
Herstellungsland: US 2010
Genres: Drama, Psychotriller,
Laufzeit: 103 Minuten
Regie: Darren Aronofsky
Drehbuch: Darren Aronofsky, Mark Heyman
Darsteller: Natalie Portman, Mila Kunis, Winona Ryder, Vincent Cassel, Barbara Hershey, Toby Hemingway etc
Inhalt: Die Ballerina Nina (Natalie Portman) kann die Rolle ihres Lebens ergattern, die Hauptrolle in einer Neuinszenierung von “Schwanensee”. Angetrieben von ihrer ehrgeizigen Mutter (Barbara Hershey) und vom Regisseur Thomas Leroy (Vincent Cassel) setzt Nina ihre ganze Leidenschaft in die Vorbereitung auf die Doppelrolle. Probleme hat sie jedoch mit der Verkörperung des schwarzen Schwans – für diesen muss sie laut Leroy ihre dunkle, verführerische Seite heraus lassen, aber da das etwas ist, was man nicht durch technische Perfektion und Übung erreichen kann, tut sie sich schwer damit. Ihre Konkurrentin, die jüngere, sinnliche Tänzerin Lily (Mila Kunis) hat damit jedoch kein Problem. Sie wird von Leroy schließlich zur zweiten Besetzung ernannt, was Nina sehr zu schaffen macht.
Die Belastung und der Erfolgsdruck von allen Seiten setzen Nina so sehr zu, das in Ihrer Wahrnehmung Realität und Phantasie miteinander verschmelzen…
Meine Meinung: Wie erwartet, fand ich Black Swan Grandios! Aronofsky hat mich noch nie enttäuscht. Was er anfasst wird zu einer Visuellen Droge für mich. Jeden Film den ich von ihm sehe, will ich gleich danach noch einmal sehen. Auch bei Black Swan war das so, und wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, ich hätte es getan!
Natalie Portman war wie immer hervorragend und wird diesmal hoffentlich auch mit einem Oscar dafür belohnt. Mila Kunis war schon in “Max Payne” einer der wenigen Lichtblicke, und ist schon lange nicht mehr nur Jackie Burkhart aus “Die wilden 70er”, da steckt mehr drin. Besonders hervor zu heben ist aber auch Barbara Hershey als Ninas übereifrige aber auch missgünstige Mutter. Ich glaube besser hätte man diese Rolle nicht besetzen können.
Das Aronofsky und Clint Mansell ein perfektes Paar abgeben haben die Beiden schon in andern Filmen bewiesen. Auch in Black Swan stimmen Musik und Bild wieder perfekt zusammen. Ich mochte Tschaikowskys Schwanensee schon als Kind und all die wunderbaren Lieder nun in düsterer Mansell-stimmung zuhören gibt mir ein Gefühl von nostalgie und ganz neuer Faszination.
Ich hörte jetzt schon des öfteren, in Black Swan ginge es zu oft um Sex, aber das ist es nicht, worum es geht. Es geht um Leidenschaft! Sex und Selbstbefriedigung sind nur zwei von vielen Symbolen um diese zu verdeutlichen.
Auch das Wort “Edeltrash” habe ich nun schon öfter gelesen. Wenn das so ist, dann ist es aber Trash der edelsten Sorte und nicht der billige von der Tanke. Ich persönlich würde dieses Wort aber nicht benutzen um den Film zu beschreiben. Ich halte dieses Werk für höchst symbolisch. Manche Symbole plakativer als andere, aber immer noch Symbole.
Wie in allen Aronofsky Filmen die ich bisher sah (fast alle) geht es hier wieder um einen Menschen, der sich selbst zerstört. Dabei befindet sich Black Swan in Sachen Surrealismus ziemlich genau zwischen The Wrestler und Pi.
Nur ein Problem hat dieses Meisterwerk. Es lockt zu viele unwissende ins Kino. Menschen die etwas völlig falsches erwarten. Vor mir saßen 3 Frauen (Mitte 40) die definitiv einen Ballettfilm mit ein bisschen Zickenkrieg erwartet haben und hinter mir einige Teenager die einen Teenyhorror erwarteten und bei Szenen laut lachten die mich fürchterlich traurig machten.
Mich hat Black Swan vollends überzeugt und ich kann die DVD kaum erwarten.
10 von 10 Punkten








Am 15.06.12 |





























Natalie Portman = Queen Amidala bzw. Padmé Naberrie, der Fillm mag noch so dolle sein, ich krieg das nicht geregelt, ich würde da immer warten, dass irgendwo der dämliche Jar Jar Binks rauspringt :”michse glauben schlecht geträumt du hast”
Ich habe den Film auch schon im Kino sehen können und ging sowohl begaistert als auch etwas geschockt aus dem Kino. Muss dir zustimmen, dass viele Menschen, die den Film sehen wollen etwas total anderes erwarten. Ich denke es ist ein Film bei dem man ein gewisses Maß an Reife besitzen muss, was die beiden Mädels wohl nciht gerade hatten -.-
Hmmm…ich fand “Black Swan” nicht schlecht, dennoch hat er mich nicht so bewegt wie. z.B. “Requiem for a dream” oder “The Wrestler”. Rein ‘gefühlt’ besteht die erste Hälfte des Films für mich fast nur aus folgender Szenenfolge: Nina tanzt – Thomas (Cassel ist wie immer großartig!) raunzt ihr zu, dass sie befreiter werden muss – Nina weint – ihre Mutter redet sie zu – Nina tanzt. Und das ungefähr dreimal. Daher war ich in der ersten Hälfte nicht so wirklich geflasht, tatsächlich liess mich Ninas Schicksal merkwürdig kalt und ich habe emotional eher Distanz zu ihr gehalten. In der zweiten Hälfte wurde dann, vor allem dank der visuellen Eindrücke, eine gute Schippe draufgelegt. Aber irgendwie nicht das Meisterwerk für mich, für das ich es gern halten würde. Und ein Oscar für den besten Film wäre hier, meiner Meinung nach, falsch verliehen. Wenngleich eher noch gerechtfertigt als beim überschätzten “True Grit”. Genau, wo wir schon dabei sind. Hast Du/Habt Ihr nen Favoriten für die Oscars? Ich würde es entweder “Toy Story 3″ oder “The Social Network” gönnen.
Ich fand Black Swan unglaublich. Hab selbst 11 jahre ballett getanzt weshalb ich den film von anfang an bereits sehen & haben musste!! (story war mit zweitrangig! wollte mädchen im tütü sehn!!) meine vorfreude wird nur etwas gedämpft, da die bluray 30 euro kostet >.<
@Eriinnye, von welchen Mädels sprichst du?^^ Teenager. Es war nur ein Mädel und der rest waren Jungs ^^
@Andre, so sehr wie “Requiem for a dream” hat er mich auch nicht gepackt, aber dafür mehr als “The Wrestler”.
Ich hab zu viele der Nominierten Filme nicht gesehen, aber von denen die ich sah (Black Swan, Inception, Toy Story 3) Black Swan am besten war. Ich mochte Toy Story 3 aber ich befürchte für einen Oscar reicht es nicht. Die Konkurenz ist riesig! Alle nominierten Filme will ich sehen. Keiner interessiert mich so garnicht. ^^
Ich möchte deiner detaillierten Einschätzung gern zustimmen, da ich zu den wenigen gehöre die sich wirklich auf einen psychosexuellen Thriller statt auf ein klischeehaftes Ballettfilmchen eingestellt haben.
Gut übrigens, dass du die Symbolik erwähnt hast, weil ich vorrangig von Mila Kunis Darstellung als spiegelbildhaften Gegensatz zu Nina fasziniert bin und mir aufgrund des anspruchslosen Kinopublikums, das auch meinem Besuch nicht fern blieb, die BluRay bzw. DVD sofort bei Erscheinung zulege.
PS: Hinzufügend möchte ich erwähnen, dass ich deine anderen Rezensionen ebenfalls als gelungen empfand. ^^
Ah endlich, ich war schon sehr gespannt, wie deine Meinung zu Black Swan ausfällt! Glücklicherweise sind wir uns ziemlich einig, besonders bei dem vorletzten Absatz muss ich dir vollkommen zustimmen. Als ich im Kino war, bestand die Hälfte der Zuschauer auch aus eben solchen Mädchen und Frauen, vermutlich alles Ballerinas (ehemalige und solche die es sind oder werden wollen), die einen Tanzfilm mit Zickenkrieg erwartet haben — und sich hinterher ganz fürchterlich über den Film zerrissen haben. Wie Psycho der doch sei und gar nicht das was sie erwartet haben und und und.
Nun ja, ich persönlich freue mich mit dir auf die DVD!
Super Film. Aber viele fanden den bloss deswegen nicht so gut, weil sie was anderes erwartet hatten. Hatte ich zumindest bei vielen den Eindruck.
Jaja, der ist wirklich klasse.
Was ist bei Dir ein Zehnpunktefilm?
@derhenry, da gibt es ein paar: Clockwork Orange, Hard Candy, The Fall, Juno, Radio Rock Revolution, Fight Club und die Rocky Horror Picture Show z.B.