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Facebook Filmchallenge

In meiner Facebook Filmgruppe hat die Regina aka Rebecca aka Nintendo64 vorgeschlagen, dass wir mit dem neuen Jahr eine Filmchallenge starten. Der Vorschlag kam super an und ich werde auch versuchen mit zu machen. Jede Woche gibt es ein neues Thema, zu dem man einen Film sehen soll. Ich hab mir gedacht, ich erzähle hier in unregelmäßigen Abständen, welche Filme ich zu welchem Thema geschaut habe.

Kalenderwoche 1 – Ein Film von Iñárritu:
The Revenant

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Praktischer Weise konnte ich für das erste Thema gleich ins Kino stapfen. Iñárritu Filme und ich waren nie große Freunde, bis dann Birdman im Kino lief der nun zu meinen aller liebsten Filmen gehört. Dem entsprechend gespannt war ich nun auf The Revenant. Wir das eher wieder in Richtung Amores Perros gehen? Oder trifft er meinen Geschmack wieder genau so wie zuletzt mit Birdman. Und dann war auch noch Leonardo Dicaprio – mein Lieblingsschauspieler – mit von der Partie.

The Revenant ist ein sehr guter Film. Es hat nicht das was Birdman mir geben konnte, aber er ist auch längst nicht so langweilig wie ich die Filme vor Birdman empfunden habe. Das Alleinstellungsmerkmal des Films ist ohne jeden Zweifel seine Optik. Emmanuel Lubezki hat hier wieder ganze Arbeit geleistet und wenn er nicht den Oscar für dieses Meisterwerk bekommt, dann gehe ich auf die Barrikaden! Man könnte an einer beliebigen Stelle des Film auf Pause drücken, auf Print klicken und hätte ein mordsmäßig tolles Poster.
Alle Schauspieler leisten großes. Leonardo war super wie immer, aber in diesem Film, das muss ich gestehen, war Tom Hardy mein Held. Ich gönne Leo seinen Oscar und freue mich auch wirklich, wenn er denn endlich mal einen bekommt, aber in diesem Fall ist der Oscar für Hardy in der Nebenrolle wichtiger. Vielleicht ja beide? Wer weiß.

Inhaltlich ist Iñárritus Werk eine beeindruckende, aber kleine Geschichte, aus der amerikanische Folklore. Man hat den Inhalt noch ein bisschen erweitert, aber die Grundgeschichte bleibt die gleiche. Ohne den Cast und die großartigen Bilder von Lubezki wäre der Film wohl nicht mehr als ganz nett, aber als Gesamtpaket ein opulentes Meisterwerk.


Ein Film aus der französischen New Wave-Erä:
Die Mädchen von Rochefort

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Mit dem Thema konnte ich wenig anfangen. Französische Filme haben etwas an sich, dass mir einfach nicht zusagt. Selbst ein „Ziemlich beste Freunde“, der von vielen wirklich gefeiert wird, ist für mich nur ein ganz guter Film. Ich habe da immer mal wieder versucht was neues zu schauen, aber die Franzosen und ich, wie können einfach nicht miteinander.

Auf den Vorschlag von Oliver, meinem Co-Admin in der Gruppe, sah ich mir Die Mädchen von Rochefort an. Die ersten 30 Minuten wollte ich ihn verfluchen. Mich hat das ganze sooo gelangweilt. Dann aber, nahm das Musical Fahrt auf. Ich fing an das ganze eher als modernes Märchen zu sehen und langsam aber sicher wurden die Figuren, die alle auf der Suche nach ihrem Deckel sind sympathisch!

Auch die Musik war nicht mehr nervig, sondern „catchy“. Ich mochte, wie alle durch die strahlend weißen Straßen tanztem, als sei das halt wie man sich über die Straße bewegt. Die Optik des Films war purer Zucker.

Im Nachhinein habe ich gelesen, dass für die Filmaufnahmen 40.000 Quadratmeter Häuserfassaden neu gestrichen wurden in einem Weiß, mit Akzenten in Hellblau, Rosa, Türkis und Gelb. Und das sieht man! Auch die Kostüme der Kostümdesignerin Jacqueline Moreau waren hauptsächlich in Pastellfarben gehalten. Darum sieht der gesamte Film aus, wie aus einem Gus.


Wenn ihr an der Challenge teilnehmen wollt, tut euch keinen Zwang an. Tretet unserer Gruppe bei, oder guckt euch die Themenliste einfach auf Letterboxd an. Ich freu mich über euren Input :)

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2 Comments

  1. Französische Filme sind wirklich speziell. Ich bin mit Arte großgeworden und fühle mich in ihnen immer zuhause. Die Mädchen von Rochefort habe ich noch nicht gesehen, werde das aber ändern. Ich liebe übrigens „Der alte Mann und das Kind“, „Die Verachtung“ (Musik + Bilder sind toll) und „Mit den Waffen einer Frau“.

  2. Blöd, dass ich es nicht geschafft habe, einen Film zum 2.Thema zu sehen. Eigentlich wollte ich mir ja Filme aus der Bibliothek ausleihen, aber dann hats geregnet und… ja. Liegt vermutlich daran, dass französische Filme mich auch überhaupt nicht ansprechen. Da muss ich mir irgendwann anders mal nen ordentlichen Ruck geben.

    The Revenant schau ich hoffentlich diese Woche auch endlich ins Kino. Bin schon sehr gespannt. Die tolle Optik wurde ja mehrfach gelobt. Und auf Leonardo DiCaprio und Tom Hardy freue ich mich gleichermaßen, mag ich ja auch beide sehr :) Mal schauen, was bei den Oscars für die beiden raus springt.

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