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Chaosmacherin

Bangarang, Mr. Williams!

Ich war noch keine 5 Minuten wach, da las ich, dass Robin Williams tot ist. Es trifft mich wirklich selten wenn wiedermal ein Prominenter gestorben ist, weil ich a) eine ganz andere Einstellung zum Tod habe als viele andere Menschen und b) diese Menschen ja nie so wirklich kannte. Manche dieser Schauspieler, Sänger und anderer Sternchen haben in meinem Leben dann aber doch so viel bewegt, dass ich sagen kann: Ich werde dich vermissen!

Zuletzt war das bei Philip Seymour Hoffman der Fall. Heute ist es Robin Williams, von dem wir Abschied nehmen müssen. Ein Mann der viele von uns durch unserer Kindheit begleitet hat. Ein Mann, dem wir sogar Flubber verzeihen konnten. Ein Mann, der auch in Interviews immer so fröhlich und Charmant wirkte.

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Und wieder hat der Schein uns betrogen. Robin Williams war nicht immer glücklich und lustig. Er litt unter Depressionen, die diesmal gesiegt zu haben scheinen. Ich bin tief traurig und es treibt mir die tränen in die Augen, wenn ich darüber nachdenke, dass vor allem die Lustigen so oft im Stillen Leiden. Das macht mir Angst.

Ich werde heute Abend – denke ich – zum ersten mal König der Fischer ansehen. Einer der wenigen Filme aus Williams Portfolio, der mir noch fehlt.

“You’re only given one little spark of madness. You mustn’t lose it.”
— Robin Williams

Ein Mann der seine Tochter nach Prinzessin Zelda benannte konnte ja nur gut sein! Für mich war er immer ein reallife Peter Pan. Auf das er seinen Weg ins Nimmerland findet…

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10 Comments

  1. Geht mir auch so, einer der wenigen Schauspieler, wo ich wirklich traurig bin. Auch weil es einer ist, bei dem ich wirklich benennen kann wie er mich geprägt hat.

  2. Richtig traurig war ich nur bei Isaay Hayes vor 8 Jahren. Der Mann war für mich in vielerlei Hinsicht (mal von seiner Religion abgesehen) ein Vorbild, eine Art Archetyp, den man positiv wie negativ ausfüllen konnte. Robbin Williams – ich habs noch im Bett gelesen – war für mich lange Zeit ein großer Komödiant, dank Hook, Jumanji, Toys, Poppey uvm., dann kam Flubber und ich war raus. Bis ich seine ernste Arbeit entdeckte. One Hour Photo, König der Fischer, Club der toten Dichter. Die ernsten Rollen waren einfach großartig und versöhnten mich auch mit dem Komödianten. Dass er Depressionen hatte – irgendwie war es mir klar und es ist ein Grund, warum mir sein Tod doch etwas näher geht. Näher als bei anderen Prominenten.

  3. Normalerweise trauere ich Schauspielern/Sängern nicht so hinter her, eben aus den Gründen die du genannt hast. Aber der Tod von Robin Williams hat mich tiefer getroffen als ich dachte. Vorallem wenn ich an all die ganzen Filme denke, die ich als Kind (und noch immer) so geliebt habe, in denen er seine Rolle einfach so wunderbar gespielt hat. Er hat immer so lebenslustig gewirkt…

  4. Mir geht es ähnlich wie dir. Für gewöhnlich trifft mich keine tiefe Trauer, wenn ein „Star“ von uns geht, den ich persönlich ja nie kannte. Dadurch, dass die Filme mich durch meine gesamte Kindheit begleitet haben, kommt es mir allerdings so vor, als hätte ich ihn persönlich gekannt. Er war ein Held – in so vieler Hinsicht.
    Sein Tod ist ein großer Verlust.

  5. Ja, es ist wirklich beängstigend, was hinter Fassaden wirklich stecken kann. Ich empfinde Robins Tod auch als unfassbar traurig. Er musste so voller Hoffnungslosigkeit sein… ! Ich hoffe, er hat nun seinen Frieden gefunden. Ich schau mir heute Abend auch Filme von ihm an. Ich hoffe, du schreibst einen Bericht über „König der Fischer“ -der steht auch auf meiner Liste.

  6. Er war ein riesiger Teil meiner Kindheit und dazu trägt nicht nur der Name seiner Tochter Zelda bei (die im übrigen in demselben Jahr geboren ist wie ich :D ).

    Er war schon immer einer meiner Lieblingsschauspieler. Ich habe bei Hook schon immer weinen müssen, ich hatte bei Jumanji das erste Mal wirklich Angst bei einem Film und habe ihn doch zu Ende gesehen und als mir gestern der erste Blick in die Timeline sagte das Robin Williams tot ist war ich sofort traurig.

    Das war als wäre Supermario gestorben. Robin Williams war unantastbar.

  7. Das hast Du schön geschrieben ._.

    Ich hab es gestern auch sehr früh nach dem Aufstehen schon auf meiner Startseite gelesen. Bei der Schlagzeile dachte ich erst noch relativ „nüchtern“ oh nein. Da wusste ich noch nicht, dass es wohl Selbstmord war. Diese Information hat mich den ganzen Tag betrübt ._. Irgendwann führte mich ein Link zu Tribute-Videos auf YouTube – das ging gar nicht mehr. All die Filmausschnitte, die einen fröhlichen und lebenslustigen Robin zeigten, machten es nur noch trauriger ._.

    Ein Ableben dieser Art ist immer besonders tragisch. Ganz egal, ob man einen persönlichen Bezug zu der Person hatte oder nicht; es könnte jeden von uns treffen.
    Was mich umso mehr betrübt ist, dass es meist eher jüngere Menschen sind, die ihrem Leben selbst ein Ende setzen. Wenn ich ehrlich bin, ist Robin Williams der erste mir bekannte, der diese Entscheidung im Alter von 63 traf. Man denkt immer, in diesem Alter hat man alles Turbulente hinter sich und das Leben wird entspannter… Das ist so traurig ,_,

    • Chaosmacherin

      14. August 2014 at 9:12

      @Frau Shmooples, stimmt. Man könnte glatt auf die Idee kommen, dass jemand der es in dieses Alter geschafft hat das schlimmste überstanden hat, aber dann kommt die realität. :(

  8. Wo Du gerade „Schein“ geschrieben hast. Ich habe mal mit jemanden gesprochen, der mir sagte, man könne eine Depression immer bemerken. Ich entgegente ihm, dass man das nicht kann. Manche Menschen lassen sich nicht ins Herz oder die Seele schauen. Das darf man eigentlich nicht vergessen.

    Ich werd ihn vermissen!

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