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Warum ich finde, dass Kinderfotos im Internet nichts verloren haben

Ich bin keine Mutter und werde wohl so schnell auch keine werden. Trotzdem will ich mich hier an Mütter wenden, aber auch an Papas, Omas, Opas, Onkels, Tanten und alle anderen stolzen Familienmitglieder. Denn auch wenn ich keine Expertin im Mama-Sein bin, halte ich mich zumindest für eine Expertin der sozialen Medien. Ich kann verstehen, dass ihr vor Stolz platzen könntet und euer Baby oder euer Kind der ganzen Welt zeigen wollt. Trotzdem bitte ich euch: Lasst es!

Als meine Freundin Mina vor etwas über einem Jahr ihr Baby auf die Welt brachte, war sie stolz, wie eine Mutter es nur sein konnte. Ein gesundes, munteres Kind. Ich freute mich mir ihr. Einige Monate später fragte mich Mina nach meiner Meinung zu Fotos ihres Kindes im Internet. Ich schrieb ihr, dass ich davon nichts halte. Das ist insofern ungewöhnlich,als  dass ich sonst alles mit dem Internet teile. Meine Follower wissen oft wann ich bade, was es zu essen gibt und welchen Film ich gerade schaue.

Bei Kindern bin ich da aber eigen. Das hat drei Gründe, die ich euch gerne erläutern will.

1. Auch dein Kind hat Persönlichkeitsrechte.

Dein Kind kann nicht sagen „Oh Mama, auf dem Bild sehe ich aber doof aus! Bitte stell das nicht ins Internet.“. Selbst wenn es in einem Alter ist, in dem es in der Lage ist volle Sätze zu sprechen, ist es längst nicht in der Lage zu begreifen, was für Kreise ein Foto im Internet ziehen kann. Es weiß nicht was für ein Ausmaß das Internet hat und wie viele Menschen das Foto sehen werden oder sehen können. Wie soll es das auch verstehen, wenn viele Erwachsene sich des Ausmaßes nicht einmal bewusst sind. Irgendwann kommt dein Kind in ein Alter, in dem du ihm vielleicht sagen wirst „Sei vorsichtig im Internet! Überlege gut, was du teilst und erzähle nicht jedem alles über dich!“. An diesen Vorsätzen sollten wir uns – zumindest wenn’s um unsere Kinder geht – ein Beispiel nehmen.

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2. Das Internet vergisst nicht.

Natürlich kannst du Fotos von deinem Kind löschen. Aber das Internet vergisst nicht. Fotos des kleinen Mads und der kleinen Mia könnten längst sicher auf dem Rechner eines anderen abgespeichert worden sein. Wenn ich meinen Namen google, finde ich Twitterprofilbilder des letzten Jahres. Und kennt ihr web.archive.org, liebe Mütter und Väter? Diese Seite hilft dabei, Seiten zu sehen, wie sie vor Jahren ausgesehen haben. Nur mal als Beispiel: hier könnt ihr sehen, wie meine „Über mich“-Seite am 27. Oktober 2010 ausgesehen hat. Oh siehe da! Ein Foto von mir, dass ich bis eben nicht mal mehr auf meiner Festplatte hatte. Klar, ist jetzt nicht so spannend, aber wenn da jetzt klein Mads zu sehen wäre, der nackig im Planschbecken spielt und das Foto würde vom Klassenrüpel Luka gefunden werden hätten wir den Salat.

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3. Man weiß nie, wer sich im Internet so rum treibt.

Nun der härteste Grund. Ich weiß, du willst dir das nicht vorstellen, aber es gibt Menschen, die denken bei einem Foto vom Kind in der Badewanne nicht „Oh, wie süß!“ sondern „Oh, wie geil!“. Das mag unvorstellbar klingen, aber so ist es. Wenn du nun Fotos deines Kindes auf Facebook, für alle sichtbar, teilst, sehen es vielleicht auch Menschen, von denen du dein Kind sonst lieber fern halten würdest. Mit den Menschen musst du nicht mal auf Facebook befreundet sein. Es reicht schon, wenn Tante Ilse ein Foto liked und auf dem Dashboard des entfernten bekannten Ulrich steht „Ilse Böhme gefällt dieses Foto“. Wenn alle Stricke reissen und du trotzdem deiner Familie und deinen Freunden Fotos von deinem Kind zeigen willst, dann sorge wenigstens dafür, dass deine „Privatsphäre“-Einstellungen ordentlich getroffen sind.

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Ich hoffe ich konnte verdeutlichen, dass ein Foto auf Facebook ein anderes Ausmaß hat, als ein Fotoalbum beim Kaffeeklatsch. Ach und noch etwas. Eine andere Freundin von Mina meinte „Ab und zu mal ein Bild vom Baby zu posten wäre okay. Ganz ehrlich? Dann kannst du auch jeden Tag eins Posten. Das macht dann keinen Unterschied mehr. Mina hat sich letzten Endes dazu entschlossen ihren Instagram-Account auf privat zu stellen und nur ausgewählten Personen Einblick zu gewähren. Aber auch dort zeigt sie keine Fotos, auf denen man das ganze Gesicht ihres Kindes sehen kann. Ich halte das für einen guten Kompromiss.

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27 Comments

  1. Recht hast du!
    Aber sag das mal den Social-Media-Muttis… -.-

  2. Ich seh das eins zu eins genauso wie du – ich halt absolut gar nichts davon sein Kind online zu zeigen. Ich arbeite so oft mit so vielen fotografen zusammen und ich verlange von denen, dass die nur dann Bilder von mir online stellen,w enn ich die jeweilige Freigabe dazu geben. Genauso handhabe ich das mit leuten, die ich fotografiere. Nichts geht online ohne Erlaubnis…. und genau die gleiche Geschichte werd ich auf mein Kind anwenden….

  3. Ich bin auch der gleichen Meinung wie du und würde auch so vorgehen, wenn ich ein Kind hätte. Händchen, Füßchen, okay, aber das Gesicht never ever! Ich weiß auch nicht, warum man unbedingt ein Foto des eigenen Kindes auf Social Media-Seiten herzeigen muss. Geht doch auch via E-Mail/Skype/Dropbox, falls jemand Interesse bekundet. Dann wüsste man es am Ende, wer wann ein Foto gesehen hat.

  4. Sehe ich sehr ähnlich. Auch weil ich es schon mitbekommen habe, dass ein Kind (damals vielleicht 7 oder maximal 8) regelmäßig „Papa, das aber nicht auf Facebook posten“ gesagt hat, wenn es etwas lustiges getan/gesagt hat und der Vater die Angewohnheit hat ohne Rücksicht auf Verluste Facebook zu nutzen.
    Mal unabhängig davon, dass solche Bilder auch bei Pädophilen auf dem Rechner landen können: Ein Kind kann sich da nicht wehren und schon allein deswegen halte ich nicht viel von Kinder-/Babyfotos auf Facebook. Wer wirklich mit der Familie Bilder teilen will, kann und wird das z.B. per Mail über einen Familienverteiler tun oder gleich offline. Auf Facebook dagegen habe ich auch oft das Gefühl, dass einige Eltern sich schlicht auf Kosten ihres Kindes selbst inszenieren wollen und das geht gar nicht.
    Wieder einmal ein toller Post!
    lg
    Hekabe

  5. Ich finde es auch ganz schrecklich, wie manche Eltern mit dem Thema umgehen.
    Die Tante meiner Halbgeschwister hat eine Tochter im Kleinkindalter, von der sie Fotos bei Facebook hochlädt. Vollständig entkleidet in der Dusche und die Privatsphäre-Einstellugen natürlich auf öffentlich, so dass es die ganze Welt sehen kann.
    Ich verstehe wirklich nicht was in den Köpfen solcher Menschen vorgeht, haben die noch nie was von Pädophilie gehört?
    Darüber kann ich nur den Kopf schütteln und ich bin jedes Mal entsetzt. Wenn ich es mitbekomme (bin so gut wie nie bei Facebook), dann melde ich das Foto aber ich bin ja nun mal auch nicht der Babysitter der besagten Tante und räume ihr ihren Scheiß hinterher…

  6. Ich sehe das nicht so. Ich werde Babyfotos von meinem Baby (falls ich irgendwann eines haben werde) auf Facebook bzw auf Instagram teilen. Okay, weil ich aber auch plane es in süße Kostüme wie zB Pickachu Onesie etc zu stecken. Einfach aus dem Grund weil ich der Meinung bin dass (fast) alle Babys gleich aussehen und es nicht lange in Erinnerung bleiben wird bzw in der „Masse“ ein Babygesicht von vielen sein wird. Ich kann mir auch nicht vorstellen dass es später mal in Tränen ausbrechen wird wenn ich ihm/ihr davon erzähle es irgendwo gepostet zu haben. Von Badefotos halte ich allerdings auch nichts. Sollte schon vollständig bekleidet sein.

    Allerdings nur so lange es auch ein „Baby“ ist. Bei jungen Kindern sehr ich das ganze schon etwas strenger. Die Frage ist nur ab wann man das eigene Baby/Kind als Kind sieht.

    • Chaosmacherin

      3. März 2016 at 20:02

      @Sibel, ich stelle die These auf, dass du, wenn du ein eigenes Kind hast nicht mehr denkst, dass fast alle Babys gleich aussehen. :D

    • @sibel Und was hast du davon dein Kind albern zu verkleiden und zur Schau zu stellen? Nur um ein paar „awws“ und „wie niedlich“ abzuräumen? Ich finde, diese Begründung ist äußerst bedenklich. Dein Kind ist doch kein Zirkusaffe, welches von der kompletten Öffentlichkeit beglotzt werden will. Man sollte als Mutter ein bisschen mehr Schutzhaltung entwickeln, finde ich.

  7. Das sehe ich ganz ähnlich. Ich würde wohl auch keine Bilder von meinen Kinder veröffentlichen. Wobei ich da schon noch einen deutlichen Unterschied sehe zwischen normalen Porträtfotos und Bilder, die dem Kind schaden können, wie zB nackt in der Badewanne oder Videos, auf denen sich das Kind „peinlich“ verhält und Erwachsene drüber lachen können. Es ist mir ja schon unangenehm, wenn solche Bilder oder Videos in der Familie rausgekramt werden – aber die Vorstellung, die ganze Welt könnte sowas sehen? Der normale Internetnutzer hat das Bild von dem nackten, mit Nutella verschmierten Baby vielleicht bald vergessen, aber wenn man dieses Baby kennt, wird auch das immer in Erinnerung bleiben. „Weißt du noch, das Bild vom kleinen Luca, das hat damals über 10.000 Likes bekommen“. Das sollte man einem Kind nicht zumuten.

    Gleichzeitig finde ich übrigens auch manche Geschichten von Mamablogs grenzwertig. Auch ganz ohne Bilder. Auch in Textform sollte man nicht alles über seine Kinder teilen.

    • Chaosmacherin

      3. März 2016 at 20:00

      @Frau Margarete, Ja, diesen Unterschied sehe ich auch. Das mit den Texten auf Mamablogs kann ich mir vorlesen, allerdings lese ich die selbst nicht, darum kenne ich mich damit nicht aus.

  8. Ich bin selbst Vater und ich sehe das anders.
    Ich habe selbst ein Familienfoto bei Facebook online gestellt und werde das auch weiterhin tun. Das kann und sollte auch jeder für sich entscheiden.
    Natürlich hast du recht mit den Kritikpunkten und natürlich sollte man sich das auch zu Herzen nehmen, aber gerade wenn man selbst Papa oder Mama ist, merkt man erstmal, wie sehr es nerven kann, wenn man sich ständig von anderen Leuten anhören muss, wie man sein eigenes Kind zu „erziehen“ hat.

    Die perfekte „Erziehung“ gibts einfach nicht. Jeder geht irgendwo Kompromisse ein oder verhält sich nicht 100% korrekt. Der eine stellt keine Fotos von seinen Kleinkindern ins Netz, lässt sein Kind aber mit 4 Monaten ohne mit der Wimper zu zucken taufen / beschneiden. Der nächste lässt sein Kind 2 Stunden am Tag fernsehen, damit er in dieser Zeit die Hausarbeit erledigt bekommt. Viele (gerade Ältere) regen sich darüber auf, wenn Kinderfotos auf Facebook veröffentlicht werden, hatten damals aber keine Probleme ihr eigenes Kleinkind bei der ersten Aufführung im Kindergarten von der Zeitung ablichten zu lassen.

    Wichtig ist, dass man sich mit den Themen auseinandersetzt und sich der Gefahren bewusst ist.

    • Chaosmacherin

      3. März 2016 at 19:58

      @Phinphin, witzig, sehe gerade deinen Post zum Thema und wir sind da wirklich komplett unterschiedlicher Meinung. Ich hab mir das Foto auf Facebook gerade mal angesehen. Sehr süß. Aber wer hindert jetzt irgendwelche perversen davon das Bild zu speichern und es ins Darknet zu stellen? Einfach nur weil deine kleine so hübsche blaue Augen hat und das irgendwer sicher ziemlich attraktiv findet.
      Ich finde das hat auch nichts mit Erziehung zu tun. Im Gegensatz zu dieser Fernseh-Sache. Wenn du ein Foto deines Kindes ins Netzstellst hat das ja keinen Einfluss auf ihre Erziehung.
      Das Argument mit der Taufe hast du auch auch in deinem Blogpost genannt. Und du wirst lachen. Gerade weil ich mein Kind nich um Erlaubnis bitten könnte würde ich es tatsächlich nicht taufen lassen. Das kann das Kind dann machen wenn es alt genug ist um diese Entscheidung zu treffen. Ich würde halt versuchen mein Kind so wenig wie möglich vor zu bestimmen. Das wäre halt mein Erziehungsstil.

      • Niemand hindert die Perversen dran. Aber was glaubst du wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass genau das passiert? Und welcher Schaden entsteht meiner Tochter dadurch? Sie bekommt davon genau so wenig mit, wie wenn ein Perverser sie unaffällig beim Spaziergang in der Fußgängerzone fotografiert. Da muss man einfach Wahrscheinlichkeit, Nutzen und Schaden miteinander abwägen und darf nicht in Panik verfallen, weil ja eventuell unter gewissen Umständen unwahrscheinlicherweise irgendjemand was machen könnte.

        Erziehung habe ich in “ “ gesetzt, weil mir irgendwie kein besseres Wort dazu eingefallen ist.

        Die Taufe war natürlich nur ein Beispiel. Ich finde es auch gut, dass du deinem Kind die Entscheidung überlässt. Aber ich könnte ja noch mehr Beispiele nennen. Was machst du z.B. wenn dein Kind erfährt, wie Tiere zur Nahrungsproduktion missbraucht oder getötet werden und dir dann ein Leben lang Vorwürfe macht, weil du ihm als Baby Milchprodukte oder Gläschen mit Fleisch gegeben hast?
        Oder Spielsachen und Kleidung gekauft hast, die von armen Leuten unter schlechten Bedingungen hergestellt wurden? Jeder von uns weiß, dass er tagtäglich falsche und teilweise auch unmoralische Entscheidungen trifft.

        Da finde ich es richtig dieses Fehlverhalten zu thematisieren und zu kritisieren. Aber ich habe auch Verständnis für Leute, die sich eben nicht perfekt verhalten. Bei dir hier im Blog geht es ja sehr human zu. Aber du musst dich mal in manchen Facebookgruppen für Eltern / Mamas aufhalten, in denen die Leute radikaler eingestellt sind. Da wird aus jeder Mücke ein Elefant gemacht.

        • Ich bin auch Mutter und kenne das Problem mit den Leuten die ständig in die Erziehung anderer reingrätschen und zu jedem Pups was zu sagen haben. Dennoch finde ich es wenn es um so ernste Themen geht gut, dass es thematisiert wird. Das bewegt hoffentlich manch unvorsichtiges Elternteil zumindest zum Nachdenken. Denn leider machen das vor allem bei diesem Thema viel zu wenige.

          Zu deinem Argument „…Da muss man einfach Wahrscheinlichkeit, Nutzen und Schaden miteinander abwägen…“ – Entschuldigung aber genau das Argument benutze ich um dir zu widersprechen. Denn aus diesem Grund lade ich keine Fotos auf facebook hoch. Oder hat es auch nur einen Hauch von Nutzen für mich oder das Kind? ;)

          Und noch ein kleines Beispiel zu dem Thema: Meine kleine Schwester ist 12 und sie schämt sich sehr für die Kinderfotos die im Internet kursierten. Sie hat verlangt, dass alles gelöscht wird. Ihre Klassenkameradinnen haben die Fotos dennoch schon gesehen und ziehen sie noch immer damit auf.

          • Wenn es keinen Nutzen hätte Fotos bei Facebook hochzuladen, würde es niemand machen.
            Durch die Veröffentlichung der Bilder bei Facebook haben ehemalige Kollegen, Bekannte, alte Freunde, entfernte Familienmitglieder auch die Möglichkeit zumindest etwas an unserem Glück teilhaben zu können.

  9. Ich blogge selbst viel über mein Kind und würde nie ein normales Foto von ihm online stellen. Ich benutze keine Teddy-Sticker, dafür illustriere ich die Bilder nach, was dann auch stark zu meiner Blog-Identität beiträgt.
    Ich bin nicht der Meinung, dass alle Babys oder Kleinkinder gleich aussehen. Absolut nicht!
    Ein Kollege meinte mal, dass er Fotos, die ihm auf Facebook gefallen, herunterlädt und abspeichert. Deshalb achte ich auch in geschlossenen Bereichen stark darauf, was ich wem zugänglich mache. Wer weiß, mit wem ich mich in fünf Jahren noch verstehe?

    • Chaosmacherin

      3. März 2016 at 19:42

      @Andrea, willkommen hier :) Das ist wirklich eine schöne Lösung die du dir da ausgedacht hast. Sehen toll aus die Bilder :) Da machst du dir aber auch immer viel Arbeit.

  10. Ich bin eine bloggende Mutter und ich muss sagen, dass ich mein Kind ganz selten in meinen Posts erwähne, Fotos garantiert nie, auch nicht verfremdet. Wie du richtig sagst, das Internet vergisst nicht und die Gefahr, die von Usern ausgeht, die das Bild mehr als nur süß oder schön finden, ist riesig.

    Auf einem Elternabend wurde vor Jahren einmal darüber abgestimmt, ob die Grundschule für ihre Homepage Bilder der Kinder benützen dürfe. Bei Gruppenaufnahmen finde ich das ok, aber als ich anmerkte, dass ich keine Bilder meines Kindes im Badeanzug beim Schwimmunterricht sehen möchte, wurde ich von den anderen Müttern fast ausgelacht.

    Ich finde da ist Vorsicht geboten.

    Liebe Grüße, Bee

  11. Und da fiel mir noch was ein….

    Wenn ich als Mutter meinen Kindern ein relativ achtloses Social Media Verhalten vorlebe, werden die Kinder das genauso übernehmen. Ich kriege bei meiner Tochter mit, was da alles so öffentlich geteilt wird, Fotos bei instagram, facebook. Ich versuche meiner Tochter keine Angst zu machen, aber sie zu sensibilisieren für eine multimediale Exponierung ;)

  12. Das hast du wirklich toll geschrieben! Ich seh das auch immer ein bisschen kritisch und wüsste wirklich nicht, wie ich das handhaben soll.
    Es stimmt zwar schon, dass man die Kinder auch in der Fußgänger-Zone fotografieren könnte oder sonst wo, aber ich muss es ja Perversen oder anderen Menschen nicht grade leicht machen. Da könnte ich denen die Fotos direkt in die Hand drücken :D

    Ich denke nur die Zeit zeigt, wie das für mich laufen würde und es ist natürlich gut, wenn es jeder selbst entscheiden kann! :)

  13. Salut, Mareike.
    Aspekte wie die Aushebelung – um nicht Negation zu sagen – der Privatspäre sind es, die mich auf allerweiteste Distanz zu Gesichtsbuch halten. No way! :-)

    bonté

  14. Also ich stimme dir da komplett zu, aus genau den selben Gründen. Ich bin zwar auch keine Mutter, werde das auch nicht so schnell sein, aber ich kenne mich nun mal mit den Sozialen Netzwerken aus und da werden Bilder nicht immer von Menschen gesehen, von denen wir es auch wollen und ob diese die Bilder abspeichern und verbreiten, darauf hat man selbst leider auch keinen Einfluss. Gerade bei Kindern finde ich ist vorsichtig geboten, denn die können einfach noch nicht selbst entscheiden was online kommt, haben noch gar keine Ahnung was mit den Bildern verstehen könnten und dass das Internet nie vergisst.

    Meine Schwester ist auch vor kurzem Mama geworden, bis auf ein paar wenige Bilder, die in Facebook nur für die Familie zugänglich sind, gibt es von ihr keine Fotos im Netz. Das wollen ihr Mann und Sie auch nicht und haben dies auch dem Rest der Familie gesagt. War für mich auch komplett nachvollziehbar, denn ich finde es ausreichend, wenn die Bilder dann im privaten Fotoalbum landen. Da kann man sie auch gemeinsam mit der Familie und Freunden anschauen und seine Liebsten am eigenen Glück teilhaben lassen. Nur kann ich dann auch selbst entscheiden, wem ich die Bilder zeige und wem nicht.

  15. Der Artikel ist leider sehr einseitig, aber ein paar technische Grundlagen werden gut vermittelt. Ich halte die Pädophiliekeule für genau so grob unsinnig wie Sicherheitskontrollen an Flughäfen. Ineffektiv und wahrscheinlich sinnfrei.
    Die mangelnde Entscheidungsfähigkeit ist da schon viel wichtiger (für mich) und hoffentlich auch für mein (eventuell zukünftiges Kind).
    Außerdem sollte man vielleicht festhalten, dass es sich bei Pädophilie um eine psychische Störung handelt. Du versuchst ja auch nicht die Leute davon abzuhalten Muffins zu posten, weil die Magersüchtigen daraus ein „inspirational“ pro-Ana Bild machen könnten.

    • Chaosmacherin

      12. März 2016 at 11:49

      @Jonathan, Meine Blogposts sind immer sehr einseitig. Ich hege nämlich keinen Anspruch auf journalistische, objektive arbeit. Ich bin eine kleine Bloggerin, mit einem persönlichen Blog. Ich habe das sogar irgendwann mal in mein Impressum geschrieben. :D Ich finde weder die Pädopheliekeule noch Flughafenkontrollen unsinnig. Mir ist durchaus bewusst, dass nicht jeder Pädophiler ein Krimineller wird. Ich setzt mich auch immer wieder dafür ein, dass man hier trennt. Der unterschied zwischen dem Muffin- und dem Babyfoto ist, dass auf dem einen ein Lebewesen zu sehen ist und auf dem anderen nicht.

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