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[Meine Meinung zu] Ghostbusters (2016)

Erinnert ihr euch noch an meinen kleinen Rant vor einem Jahr? Danach war eigentlich klar, dass ich den Film sehen werden. Einfach aus Prinzip. Trotz Melissa McCarthy und trotz meiner Abneigung gegen amerikanische Komödien. Jetzt war ich mit einigen Freunden und Freundinnen am Premierentag in der Vorstellung. Was ich vom Film halte erfahrt ihr hier.

Es ist genau wie ich es mir gedacht habe: Die ganze Kritik, die im Vorfeld geherrscht hat, war ein riesiger Lärm um nichts. Ghostbusters ist eine harmlose Komödie. Kein Meisterwerk, aber auch weit weg von einem totalen Reinfall. Nach dem Erscheinen des ersten Trailers war ich nicht überzeugt. Die Witze die es in den Trailer schaften trafen meinen Humor überhaupt nicht. Glücklicherweise wurden hier nur die blödesten Jokes verwurstet. Warum weiß der Geier, vielleicht um das Mainstream-Publikum anzulocken, keine Ahnung. Ich hatte Spaß und habe viel gelacht. Es gab sicher auch einige flache Witze, aber so ist das halt mit Mainsteam-Hollywood-Komödien.

02_ghostbusters

Als die ersten Kritiken am weiblichen Cast auftauchten, ergriff Sony die Chance und nutzte die absolut irrationalen Kritiken um eine große Girlpower-PR-Aktion aus dem Film zu machen. Man wusste, dass man so genug Gegenwind erzeugen konnte um mit dem Film ein großes Publikum anzuziehen. Ich finde das clever. Darauf basierend gab es sicher noch den einen oder anderen nachträglich eingebauten Witz, der für große dicke Male-Tears sorgte. Glücklicherweise gab es aber keine „McCarthy ist fett“-Jokes. Auf denen bauen Filme mit der – eigentlich recht talentierten – Schauspielerin gerne mal auf und das kann ich gar nicht leiden.

Der Cast hat sichtlich Spaß am Film und alle machen das Beste aus ihren Rollen. Jillian Holtzmann war wohl die Figur, die am flachsten blieb, aber auch die, die besten Jokes des Films zu verantworten hatte. Auch Patty hätte ein bisschen mehr Tiefe und Backstory gebrauchen können. Ich bin Chris Hemsworth für seine überspitze Darstellung des dümmlichen Sexobjektes sehr dankbar, denn diese Rolle sieht man für Männer deutlich zu selten.

01_ghostbusters

Mit dem Ausgangsmaterial ging man respektvoll um und die Cameos des alten Casts waren – bis auf den von Bill Murray – sehr gelungen. Murray schien leider etwas lustlos und seine kleine Rolle auch etwas lieblos. Insgesamt habe ich mich aber über die Auftritte gefreut. Gut, auf Slimer hätte ich verzichten können, den mochte ich aber auch noch nie. :D

Ich als Anti-Hollywood-Komödien-Mensch, konnte lachen und fühlte mich gut unterhalten. Die zwiespältigen Stimmen, die man aus allen Ecken hört, kann ich nicht nachvollziehen. Für mich ist Ghostbusters kein 5 Sterne Film, aber auch kein 1 Stern Film. Für mich sind 3 bis 3,5 Sterne durchaus berechtigt. In ein paar Jahren schaue ich ihn mir dann vielleicht sogar noch einmal an.

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2 Comments

  1. Zitat:
    „Es ist genau wie ich es mir gedacht habe: Die ganze Kritik, die im Vorfeld geherrscht hat, war ein riesiger Lärm um nichts. Ghostbusters ist eine harmlose Komödie. Kein Meisterwerk, aber auch weit weg von einem totalen Reinfall.“

    das gilt doch aktuell für ein Haufen Filme. Ich habe in den letzten Wochen Turtles 2 und Suicide Squad gesehen, beide mit schlechteren Kritiken von den „Professionellen Redakteuren“ und mittelmäßige bis gute Kritiken von den Fans/Zuschauern.

    Beide Filme waren aber spaßig, lustig und gut gemacht. Und so scheint es ja auch mit Ghostbusters zu sein, die Kritiken von den Fans und Zuschauern sind alle ähnlich wie oben erwähnt besser als die Profi Kritiker schreiben.

    Ich probiere die Kritiken der meisten Seiten mittlerweile nur noch zu überfliegen und mache mir lieber selber ein Bild.

    mfg
    Ben

    • Chaosmacherin

      26. August 2016 at 14:46

      @Ben, mhh jein. Mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass Menschen sich viel zu oft mit mittelmäßigen bis schlechten Filme zufrieden geben, oder sie sogar feiern. Ich finde, dass muss auch nicht sein. Von einem Suicide Squat erwarten viele relativ viel und ich kann das auch verstehen. Es ist schwierig da abzuwägen, wann „Okay“ gut genug ist und wann „Okay“ einfach einfach nicht ausreicht.
      Was Ghostbusters angeht waren es gar nicht die Profikritiker, die mir so auf den Zeiger gingen. Sondern die möchtegern Kritiker, die denke sie haben die absolute Ahnung von Filmen und nur ihre Meinung könne richtig sein. So Leute in überfüllten FB-Filmgruppen :D

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