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[Durchgespielt] To the Moon

Kürzlich habe ich ein kleines aber feines Indiespiel gespielt, dass ich euch dringend ans Herz legen möchte. To the Moon  gibt es bereits seit 2011, aber bisher ging es komplett an mir vorbei und weil ich glaube, dass das vielen so geht möchte ich das nun einen kleinen Teil dazu beitragen, dass sich das ändert.

Ganz beiläufig erwähnte mein Freund, dass er schon vor einer weile in einem Steamsale To the Moon gekauft hätte. Ich wusste nicht wovon erredete und sah mir einen Trailer an. Keine 10 Minuten war das Spiel installiert. (Das geht mit nur 70 MB Größe natürlich ruck zuck).

To the Moon To the Moon

Das Spiel ist das erste des unabhängigen Entwicklers Freebird Games und hat eine Laufzeit von 4,5 Stunden. Es ist also super Futter für einen Freitag Abend und ein tolles Spiel für zwischen durch. Neben der kurzen Laufzeit ist auch die Optik des Spiels etwas besonderes. Es handelt sich nämlich um ein 16-Bit-Pixelart-Game aus der Isoperspektive und sieht damit ein bisschen aus wie Klassiker a la Harvest Moon oder Secret of Mana. Erst hat es mich ein bisschen gestört, dass das Spielgeschehen nur einen Bruchteil meines großen Monitors ausgefüllt hat, aber ich wurde so schnell in die Geschichte und die Welt von To the Moon hinein gesogen, dass das schnell vergessen war.

Dr. Eva Rosalene und Dr. Neil Watts arbeiten für die Sigmund Corp. Ihre Aufgabe ist es sterbenden ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Einen Traum, den sie sich im verlauf ihres Lebens nicht selbst erfüllen konnten. Das ganze ist aber etwas komplizierter als es zunächst klingt. Ein Traum kann nicht auf Knopfdruck erfüllt werden. Rosalene und Watts müssen hierzu in die Vergangenheit der Sterbenden reisen um sein Leben so zu beeinflussen, dass der Wunsch erfüllt wird. Diesmal hat der Patient einen besonderen Wunsch; Er möchte zum Mond.

To the Moon

To the Moon ist kein anspruchsvolles Spiel. Hier wird niemand vor Schwierigkeiten gestellt. Es gibt keine Kämpfe, keine Rätsel. Es handelt sich hierbei eher um einen interaktives Buch mit wunderbaren Pixelkunstwerken. Eine Geschichte zum miterleben. Ich würde sagen, dass ist ein Spiel, dass auch jeder Spielen kann, der sonst eher kein/e Gamer/in ist. Das Game bietet eine wunderschöne emotionale Reise, die mir die Tränen in die Augen trieb.

Gestützt wird die herzerwärmende Geschichte von einem tief berührenden, stimmigen Soundtrack. Aber denkt jetzt nicht, dass es sich nur um einen Tränendrücker handelt. Ich habe oft auch herzhaft gelacht, denn Entwickler und Komponist Kan Gao hat einen richtig tollen Humor in das Spiel einfließen lassen und es gibt immer wieder Anspielungen auf Serien, Filme und andere Videogames. Rosalene und Watts haben eine phantastische Chemie und ihre Sticheleien sind oft zum Schießen.

To the Moon kostet gerade nur 1,59€ auf Steam. Also wenn ihr heute Abend nichts Besseres zu tun habt, empfehle ich euch zuzugreifen und ein paar wunderbare emotionale Stunden zu erleben.

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11 Comments

  1. Toller Post! Das Spiel versauert auch schon so lange in meiner Bibliothek, jetzt werde ich es auf jeden Fall mal auspacken! :)

  2. Ich sehr das immer im Elektronikmarkt für 3 € + Soundtrack. Bin auf jeden Fall wg. der Grafik interessiert – aber der Stil des interaktiven Buchs schreckt mich etwas ab. Werde es mir jetzt aber vermutlich doch mal holen. Du hast bei sowas ja immer ein ganz gutes Gespür.

  3. Dieses Spiel ist Liebe in jedem einzelnen Pixel

  4. Ich habe das Spiel vor längerer Zeit durchgespielt und es ist wirklich toll! :-)

    @Julian: Nichts ist abschreckend. ;-) Es ist eine schöne Geschichte die man erlebt. Probiers ruhig aus.

  5. Dieses Spiel ist wirklich eines der besten Spiele, die es überhaupt gibt. Es ist einfach so schön stimmig und hat eine tolle Story, die einen mitnimmt; glaubhafte Charaktere und auch Wendungen, Witz, Spannung und Tragik.
    Wirklich perfekt für einen Freitagabend.

  6. Als ich die Bilder sah, wurde ich sofort in meine Kindheit zu meinem geliebten Super Nintendo in die Spiele „Zelda“, „Terranigma“ und „Secret of Evermore“ versetzt. Hach…

    Do

  7. Sehr schöne Rezension ♥
    Das Spiel hat mein Freund neulich auch gespielt :)
    Ich hab dich mal bei Steam geaddet :P
    Grüsse ♥

  8. Schade, wieder nix für Linux, aber sieht schick aus! Erinnert mich etwas an Golden Sun, was ich damals(TM) auf dem Game Boy Advance spielte

  9. Neeeiiiiiiiiiiiiiiiin! Ich habe den günstigen Preis verpasst!
    So werde ich wohl warten müssen :(

  10. Habe das Spiel in der Tat schon in der Bibliothek liegen. Habe es glaube ich mal gewonnen. Die Tatsache „enthält keine Rätsel“ ist mir bisher etwas sauer aufgestoßen. Warum ein Spiel mit dieser Grafik „schauen“ wenn ich doch anstatt zu spielen einen Film schauen kann?

    • Chaosmacherin

      11. April 2016 at 9:28

      @Dennis, gute Frage. :D Die einzige Antwort die ich dazu habe ist: „Weil es eine wunderschöne Geschichte in hübscher Optik ist, die so nicht verfilmt wurde.“ :D Das heißt die Option Film bleibt dir hier nicht, wenn dich die Geschichte interessiert.

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