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Heute schon geheult? – Tokyo Magnitude 8.0

Ihr werdet hier jetzt wohl öfter was über Anime hören, denn ich habe viele Empfehlungen bekommen und will alles abarbeiten. Zuletzte gesehen habe ich Tokio Magnitude 8.0 und laut vieler Tumblr User ist diese Serie wohl relativ unbekannt und hat eine erschreckend kleine Fanbase. Dabei ist das wirklich so, so, so gut und ein weiterer Beweiß dafür, dass Anime so viel mehr als Hentai und Kinderserien sind. Als ich alle Folgen gesehen hatte war ich am Boden zerstört.

Die 13-jährige Mirai Onosawa ist mitten in der Pubertät und völlig unzufrieden mir sich und der Welt. Sie weiß nicht wie ihre Zukunft aussehen soll und ist genervt von ihren Eltern und ihrem 8-jährigem Bruder Yuuki. In den Sommerferien bittet Mirais Mutter das Mädchen ihren kleinen Bruder zur Roboter Messe auf der Insel Odaiba zu begleiten, weil sie selbst – wie so oft – arbeiten muss. Widerwillig fährt Mirai mit ihrem Bruder zur Messe und ist die gesamte Zeit genervt. Dabei ahnt das Mädchen nicht, dass alles noch viel schlimmer wird. Tokyo wird von einem Erdbeben der der Stärke 8 heimgesucht und das unausweichliche Chaos bricht aus.

Die 11 Teilige Animeserie erzählt in 24 minütigen Episoden vom beschwerlichen Heimweg der Kinder, und ihrer Begleitung Mari Kusakabe. Die Geschichte ist zwar fiktiver Natur, aber alles andere als unrealistisch. Studios Bones und Cinema Citrus, die verantwortlichen Studios, haben durch hervorragen Recherche und Interviews mit echten Erdbebenopfern eine unglaubliche realistische und unter die Haut gehende Animeserie erschaffen.

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Die Serie beschäftigt sich gleicher Maßen mit kleinen sowie großen Problemen der Opfer dieser Katastrophe. Da geht es um fehlende Toiletten oder Schlafplätze genau so wie den Tod. Man muss hier keine Serie im Stile klassischer Katastrophenfilme erwarten. Das hier geht tiefer und beschäftigt sich mit den Menschen und ihrer Interaktion statt mit Action lastigen Skandalbildern.

Tokyo Magnitude 8.0 ist sicher nichts für schwache nerven. Und wenn ihr nah am Wasser gebaut sein, so wie ich, guckt – besonders die letzten Folgen – am Wochenende, mit einem ausreichenden Taschentuchvorrand, sonst müsst ihr am nächsten morgen nämlich mit verheulten Augen zur Arbeit oder zur Schule gehen.

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9 Comments

  1. Die Serie habe ich auch auf DVD und mochte sie sehr. Wirklich sehr gut gemacht und in der Tat sehr traurig.

  2. Die Serie kenne ich noch gar nicht. Klingt sehr interessant, danke für den Tipp! :)

  3. Ich kenne bis auf Chobits, Death Note und Elfenlied eigentlich gar keine Anime Serien, bin also sehr dankbar für jeden Tipp. Leider bin ich total nah am Wasser gebaut, werde es aber trotzdem mal riskieren und mir die Serie anschauen. :)

  4. Mist, gefällt mir vom lesen auch sehr. Wenn du so weiter machst wirst du meine Nemesis der „muss ich auch gucken liste“. :D

  5. Danke für den Tipp, Sumi. :)
    Ich kann mich auf Manga und Anime immer sehr schlecht einlassen, weil mir der Stil oft nicht so gut gefällt. Aber in letzter Zeit stoße ich immer mal wieder auf tolle kleinere Anime-Serien, die mich dann echt fesseln und unterhalten. Und Tokyo Magnitude 8.0 klingt so interessant, dass ich mir das ebenfalls ansehen muss. :)
    Zuletzte habe ich übrigens Watamote gesehen. Vielleicht kennst du das schon oder es würde dir auch gefallen?

    Liebste Grüße,
    Erbse

    • Chaosmacherin

      22. August 2014 at 14:20

      @Erbse, von Watamote habe ich die erste Folge angefangen, aber ich fand den Zeichentiel soo doof :D Steht aber weiterhin auf meiner Watchlist.

  6. Oh ja, das Ende… Ohje….

    Unbedingte Empfehlung!

  7. Ich schaue ihn grade auf Watchbox. Ich mag solche Animes 😭😭😭 Auf alle Fälle sollte ihn keiner verpassen.

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