Kategorien

Chaosmacherin

[Buchtipp] Audiobearbeitung mit Audacity für Kids

Vor einem Jahr habe ich meinen Blog wiederbelebt. Davor habe ich einige Monate Youtube Videos gemacht und meinen Blog links liegen gelassen. Für die Youtube Videos habe ich mich ein bisschen mit dem Audioeditor und -rekorder Audacity auseinander gesetzt. Ich habe gelernt wie man rauschen entfernt und wie man Tonspuren schneidet. Zu mehr hat es aber nie gereicht. Seit ich ich mein geliebtes MC-Digitalisier-Gerät habe, muss ich wieder regelmäßig mit Audacity arbeiten und da kam es mir ganz gelegen, dass ich ein Rezensionsexemplar von Audiobearbeitung mit Audacity für Kids* angeboten bekam.

Wenn ich etwas neues lernen will versuche ich es in der Regel mit Videotutorials. Meistens wird da aber sehr um den heißen Brei geredet und ich habe nicht die Möglichkeit zu den interessanten Stellen zu kommen, weil ich nicht weiß wo genau diese sich befinden. Bei einem Buch ist das ganze natürlich weit klassischer und ein Inhaltsverzeichnis kann auch in unserer modernen Zeit noch so hilfreich sein! :D

Brigitte Hagedorn, die Autorin des Buchs, hat den dreh raus Kindern und Jugendlichen verständlich zu erklären was zu tun ist, ohne das diese sich total bemuttert fühlen. Und ganz ehrlich, auch für mich als junge Erwachsene funktionieren die Erklärungen super. Einfache Erklärungen schaden nämlich auchc Erwachsenen nicht. Die beigefügten Screenshots sind qualitativ gut, hilfreich und sorgen dafür, dass auch das letzte Unverständnis verschwindet. Besonders gut finde ich die vielen Sicherheitstipps, die Frau Hegeborn den Kids mit auf den Weg gibt. Zum Beispiel, dass ein Downloadbutton nicht immer der richtige Weg zur gewünschten Datei ist und wie ein recht sicheres Passwort erstellt werden kann.

audacity_02

Aber nicht nur die Sicherheitstipps fand ich klasse. Es gibt auch einige Tipps jenseits der Software.  Zum Beispiel, wie man sich aus einer Nylonstrumpfhose und einem Kleiderbügel aus Draht, einen eigenen Pop-Schutz bastelt. Das hätte ich mal wissen sollen als ich mein erstes Video mir Stimme aus dem Off gedreht habe. ^_^

audacity_03

Der Fokus des Buchs liegt auf dem selbstständigen erstellen von Hörspielen oder Interviews. Hagedorn gibt gute Tipps für Sprechübungen und vor allem auch für Internetseiten die beim erstellen der Audiodateien hilfreich sein können. Seiten für lizensfreie Musik oder Sounds werden aufgelistet und detailliert beschrieben zum Beispiel.

Leider konnten mir die Illustrationen der beiden Sympathieträger nicht so sehr gefallen. Wenn ich das richtig sehe gehören der brünette Junge und das pink haarige Mädchen zu der Reihe „für Kids“ vom mitp-Verlag und werden immer von anderen Illustratoren gestaltet. Das ist zwar meckern auf hohem Niveau aber ich fände es klasse wenn die beiden konstant gleich gezeichnet wären. Zum Beispiel wie auf dem Titelblatt des Buchs. Da ist die Qualität deutlich höher als bei den Dekoelementen im Buch selbst.

audacity_04

Für interessierte bietet der Verlag eine Leseprobe an und auch das digitale Übungs- und Begleitmaterial hat man mit einem Klick auf dem eigenen Rechner.

Habt ihr auch schon einmal daran gedacht ein Hörspiel aufzunehmen? Meine Schwester und ich hatten die Idee schon früh. Damals allerdings noch mit Hilfe eines Kassettenrekorder mit integriertem Mikrophon. Es gibt dazu sogar noch ein kleines Relikt der Vergangenheit: Maus und Bär beim Zahnarzt.

* Info: Alle Amazonlinks in diesem Artikel wurden mit AmazonPartnerNet generiert. Das bedeutet, dass ich, wenn ihr eines der Produkte über meinen Link kauft, einen Bruchteil des Preises überschrieben bekomme. Wenn ihr das nicht wünscht, ruft Amazon einfach über die gewohnte URL auf und sucht das Produkt manuell.
Diesen Post teilen:

3 Comments

  1. Die „für Kids“ Bücher kenne ich noch aus den 90ern. Gab’s damals mit Disketten und für Word und eine Art Basic-Programmiersprache. Allerdings wurde man damals noch von Harry Hopps, einem Hasen, instruiert.

    Poppschutz: Bringt kaum was. Wenn man einen kauft, gibt es wirkungsvolle auch erst ab 40 €. Was aber funktioniert: Das Mikrofon leicht schräg aufstellen (also das es senkrecht steht, aber eben angewinkelt ist) und über dem Mund hängt. D.h. du sprichst daran vorbei. Funktioniert aber nur mit bestimmten Modellen (z.B. Großmembrand). Mindert erfahrungsgemäß die Plosive ab, wobei ich immer mit 15-20 cm Abstand aufnehme (ich verwende allerdings auch ne Menge EQ, weil mein Bass in der Stimme recht hoch ausfällt ).

  2. Grüß Dich, Sumi.
    Was den Epigonen der Digitalitis, wie ein Sakrileg, nie über die Lippen kommen würde, bleibt die Realität: Ein Buch versteht nach wie vor Dinge zu erklären; Du merkst ja auch den Nachteil der How-to-Videos an, wenn man/frau an jemanden gerät, der sich gerne sprechen hört.

    Stimmt, etwas erklären zu können ist ein kleines Talent – nahezu jeder riskierte Blick in eine Bedienungsanleitung läßt einen ja an den Grundsätzen der Sprache wie der Logik zweifeln! :-)

    Es bleibt doch immer wieder überraschend, wie seltsam sich die eigene Stimme in der Aufnahme anhört; möchter man/frau zunächst garnicht glauben; jetzt abgesehen davon, daß Reden auch gelernt sein will. Ein treffliches Thema, das die Autorin anspricht.

    bonté

  3. Wir benutzen momentan auch Audacity für unsere Podcasts und sind sehr zufrieden damit. Das Buch werde ich mir mal anschauen /Ju

Schreibe einen Kommentar

Deine Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2017 Chaosmacherin

Based on "Wilson" by Anders NorenUp ↑