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Meine persönlichen Disneymomente

Vor einiger Zeit las ich auf der deutschen Fanpage von Disney die Frage „Was ist dein persönlicher Disneymoment?“. Ich habe dann wirklich ein bisschen darüber Nachgedacht und festgestellt, dass diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten ist. Disney ist in meiner Kindheit allgegenwärtig gewesen. Meine Schwester und meine Cousine haben ständig Disneyfilme geguckt, mit Disney-Barbies gespielt oder irgendetwas anderes getan, dass irgendwie mit Disney zu tun hatte. Ich habe einmal die einschlägigsten Erinnerungen gesammelt und zusammen gefasst.

Ich darf nicht bei „Oliver & Co“ mit singen.

oliver_and_company-20Ich habe die meisten Disneyfilme rauf und runtergeguckt und konnte wirklich fast alle auswendig  mit singen und sprechen. Oliver & Co war einer der Filme, die ich seltener sah und deshalb fiel es mir hier nicht ganz so leicht alle Lieder fehlerfrei mitzusingen. Versucht habe ich es trotzdem, zum Leid meiner Cousine, denn was da raus kam war wirklich alles andere als textsicher. Das muss sie so richtig genervt haben, denn einmal, als ich bei ihr übernachtete verbot sie mir bei Oliver & Co mitzusingen. Da war ich dann sehr traurig! Ich wette meine Cousine weiß das heute gar nicht mehr.  :laugh:


 Verwünscht sorgte fast für einen Mordfall

verwünscht2Als ich gerade mit dem Abitur angefangen hatte habe ich viele neue Freundschaften geschlossen. Leider war keiner von diesen Freunden ein wirklicher Disneyfan. Das hat mich aber nicht aufgehalten sie zu bitten mich in die Kinovorstellung von Verwünscht zu bitten. Eigentlich glaube ich, dass sie Alle wussten, dass es sich um einen Disneyfilm handelte aber ich vermute, dass sie eher einen Fluch der Karibik erwarteten. :lol: Spätestens als Giselle dann „Wie zeigst du deine Liebe“ sang beugten sich alle zu mir und flüsterten Dinge wie „Ich bring dich um!“. Lustig wars trotzdem und ich liebe den Film! ^_^


Erwachsene verstehen Disney manchmal noch besser

Meeko6Das ist wohl einer meiner frischesten Disneymomente. Im Sommer 2013 übernachteten meine Freundinnen Judith und Anna bei mir und wie sahen Pocahontas. Fröhlich sangen wir mit und freuten uns – zumindest Judith und ich – und als dann der Song „Was das nächste Ufer bringt“ lief wurden Judith und ich ganz traurig, weil der Text dieses Liedes irgendwie auf Erwachsene noch viel eher zutrifft als auf Kinder. Nimmt man den einfachen Weg, den alle von einem erwarten oder soll es lieber der riskante sein der aber vielleicht viele Abenteuer birgt. Welcher Weg ist der richtige?


Popkornattacke im Kino

w964Im Winter 1996 war ich mit meiner Mama, meiner Schwester, zwei meiner Coisinen und einer Freundin meiner Cousine im Kino. Wir sahen Der Glöckner von Notre Dame. Ein paar Reihen hinter uns saßen zwei jugendliche Mädels, die sich einen spaß daraus machten ihr Popcorn über die Sitze auf uns warfen. Wir dachten zunächst, dass sie aufhören, wenn wir sie ignorierte. Taten sie aber nicht. Die Freundin meiner Cousine explodierte. Sie sprang auf und schrie die beiden Mädels mitten im Film an. Sie seien repektlos und sollen einfach nur in Ruhe den Film sehen. Danach gab’s im Kino keinen Mucks mehr und auch kein Popcorn in den Haaren. Diese Freundin ist inzwischen Lehrerin. :smile:


Martinas aufgeschürfte Knie

tumblr_inline_myyvy8lgrg1ql5oorMeine Cousine Martina, meine Schwester und ich haben früher sehr gerne „Vorsingen“ gespielt. Das war so eine art Mini Playback Show nur für uns. Jeder durfte ein Lied seiner Wahl performen. Von Backstreet Boys über die Ärzte bishin zu Disney Soundtracks war alles dabei. Einmal führte Martina für uns „Kuntebunter Tag“ aus der Glöckner von Notre Dame vor und wollte uns mit ihrer Aufführung besonders beeindrucken. Sie imitierte Clopin und wollte auf den Knien auf uns zu rutschen. Dabei hat sie Leider nicht bedacht, dass das in kurzer Hose auf Teppischboder ziemlich weh tun kann. Martina hatte blutige Knie, aber lustig fand sie es trotzdem.


Nicht nur gute Erinnerungen

simbasadIch verbinde – anders als viele Andere – nicht nur gute erinnerungen mit Disney. Die Schlimmste von allen hängt zusammen mir Der König der Löwen. Für viele ist Der König der Löwen – gleich neben Bambi – der traurigste Disneyfilm überaupt. Bei mir ist diese Traurigkeit aber auf einem ganz anderen Level. Ich war 6 Jahre alt, als ich meinen ersten Kinofilm, Der König der Löwen, sah. Als ich mit meiner Tante, meiner Cousine und meiner Schwester aus dem Kino kam sagte mein Vater mir, dass mein Bruder tot sei. (Er war krank und die Ärzte hatten ihm nur wenige Jahre gegeben). Darum verbinde ich diesen Film für immer mit dem Tod meines Bruders. Meine Mama hat es bis heute nicht über’s Herz gebracht ihn zusehen.

Habt ihr auch ganz persönliche Disneymomente? Erzählt mir doch gerne von euren!

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10 Comments

  1. Da hast du wirklich ein paar besondere Erinnerungen zusammen getragen. Von den lustigen bis zu den sehr traurigen, emotionalen Erinnerungen.
    Obwohl auch für mich Disney in der Kindheit sehr präsent war, würde mir spontan kein solcher „Disneymoment“ einfallen, ich glaube darüber muss ich nochmal in Ruhe nachdenken :)

  2. Ach Disney <3

    Einer meiner besten freunde ist ein ebensolcher Disneyfan wie ich und wir bekommen BEIDE Singverbot. Es gilt leider immer – weil wir einfach auch mal spontan anfangen, zusammen hakuna matata zu singen ;)

    Ach, König der Löwen… Bei mir hängt er mit dem Tod meines Vaters zusammen. Aber ich liebe den Film.

  3. Letztens hab ich erst wieder festgestellt, dass ich ja so gar kein Disney-Kind bin. Die Filme hab ich nie gezielt geguckt, hatte auch keine Soundtracks oder so. Viele Filme hab ich bis heute nicht geguckt – aber jetzt auch nicht wirklich absichtlich. Obwohl es mir oft auch zu viel Gesinge und Harmonie ist :P Meine Nichten stehen voll auf Frozen und singen und tanzen das bei *jeder* Gelegenheit :D

    Man darf es glaub ich auch gar nicht laut sagen, aber Frozen hab ich auch noch nicht gesehen. (Mach ich aber noch!). „Rapunzel“ fand ich aber auch super. Die neueren Filme gefallen mir schon besser.

    Hängengeblieben ist aber Dumbo. Der wurde jedes Jahr auf dem Kindergeburtstag einer Freundin geguckt. Die Szene mit den rosa Elefanten fand ich immer ganz furchtbar! Und traurig war der auch.

    Und übrigens: http://www.listchallenges.com/disney-movies

  4. Wie hab ich mich gerade gefreut dass du unseren „Pocahontas Moment“ mit in deine Sammlung aufgenommen hast! ^.^ auch wenn „ganz traurig“ in meinem Fall heißt. dass ich neben euch saß und bitterlich geschluchzt habe! Zumindest in meiner Erinnerung: Haha.
    Und hier sind zwei meiner besonderen Disney-Momente für dich:
    1989 kam „Arielle…“ ins Kino und meine Patentante wollte mir zu meinem Geburtstag eine besondere Freude machen und mich in meinen ersten Kinofilm einladen. Leider war ich erst 3/4 Jahre alt und schon die Größe des Kinosaals und die riesige Leinwand haben mich völlig überfordert! Als dann auch noch die böse Meeres-Hexe Ursula auftauchte war bei mir alles vorbei: meine Tante heißt auch Ursula… mit einer heulenden Judith unterm Arm musste sie das Kino verlassen und Arielle habe ich bis heute höchstens 2 mal gesehen. Mein erster Kinofilm: ein traumatisches Erlebnis.
    Dumbo: einer der Disneyfilme, die ich als Kind sicherlich häufiger gesehen habe nachdem man ihn damals aus dem Fernsehen auf Kassette aufnehmen konnte. Zu Beginn des Films gibt es eine Sequenz in der die kleine Lock die schweren Anhänger mit den Zirkustieren darin einen Berg hochziehen muss, wobei sie in der deutschen Version keucht „Ich schaff es noch, ich schaff es noch, ich schaff es noch…“ Fahrrad fahren war immer eine tolle Sache, sobald man endlich die Stützräder los war und nicht unbedingt mit Gegenwind einen Berg hochfahren musste. Und wenn das dann im eigentlich platten Köln doch mal passierte, heulte ich meinem Papa natürlich die Ohren voll. „Ich kann das nicht, das ist zu schwer, ich schiebe jetzt, ich will nicht, wann sind wir da, wäh!“ Papa kam nach ein paar Berg-verweigerer Momenten jedenfalls auf die Idee die kleine Lock aus dem Disneyfilm für meine Motivation zu verwenden und schlug vor beim Pedale-strampeln, genau wie die Lock, dabei laut zu sagen „Ich schaff es noch, ich schaff es noch, ich schaff es noch…“ Und ich sage euch: das hilft bis heute! ^.^

  5. ..NEIN, das wusst´ich wirklich nimmer, dass ich Dir das singen verboten habe :-/
    Dann möchte ich mich HEUTE für dieses törischte, taktlose Verhalten zutiefst entschuldigen :( Das war ziemlich unfreundlich meinerseits.
    Aber mit König der Löwen hast Du mir dann (heut zum 2ten Mal) die Tränen in die Augen getrieben.
    Das war eine verdammt schwere Zeit. Aber ich finde immer, war vielleicht ganz gut dass wir für den Mom abgelenkt waren..
    Mit Pocahontas bin ich glaub ich damals in die (vor)Pubertät gekommen. ich wollt so sein wie sie <3
    Vorallem standhaft, mal bei einer Meinung bleiben. Fällt mir ab & an heute noch schwer.

    Jedoch wurd mir heut irgendwie mei zweites Leben geschenkt, und da ist sowas alles nicht so schlimm :)

    `Lieb Dich! :-*

  6. Ich habe Oliver & Co. nur ein einziges Mal gesehen. Mich hat’s das Herz zerrissen, als niemand den Oliver adoptieren wollte und ich habe als Kind darüber geheult. („Waruuuuum? Er ist doch so niedlich!!!). Ich habe zwar in der Zwischenzeit mal die DVD besorgt, aber ich bring’s mir noch nicht übers Herz irgendwie… :(

  7. @Judith
    Voll süße Dumbo Geschichte.
    Ich kenn ihn auch noch sooo gut.

  8. Ach Verwünscht, einer meiner absoluten Lieblingsfilme, nicht nur von Disney. Prinzessin Gisele ist einfach ziemlich genau mein Typ Frau. Bisserl überdreht, bisserl naiv und durch und durch perfektionistisch. Und Amy Adams ist so oder so unglaublich heiß. Und dann dieses Backenhörnchen. Und der Happy Working Song. Toll. Der Humor ist auch wunderbar fies. Verstehe nicht, wie manche den nicht mögen können. Selbst der von dir genannte Song ist doch derbst ironisch.

    Dschungelbuch: Den habe ich als Kind 2 Mal im Kino gesehen, einmal mit 3, einmal mit 5. Kleines Kino, danach bekam ich ein Twixx/Rider. Eine meiner ersten Erinnerungen.

    Robin Hood: Den habe ich quasi monatlich geschaut. Mein liebster Disneyfilm. „Nein, nein, bitte nicht! Ich bin doch Antialkoholiker!“ Bei der Turnierszene schmeiß ich mich immer noch weg.

    Snow White: Meine erste Liebe.

    Beauty and the beast: Vor dem Kino war ein Kind, das ständig „die Schöne und das Biest, die Schöne und das Biest“ auf Endlosschleife sang, ohne die Melodie zu kennen. Boah, ich hätte die am liebsten getreten. Den Rest des Tages brauchte ich, um mich vom gruseligen Anfang zu erholen. War als Kind echt nicht sonderlich tough.

  9. Ooooh, ich hab mir grad vor ein paar Tagen erst den Frozen Soundtrack geholt :)

    Da sagst Du aber was… Als Erwachsener versteht man so einiges mehr bei diesen Filmen. Pocahontas ist da ein echt gutes Beispiel! Als der zweite Teil damals raus kam (für die, die den Film nicht kennen sollten: SPOILER), fanden es alle total doof von Pocahontas, dass sie sich in einen anderen verliebt hat. Ich auch. Jetzt hab ich den Film vor ein paar Monaten noch mal gesehen und hab mich gefragt, was das eigentlich soll Oo Ihr wurde immerhin von seinem Tod berichtet. Da kann man ihr doch nicht übel nehmen, wenn sie sich neu verliebt. Klar, ist es nicht das Disney-Ideal, aber so what? Soll sie denn für das Ideal ewig alleine bleiben, oder wie xD? Wobei ich aber Smith’s einwandlose Zustimmung nicht so richtig nachvollziehen kann… Hat sie ihm denn gar nichts bedeutet, oder wieso lässt er sie so leicht ziehen? Naja…

    Und auch bei Frozen gibt es so einige Dinge, bei denen ich ganz genau weiß, dass ich sie als Kind vollkommen anders oder gar nicht verstanden hätte…. Schon interessant manchmal :)

  10. Beim Lesen merke ich gerade, wie alt ich doch bin. Die nachfolgende Erklärung wird belegen wie alt ich doch bin. ;)

    Mein Disney Moment, der mir tief in Erinnerung blieb: Das Fußballspiel (Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett(?)) https://youtu.be/7PQ-NYtRfJk
    Das legendäre und urkomische Fußballspiel habe ich gefühlte 1000x auf Super 8 (!) geschaut. Ich habe mir während meiner Kindheit irgendwann den Super 8 Projektor unter den Nagel gerissen und in meinem Zimmer ein weißes Bettlaken gespannt. Dort habe ich viele Stunden mit meinen Freunden verbracht und „Kino“ geschaut. Ich hatte viele Disney-Perlen zur Auswahl. Bambi, Bernhard und Bianca, Die tollkühne Hexe und weitere. Auf dem Dachboden meines Elternhauses lagert mein Schmalfilm-Schmuckstück noch.

    Disney hat mich mein ganzes Leben begleitet. Die Super 8 Filme, die VHS Kassetten, Die lustigen Taschenbücher und ein Mickey Mouse Abo.

    Danke für diesen Artikel.

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