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Barfuß ins Glück (2014)

Als ich Til Schweigers Barfuss* zum ersten mal sah war ich in einer seltsamen emotionalen Verfassung. Als der Film vorbei war, war meine Flasche Wein leer uns ich heulte wie ein Schlusshund. Gleich danach sah ich den Film noch einmal an. Er hat mich einfach auf dem richtigen Fuss erwicht. Pun intended. Gestern entdeckte ich, dass es tatsächlich ein Hollywood-Remake zum Film gibt und ich musste ihn sehen, auch wenn ich wusste, dass es vermutlich nicht besonders gut sein wird.

Jay ist Hausmeister in einer Anstallt. Dort lernt er die kindliche Daisy kennen, die von ihrer Mutter stets zuhause eingesperrt wurde. Als Daisy ihm eines Abends nachläuft und nicht mehr zurück will, nutz Jay die Situation für sich und beschießt das hübsche Mädchen zur Hochzeit seines Bruders mit zu nehmen und sie als seine Freundin auszugeben. Er will seinen Eltern endlich beweisen, dass er kein totaler Looser ist.

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Ich war mir sicher, dass der Film total doof sein würde, besonders, weil Barfuss und ich eben eine Vorgeschichte haben. Barfuß ins Glück* ist kein besonders toller Film. Aber er ist auch nicht so furchtbar wie ich befürchtet hatte. Mit Scott Speedman haben sie sogar einen Kerl gecastet, der dem Typ von Til Schweiger sehr ähnelt. Trotzdem ist Til der überzeugendere Looser mit Arschlochattitüde. Evan Rachel Wood ist bezaubernd, ich mag sie sehr sehr gerne, aber sie kann nicht mit der großartigen Johanna Wokalek mithalten. Ich nehme ihr diese unschuldige etwas zurückgebliebene Frau einfach mehr ab.

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Für die Handlung wurden nur wenige Dinge geändert. Grundsätzlich sind Barfuss und Barfuß ins Glück sich sehr ähnlich. Trotzdem ist Barfuss insgesamt stimmiger. Rom-Com Fans kommen beim Remake sicher auf ihre Kosten. Für alle anderen ist es mehr so… okaaay. Und für mich ist es ein unnötiges Remake.

Welche Remakes fandest ihr besonders unnötig oder doof? Gibt es auch ein Remake, das ihr sehr gerne mochtest? Und gibt es einen Film von dem gerne ein Remake sehen würdet?

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3 Comments

  1. Es gibt echt ein Remake von „Barfuß“? o.O
    „Barfuß“ ist einer der wenigen Filme in dieser Richtung, die mir wirklich gefallen haben, obwohl das normalerweise gar nicht mein Beuteschema bei Filmen ist.
    Die Rezi zum Remake wirkt, als hätte Hollywood nicht ganz verstanden, worum es im Original wirklich ging und was das Original ausgemacht hat. EIn Film ist oft mehr als seine Rahmenhandlung.

  2. Mir ging es so beim Remake von „So finster die Nacht“ – ein unglaublich guter Film und auch wenn ich Chloe Moretz sehr sehr gern mag, war „Let me in“ irgendwie nicht ganz so mein Fall.

  3. Unnötige Remakes? 21 Jump Street, Starsky und Hutch und so weiter. In „Ein Duke kommt selten alleine“ bin ich damals rein, um mich in Nostalgie zu baden, weil ich die Serie in den 80ern gerne gesehen habe und wurde völlig enttäuscht, weil es nichts anderes als eine schlechte Komödie war, die in den Medien als Remake verkauft wurde. Darum meide ich Remakes von Serienklassikern, wie der Teufel das Weihwasser.

    Total Recall fand ich als Remake gut auch, wenn mir das Trashige des Originals fehlte.

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