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Chaosmacherin

[Hörspiel] Monster 1983

Vor ca. zwei Wochen surfte ich auf audible.de um mir ein neues Hörbuch auszusuchen. Die Zeit zwischen Necronomicon und dem nächsten Hörbuch habe ich mir mit ein paar Gratishörspielen und -Hörproben vertrieben. Unter anderem war da auch die erste Folge von Ivar Leon Mengers „Monster 1983“, die mich auf den ersten Schlag begeisterte. So aufwändig und gut produziert, da stand für mich fest, als nächstes hole ich mir die gesamte Staffel.

Ich habe die Geschichte nun zwei Mal durch gehört und mein Fangirling ist auch nach dem zweiten Hören nicht kleiner geworden. Im Gegenteil, mir sind so viele Dinge aufgefallen, die ich beim ersten durchhören überhört haben muss. Dadurch verliert die Geschichte nicht an Spannung.

Oregon, Sommer 1983 – eine Serie mysteriöser Todesfälle rüttelt das kleine Küstenstädtchen Harmony Bay aus seinem friedlichen Schlaf. Und Sheriff Cody, den es nach dem Tod seiner Frau dorthin verschlagen hat, wird bereits kurz nach seiner Ankunft zur Pflicht gerufen, denn es geschehen merkwürdige Dinge: Ein Gefangenentransport zerschellt an einer Klippe – die beiden Fahrer liegen tot im Führerhaus, von dem Gefangenen fehlt jede Spur. Ein Mann, der vorgibt, von der Regierung zu sein, übernimmt den Fall. Gleichzeitig klopft ein mysteriöser Fremder an die Türen der Einwohner und verteilt Kugelschreiber. Und als Doc Schulz zwei weitere Todesfälle untersucht, macht er eine schreckliche Entdeckung. Bald wird klar: Hinter der idyllischen Fassade der kleinen Stadt – lauert etwas Böses…

Quelle: audible.de

Ich war schon immer ein Fan von Hörspielen. Als ich als Jugendliche dann John Sinclair entdeckte hatte ich das Gefühl eine komplett neuen Welt zu entdecken. Hörspiele für Erwachsene! Wie mich das damals beeindruckte kann ich heute gar nicht mehr beschreiben. John Sinclair war für mich bis Dato das Maß aller Hörspiele, nichts konnte das für mich übertreffen. Aber nun habe ich ein neues Maß. Ivar Leon Mengers „Monster 1983“!

Monster1983_Manuskript

Ähnlich wie bei John Sinclair Hörspielen, trifft sich hier die crème de la crème der deutschen Sprecher. David Nathan (Stimmer von Johnny Depp & Christian Bale), Luise Helm (u.a. Scarlett Johansson, Megan Fox), Udo Schenk (u.a. Ralph Fiennes, Gary Oldman) und viele andere ganz tolle Stimmen sind in Mengers Geschichte zu hören. Alle leisten einen ausgezeichneten Job und neben dem guten Buch sorgen auch die Charaktere dafür, dass sich Harmony Bay einfach echt anfühlt. Meine Favoritin war Luisa Wietzorek. Sie spricht Flower. Diese Rolle ist eigentlich ziemlich klein, aber ich fand die Teenagerin so liebenswert, dass ich sie am liebsten in den Arm nehmen wollte. :D

Großer Dank gilt neben Menger natürlich auch seinen Co-Autoren Raimon Weber und Anette Strohmeyer.

Autorenbande_klein

Die Geschichte lässt sich den Genres Mystery, Horror und Thriller einordnen. Entsprechend spannend ist das ganze auch. Alles fühlt sich ein bisschen nach Steven King mit einer Priese Twin Peaks und einem Hauch Alan Wake. Trotzdem ist es neu und spannend und überhaupt nicht abgegriffen. Die Fahrten zur Arbeit und zurück waren mit diesem Hörbuch ein echter Genuss.

Das Setting der frühen 80er ist ist klasse und tauch immer mal wieder in Erscheinung. Trends des Jahres 1983 werden immer wieder aufgegriffen sei es die Erwähnung eines Films, der in diesem Jahr aktuell war oder der aktuell beliebteste Softdrink. Die Zeitreise ist eine perfekte Illusion.

Erst vor wenigen Tagen hat Menger von Audible das „Go“ für eine zweite Staffel des Gruselhörspiels bekommen. Das ist auch bitter nötig, denn die erste Staffel lässt noch viele Fragen offen. Auf die Antworten müssen Fans der Reihe aber noch eine weile Warten. Menger selbst geht von mindestens einem Jahr aus. Bis dahin werde ich sicher noch das eine oder andere Mal in die Welt von Hamony Bay eingetaucht sein.

Monster1983_Staffel2

Ich kann an diesem Hörspielt einfach nichts bemängeln. Technisch und Inhaltlich stimmt hier einfach alles. Von mir eine absolute hör Empfehlung! Ich bin so gespannt wie es weiter geht!

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4 Comments

  1. Menger ist eh ein Genie. Auch seine anderen Produktionen sind empfehlenswert. Plan B ist super z.B.

    Wenn Dich so etwas begeistert, hör die die ersten drei Folgen von Gabriel Burns an, Du wirst danach weiterhören wollen :-)
    Do

    • Chaosmacherin

      8. Dezember 2015 at 13:16

      @Heuni, ich kenne Gabriel Burns schon :D Das wurde mir aber irgendwann zu abgedreht und dann hab ich aufgehört. Find’s schade, weil Experiment Stille und Nebelsee waren so ziemlich das gruseligste, das ich je gehört habe.

  2. Danke, ich hätte nicht besser schreiben können, wie sehr ich es auch genossen habe. Für meinen (im April 10 Jahre alt werdenden) Podcast GassiPods gehe ich üblicherweise immer nachts mit Hund und Ohrmikrofonen in den dunklen Wald und man die Hörer bekommen später durch den Stereoeffekt hautnah die Atmosphäre mit, zumindest, wenn sie Kopfhörer benutzen.

    Bin ich aber selbst nicht kreativ (also meistens), höre ich dabei Hörbücher und am liebsten Hörspiele. Gabriel Burns stand ganz oben auf der Gänsehautliste und ich habe es geliebt, ohne Stirnlampe, manchmal auch bei Schnee in die Geschichten einzutauchen.

    Dann kam der Darksidepark und ich fand es bis etwa Folge 9 irgendwie interessant, aber insgesamt enttäuschend, weil ich nicht mehr an einen rationalen Zusammenhang der sehr seltsamen Episoden glaubte. Welch ein Geniestreich und Überraschung, als ich dann schließlich mit der letzten Folge durch war!

    Demzufolge habe ich auch gar nicht gezögert, als ich auf facebook und in der Audible-App von „Monster 1983“ las. Die Audioqualität, die Effekte und dieses akustische Zeitzeugnis der 80er haben mich sofort begeistert (und ja, auch ich habe mich in den Charme der Stimme von Flower verliebt – man sieht förmlich ihr verlegenes Lächeln, wenn sie spricht).

    Nun werde ich geduldig bis zum nächsten Winter warten und stelle gerade fest, dass es schon wieder 9 Folgen von Gabriel Burns gibt, die ich noch nicht gehört habe. :O)

    Also – nochmals vielen Dank für den Blogartikel. Mein Kommentar ist bewusst etwas länger, denn aus 10 Jahren Erfahrung als Podcaster und (ein wenig) Blogger weiß ich , dass man viele Hörer und Leser hat, aber nur ganz wenige, die auch einmal kommentieren oder Feedback geben… :O)

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