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Facebook Filmchallenge #2

Huch! Jetzt habe ich fast vergessen, dass ich ja die Filme aus unserer Filmchallenge auf Facebook immer vorstellen wollte. Seit der ersten Zusammenfassung sind bereits vier weitere Filme dazu gekommen.  Also verwschwende ich keine Zeit und will gleich erzählen. Was ich zuletzt so im Zuge der Challenge geschaut habe.

KW3 – Ein Film, der mindestens 50 Jahre alt ist:
Singin‘ in the Rain

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Singin‘ in the Rain ist so ein Klassiker, den ich ewig vor mir her geschoben habe und das macht einfach absolut keinen Sinn, denn ich liebe Musicals und hätte diesem kleinen Kultfilm schon viel früher eine Chance geben sollen. Ich hatte wirklich richtig viel Spaß und habe mich gewundert, dass der Humor eines Films aus den frühen 50ern noch immer so gut bei mir ankommt. Bei vielen alten Komödien ist es so, dass ich die noch ganz niedlich finde, aber so richtig Lachen kann ich darüber nicht.
Die Songs sind super und jeder Einzelne ist ein Highlight. Auch der Plot hat mir gut gefallen. Ich mag Filme, die sich mit dem Filmbusiness beschäftigen. Hier wird ein sehr ernstes Thema sehr Humorvoll aufgegriffen. Viele Schauspieler, die in Stummfilmen große Stars waren, verloren ihren Job, als der Tonfilm Einzug in Hollywood hielt, weil ihre Stimme nicht dem entsprach, was das Publikum wollte. Nicht wenige nahmen sich daraufhin das Leben. So duster sieht es in Singin‘ in the Rain glücklicherweise nicht aus.


KW4 – Ein Film zum Thema Queer/LGBT:
Freier Fall

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Auf Tumblr habe ich des öfteren Gifs von Freier Fall gesehen und in dieser Woche bot es sich an diesen Film einmal anzusehen. Das Regiedebut von Stephan Lacant ist ein guter Film, der allerdings so einige Faktoren hat, die mich sehr nerven. Allen voran geht es mir tierisch gegen den Strich, dass in diesem Film alle Figuren so tun als sei Bisexualität nicht existent. Der Protagonist, der bisher in einer glücklichen Beziehung mit einer Frau war, verliebt sich in einen Mann und muss dann jetzt wohl ab sofort schwul sein. Sogar Kay, der Geliebte des Protagonisten, der sonst ja ein ganz cleverer Kerl ist sagt an einer Stelle zu Marc, dem Protagonisten, „Gib doch endlich zu, dass du schwul bist!“ und ich denk mir nur so „WTF?“ nur weil einer Person jetzt eine Person des gleichen Geschlechts liebt, heißt das doch nicht, dass sie alle Personen des anderen Geschlechts, mit denen sie vorher in einer Beziehung war, nie geliebt hat? Das ist lächerlich… So!
Sonst war das aber insgesamt ein guckbarer Film, aus dem man aber sicher noch mehr hätte heraus holen können.


KW5 – Ein Film aus Asien:
I saw the Devil

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Bei I saw the Devil hatte ich immer ein bisschen Sorge, dass er mir zu brutal ist. Denn während ich als Jugendliche mit sowas einfach null Probleme hatte, bin ich da heute doch eher empfindlich. Ich bin also nicht abgestumpft, sondern verweichlicht. :D Und tatsächlich gab es zwei Szenen in denen ich wegschauen musste. Trotzdem bin ich froh diesen südkoreanischen Horror-Thriller gesehen zu haben. Ich hatte das fühl, dass dieser Film sehr westlich daher kommt, aber durch den etwas fremden, kulturellen Einfluss trotzdem frisch und neu ist. Keineswegs verbraucht. Ich wollte gerade schreiben „Es wundert mich, dass ich noch nichts über ein Remake gehört habe!“ glücklicherweise habe ich dann aber mal gegooglet und NATÜRLICH ist ein US-Remake des südkoreanischen Rachethrillers geplant… Hätte mich sonst auch sehr verwundert. Naja… jedenfalls sind die beiden Hauptdarsteller hier eine Wucht! Besonders Min-sik Choi, den man vielleicht schon aus Oldboy kennt, ist wieder spitze. Zuletzt hat er in Luc Bessons Lucy mitgewirkt, aber ich glaube auch er kann mich nicht dazu bringen diesen Film anzusehen. :D


KW6 – Ein Film von Billy Wilder:
Irma La Douce

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Ich habe jetzt schon eine Handvoll Wilder Filme gesehen und wirklich enttäuscht hat er mich nie. Mein Highlight ist Sunset Boulevard, aber auch seine Komödien mag ich gerne. Irma La Douce ist ein super Film, mit vielen bunten Figuren und einer niedlichen Geschichte. Natürlich wird hier – wie so oft – das Leben auf dem Strich romantisiert, aber wenn man darüber hinwegsehen kann, bekommt man eine süße, romantische Komödie mit einem witzigen Jack Lemmon und einer bezaubernden Shirley MacLaine. Ich bin etwas verwundert, dass nur etwas mehr als 1000 Nutzer auf Letterboxd diesem Film gesehen haben sollen, denn Wilder ist schließlich kein unbekannter Name. Von mir gibt es jedenfalls eine Empfehlung für den Film. :)

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1 Comment

  1. Ach ich hab die Filmchallenge schon total aus den Augen verloren, ich muss da demnächst mal mehr Disziplin zeigen. Du hast jetzt schon wieder so vielfältige Filme gesehen, das wollte ich ja eigentlich auch schaffen.

    Bei „Freier Fall“ stimme ich dir zu. Mir waren da auch die Nebenrollen zu stereotyp, aber wie du schreibst, durchaus guckbar. In der Woche konnte ich immerhin diesen Film auch abhaken :)

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