar auf: Netflix Australia

Inhalt kurz und knapp: Mari und Paige geraten in die Hände einer Verbrecherbande. Ganz in der Nähe des Ferienhauses von Maris Eltern versuchen die Mädchen zu flüchten. Doch Anführer Krug und seine Bande sind ihnen dicht auf den Fersen.

Meine Meinung: Das Original zu diesem 2009 erschienenen Remake habe ich nicht gesehen. Ich habe aber auch eine gewisse Abneigung gegen die Kult-Horrorfilme aus den 70ern. Das tut mir immer ein bisschen leid, aber umso froher bin ich über die Remakes, die solche Filme nach sich ziehen. „The Last House on the Left“ ist visuell einer der schönsten Horrorfilme die ich bisher sah. Eigentlich etwas widersprüchlich, bei einem doch recht brutalen Film von visueller Schönheit zu sprechen, aber die Kameraarbeit war nun einmal große Klasse. Außerdem gefällt mir das Casting ganz hervorragend. Alle Figuren sind perfekt besetzt und die Schauspieler haben tolle Arbeit geleistet. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

★★★½ von ★★★★★


Ring (1998)

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Four people died from watching this videotape!

Verfügbar auf: Amazon Prime

Inhalt kurz und knapp: Die Reporterin Asakawa Reiko will dem Tod ihrer Nichte Tomoko auf den Grund gehen. Eine VHS Kassette mit einem mysteriösen Video soll den Zuschauer sieben Tage später umbringen. Asakawa sieht das Video an und muss nun auch um ihr Leben fürchten

Meine Meinung: Ich weigere mich diesen Film mit Lob zu überschütten und all seine Fehler zu ignorieren, nur weil er „Das Original“ ist. Ich habe diesen Film schlicht und einfach als langweilig empfunden. Horror gibt es hier nur wenige Minuten (der ist dann allerdings sehr gelungen) und ansonsten war alles, was am Remake von 2002 gut war dazu erfunden. Am aller meisten nervte mich die weibliche Hauptfigur. Sie kann einfach nichts alleine, ist komplett hilflos und braucht für alles ihren Ex-Mann. Schrecklich! Die Grundidee mag ich immer noch sehr gern und ohne Original kein Remake, darum:

★★ von ★★★★★


Das Internat (2015)

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Why are you so nice to me?

Verfügbar auf: Netflix

Inhalt kurz und knapp: Die kränkliche Shizuko kommt neu auf ein Internat. Ihre Vorgängerin hat das Internat verlassen, ohne sich von ihren Freundinnen zu verabschieden. Als langsam auch andere Schülerinnen ohne ein Wort verschwinden beginnt Shizuko sich zu wundern.

Meine Meinung: Dieser relativ unbekannte, koreanische Film ist wunderschön anzusehen. Das Set- und Kostümdesign sowie Licht und Kamera sorgen für wirklich tolle Bilder. Ansonsten handelt es sich hier um einen sehr speziellen Genre-Mix. Horror gibt es zwar, aber auch einige andere Genre finden hier ihren Platz. „Das Internat“ ist ein sehr langsamer Film, der aber definitiv einen Blick wert ist.
★★★ von ★★★★★


The Thing (2011)

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So, I’m gonna die because I floss?

Verfügbar auf: Amazon Prime

Inhalt kurz und knapp: Norwegische Wissenschaftler finden in der Antarktis ein Raumschiff, dass schon mehr als 100.000 Jahre im Eis eingefroren war. Neben dem Schiff finden Sie auch eine scheinbar tote Kreatur im Eis. Die Paläontologin Kate soll sich dem unbekannten Wesen annehmen. Bedauerlicherweise ist das Wesen jedoch nicht so tot wie es auf den ersten Blick schien.

Meine Meinung: Eigentlich stand „The Thing“ nicht auf meiner To-Do-Liste für diesen Horrorctober, aber weil Netflix mich nicht auf das internationale Angebot zugreifen ließ schaute ich mich ein bisschen auf Amazon Prime um und sah, dass dieser umstrittene Horrorfilm auch im O-Ton zur Verfügung stand. Viele reden bei diesem Film von einem Remake, aber es handelt sich ganz offensichtlich um ein Prequel und ich finde sogar ein sehr gelungenes. Abgesehen davon, dass teilweise etwas zu tief in die CGI-Kiste gegriffen wurde, halte ich „The Thing“ für einen würdigen „Vorgänger“. Ich fand die Handlung sehr spannend, auch wenn die Atmosphäre nicht an Carpenters Version heran kommt, aber dazu wäre auch Zauberei nötig gewesen. :D

★★★½ von ★★★★★

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15 Comments

  1. Das Original von LAST HOUSE muss man wirklich nicht gesehen haben. Höchstens um es einmal gesehen zu haben, aber es ist eigentlich nur ein Amateurfilm, ohne großen Nährwert. Da ist das Remake tatsächlich in allen Belangen hochwertiger.

    THE THING fand ich persönlich auch nicht so schlecht. Er hat natürlich das Problem, auf einem der besten Horrorfilme aller Zeiten aufzubauen und leidet etwas unter dem „Wir erklären jede Kleinigkeit zu Tode“ Prequel Syndrom. (Wenn du dem Zuschauer sogar erklären willst, warum im Original eine Axt in der Wand steckte, hat dein Film ein Problem.) Und ich werde nie verstehen können, warum eine Formwandler sich nicht in gewisse Nischen seines eigenen Raumschiffs quetschen kann, aber als kurzweiliger Monsterfilm ist er sehr gelungen. Schon alleine die Idee mit den Plomben macht den Film sehenswert.

    Trivia: Der Regisseur drehte 1995 auch dieses Musikvideo. Das lasse ich hier einfach mal so stehen. :D https://www.youtube.com/watch?v=nmYi5u9BhtI

    • Chaosmacherin

      12. Oktober 2016 at 16:24

      Die Sache mit den Plomben fand ich auch cool und dann habe ich mich lustigerweise gefragt, wie das denn mit Piercings wäre. :P
      Haha :D Das Musikvideo kenne ich sogar.

  2. Wie gnädig du mit Remakes und Prequels ins Gericht gehst (in deinen Texten). Das ist selten ;)

    • Chaosmacherin

      12. Oktober 2016 at 16:29

      Also ich gebe Remakes in der Regel schon eine Chance. Viele Remakes sind ja auch durchaus berechtigt. Wenn z.B. eine Grundidee gut war, aber nicht gut umgesetzt wurde (Ring). Was nicht geht ist ein Remake von Psycho wo dann Shot für Shot neu gefilmt wurde. Oder sowas wie das Remake von REC, wo das original einfach schon super war und dann nur geremaked wird, damit man amerikanische Gesichter sieht.
      Legitim finde ich auch die ganzen alten Horrorfilme neu zu machen, weil man da oft noch viel rausholen kann, oder das original schlecht gealtert ist. :D

  3. „Ring“ hatte ich bisher noch nicht gesehen, dann scheint ja wohl ein größerer Hype darum gemacht zu werden als eigentlich gerechtfertigt wäre. Sicherlich werde ich mir irgendwann auch nochmal eine eigene Meinung bilden, aber ich finde es grundsätzlich schon mal gut, dass du dich in deiner Bewertung nicht diesem allgemeinen Hype unterordnest.

    Von „Das Internat“ hatte ich bisher noch gar nicht gehört, klingt aber eigentlich echt ganz gut und wenn es den dann auch noch bei Netflix gibt… :D

    • Chaosmacherin

      13. Oktober 2016 at 6:53

      Kennst du denn das Remake von „Ring“? Das erschien 2002 und war ein Kassenschlager. Er löste außerdem eine kurze Welle der Remakes von asiatischen Horrorfilmen aus. Da erschien z.B. Auch „The Grudge“ welcher ebenfalls ein toller Horrorfilm ist.
      Ich weiß nicht ob „Hype“ das richtige Wort ist. Bei einem Hype mussten sehr viele Leute den Film kennen und feiern. Hier ist es aber eher so ein elitäres Ding „Wie du findest das Remake von „Ring“ gut? Also für mich kommt ja nur das Original in Frage!“

      • Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich weder noch gesehen habe 😄 das könnte vermutlich an den gruseligen Geschichten liegen, die man mir damals in der Schule darüber erzählt hat (weshalb ich übrigens auch nie einen der Saw-Filme gesehen habe). Vermutlich habe ich dann wohl davor Original und Remake verwechselt ^^ Aber das Remake würdest du schon empfehlen? :)

        • Chaosmacherin

          13. Oktober 2016 at 7:07

          Ja, das Remake nimmt die wenigen guten Dinge aus dem Original und pfeilt das ganze gut aus. Ein paar gute Elemente wurden auch hinzugefügt. Für mich vielleicht sogar einer der Top 10 Horror Filme. ^^ aber nur vielleicht.

  4. Das Original von „Ring“ hat sicherlich seine Längen, was meiner Ansicht nach aber gehörig zur unheimlichen Grundstimmung des Films beiträgt und das Seherlebnis im Endeffekt prägender gestaltet. Hinzu kommt die im Vergleich zum Remake wesentlich komplexere Symbolsprache des Todesvideos und viele andere Details, die dem Remake abgehen zugunsten eines „besseren Flows“ und für westliche Ohren natürlicher klingender Dialoge.

    Außerdem ist Naomi Watts ne dämliche Pute.

    • Chaosmacherin

      15. Oktober 2016 at 13:08

      Ich finde „seine Längen“ ist eine große Untertreibung :D Ich gucke wirklich gerne langsame Filme, aber hier passierte ja wirklich so gut wie nichts. Unheimlich fand ich das leider überhaupt nicht. In der Regel sind meine westlichen Ohren es gewohnt wenn Dialoge „anders“ sind. Ich schaue sehr viele Animes, allerdings meistens im O-Ton und mit Untertiteln. Ringu gab’s auf Amazon leider nur auf Deutsch, glaube das hat meine Erfahrung mit dem Film nicht gerade besser gemacht.
      Und das mit Naomi Watt habe ich mal überhört, ich mag die nämlich sehr gern :D

      • Jahaaaaaa, über sowas könnt ich stundenlang an- und aufgeregt diskutieren. Buchstäblich bis einer heult. Bin gerade dabei, diesbezüglich Zurückhaltung zu erlernen. Anderen ihre Meinung zu lassen, egal wie OFFENKUNDIG falsch sie auch liegen mögen. :)

        Also, Obacht, ich sag’s jetzt:
        Ich respektiere deine Ansichten zum Thema „Ring“. Ich tue dies aus freien Stücken und ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Ferner gestehe ich dir das Privileg zu – gerade auch als Frau – dich gedanklich ohne Einschränkungen frei entfalten und verwirklichen zu dürfen, selbst wenn dies bedeutet, daß du im Verlauf dieses Prozesses Unfug erzählst.
        Ich stelle mich und meine Ansichten nicht über dich und die deinen, so gerechtfertigt mir das Gegenteil auch erscheinen mag.

        Puh. Meine Therapeutin ist jetzt bestimmt stolz auf mich.

        ICH WILL EISCREME!

        • Chaosmacherin

          15. Oktober 2016 at 18:55

          Sorry, aber dafür bekommst du keine Eiscreme, denn essenziell hat du gesagt „Deine Meinung ist Falsch, aber ich akzeptiere, dass du Unfug redest!“. Du hast es nur etwas weiter ausgeführt. :P Da musst du aber noch etwas dran pfeilen. :D

          Pass auf ich geb dir ein Beispiel für bessere Formulierung:
          „Anderen ihre Meinung zu lassen, egal wie OFFENKUNDIG falsch sie auch liegen mögen.“
          besser: „Anderen ihre Meinung zu lassen, egal wie anders ich es sehe.“

          Versuchen wir dann beim nächsten Film einfach nochmal. ^^

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