Kategorien

Chaosmacherin

[Blogparade] Was, wenn Morgen dein letzter Tag wäre?

„Nutze jeden Tag als wäre es dein letzter!“ wie oft hat man das gehört? Da steckt natürlich ein wahrer Kern drin, aber ich habe das inzwischen so oft gehört, dass es irgendwie wie eine leere Floskel wirkt. Und jetzt mal Hand aufs Herz, wer kann sich schon leisten jeden Tag zu leben als wäre es der letzte? Anders wäre das, wenn man wüsste das es wirklich der letzte ist… Da könnte man dann entscheiden: Wie soll dieser Tag aussehen? Nicole wirft diese Frage in den Raum und das hier ist meine Antwort.

An meinem letzten Tag würde ich sicher nicht arbeiten gehen. Soviel steht fest. Aber alles andere ist für mich irgendwie utopisch. Ich könnte nicht mal eben spontan nach Japan reisen obwohl ich das Land gerne einmal gesehen hätte… Ich bekomme auf die schnelle auch nirgendwo Kugelfisch her, den ich so gern mal probieren würde. Dabei würde sich der letzte Tag dafür doch total anbieten! Denn ob ich dann durch die gefährliche Delikatesse sterbe oder nicht macht nur einen Unterschied von wenigen Stunden.

Reisen und exotisches Essen fällt also aus…

Weil ich keine Kinder habe müsste ich auch niemandem etwas hinterlassen und würde vielleicht mein ganzes Geld dafür ausgeben Essen liefern zu lassen. Chinesisch, Italienisch, alles was ich für mein Geld bekommen könnte. Dann würde ich ausgewählte Freunde einladen und mit ihnen einen Filmmarathon machen. Und diesmal darf ich alles aussuchen und auch mein Freund würde es wohl nicht übers Herz bringen mit einen Filmwunsch auszuschlagen. :D

Ich würde einen Haufen Kultfilme sehen, die ich immer sehen wollte und wenn ich sie gerade nicht da hätte würde ich sie – ausnahmsweise – mal streamen. Ich bin schließlich eine sterbende Frau, wer kann mir das dann schon übel Nehmen. Und das schlechte Gewissen hält dann ja auch nur für einen Tag. Danach merke ich davon nichts mehr.

Und so würde ich also meinen letzten Tag so verbringen, dass er für andere sicher langweilig wäre. Aber das ist was ich wollen würde. :)

Wie würdet ihr diesen Tag verbringen? Findet ihr meine Vorstellungen vom letzten Tag irgendwie seltsam? Oder könnt ihr das nachvollziehen?

Diesen Post teilen:

9 Comments

  1. Eigentlich ein unangenehmes Szenario, oder? Ich würde sicherlich auch nicht arbeiten gehen, würde mir einfach einen schönen Tag mit meiner Familie machen, was leckeres essen. Ich würde das glaube ich gar nicht so auf Biegen und Brechen zu einem unvergesslichen Tag machen. Alles wie immer. Was ich bis dahin verpasst habe, hole ich dann auch nicht mehr nach….
    Meine Einstellung klingt wahrscheinlich komisch.

  2. Jassu, Sumi.
    Zum Glück für die Menschheit wissen wir in der Regel nicht, wann unser jeweils letztes Stündlein geschlagen haben wird. Wäre irgendwie fatal für alle Beteiligten. Einzelne, die den Freitod wählen oder zu einer bestimmten Zeit hingerichtet werden, knappsen auch ordentlich daran.
    So besehen denke ich nicht, daß sich dieses unheilvolle Wissen nicht vor den 24 Stunden davor ausblenden ließe.
    Die einschlägige Endzeit-Literatur ist bis Unterkante Oberkante abgefüllt mit Orgien – jetzt auch keine erquickliche Alternative… :-)

    Bleibt die Einsicht, daß der Tod eine extrem finale Angelegenheit ist – man/frau sich davor (!) im klaren darüber gewesen sein sollte, ein annehmbares Leben gehabt zu haben.

    „Es liegt wohl definitiv am Erkennen des ultimaten Charakters des Exitus, daß es Religionen überhaupt zur Existenz gebracht haben.“
    (Jocelyn Cupinpaire)

    bonté

  3. Also ich kann es nachvollziehen, mein letzter Tag sähe fast genauso aus. Ich würde noch Bungejumping (ka wie man das richtig schreibt ^^) hinzufügen. :)

  4. Sehr interessante und irgendwie schlimme Frage zugleich. Es gibt immerhin viele Leute, die sich diese Frage aufgrund von schlimmen Krankheiten ebenfalls stellen :(
    Wenn morgen mein letzter Tag wäre, würde ich ihn mit meiner Familie und meinem Freund genießen. Einfach die Zeit zusammen verbringen. Und vor allem meine Omi und meinen Opi würde ich ganz doll umarmen!

    Liebe Grüße an Dich <3
    Mareike ♥

  5. Ich glaube es wäre für mich der schlimmste Albtraum, wenn ich wüsste, wann meine letzte Stunde schlagen würde.

    Vermutlich würde ich vieles genauso machen wie du… Essen bestellen, Film- und Serienabend mit Filmen / Serien die ich aussuchen darf und ich würde die letzten Stunden gemeinsam mit meinem Freund und unseren Katzen verbringen. Reisen würde auf die Schnelle auch bei mir nicht funktionieren und exotisches Essen steht gar nicht auf meiner Wishlist :D

    Grüsse ♥

  6. Hallo Sumi :-)
    Danke, dass du an meiner Blog-Parade teilgenommen hast :-) Dein letzter Tag klingt sehr gemütlich und durchaus lebenswert :-)
    Ich wünsche dir einen glücklichen Tag.
    Liebe Grüsse,
    Nicole

  7. Liebe Mareike,

    ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen und denke, ich würde meinen letzten Tag ebenfalls mit für andere vermutlich banalen Dingen verbringen: meinen Garten versorgen, baden, lesen, kuscheln, meine Lieblingsgerichte essen … Das hätte auf mich – hoffentlich – einen beruhigenden Charakter angesichts des letzten großen Abenteuers …

    Herzliche Grüße

    Sissi

  8. Ich finde es schön, dass du dir ernsthaft Gedanken über ein nicht so schönes Thema gemacht hast. Und auch realistische Vorstellungen hast. Klar wäre eine Reise nach Japan toll aber eben nicht umsetzbar.
    Ich glaube ich würde all mein Geld für Essen und Party Krams ausgeben. Alle Freunde einladen, Menschen die ich gerne habe und eine riesige epische Party feiern. Mit Glitzer und Seifenblasenmaschinen, einem riesigen Buffet, Luftballons, die man dann am Ende mit einem kitschigen Schildchen in den Himmel aufsteigen lässt, einer riesigen Torte, oder lieber doch 5 riesigen Torten, wenn schon denn schon. Lauter Musik und nur die Musik, die ich mag : D Einer Fotowand, wo viel Deko Zeug steht, was man benutzen kann für die Bilder und die Bilder, die man dort macht werden in den Himmel gestrahlt mit einem Projektor : D Gar nicht größenwahnsinnig, nein x D
    Eine Nebelmaschine wäre auch toll : )
    Süße Grüße
    Alison

  9. Ab und zu mache ich mir ähnliche Gedanken. Aber an einem einzigen Tag kann man nicht viel nachholen. Ich finde es eher wichtig, dass man sich im Klaren ist, dass das Leben plötzlich vorbei sein kann, und dann man ab und zu einfach mal darüber reflektiert, was man eigentlich so macht in seinem Alltag, und ob dies sinnvoll, wertvoll und erfüllend ist. Das kann auch mit der Arbeit funktionieren. Ich denke, genau darauf zielt auch dieser oft gesagte Satz aus. So kann man bewusster werden in der eigenen Lebensplanung um ein wirklich erfülltes Dasein zu führen, wenn man sich seiner eigenen Wünsche und Bedürfnisse bewusst ist und einiges danach ausrichtet. Es gibt Menschen, die erst im Alter bemerken, was sie eigentlich anders gemacht haben sollten, dann ist es eben etwas spät…

Schreibe einen Kommentar

Deine Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2017 Chaosmacherin

Based on "Wilson" by Anders NorenUp ↑