1. ❤ Wolf Creek

    23. Oktober 2010 von Chaosmacherin | Kommentare7 Kommentare

    Herstellungsland: AU 2005
    Genres: Horror, Thriller, Slasher
    Laufzeit: 99 Minuten
    Regie: Greg McLean
    Darsteller: John Jarratt, Cassandra Magrath, Kestie Morassi, Nathan Phillips, Geoff Revell, Andy McPhee etc


    Inhalt:
    Kristy, Ben and Liz – drei junge Leute an der sonnigen Westküste Australiens. Mit vollen Rucksäcken, viel Enthusiasmus und einem halbwegs fahrtüchtigen Ford Kombi starten sie in den Urlaub ihres Lebens: Drei Wochen Outback-Tour im Wolf Creek Nationalpark. Der beginnt mit Sommerhitze, Abenteuer und Romantik. Bis eines abends das Auto nicht mehr anspringt. Die drei richten sich schon für eine dunkle Nacht ein, als Mick auftaucht. Der schrullige Mann bietet an, sie mit seinem Truck abzuschleppen und am nächsten Tag ihr Auto zu reparieren. Doch bei Sonnenaufgang wird klar, dass Mick sie nicht gehen lassen will.

    Trailer

    Meine Meinung: Wie bei vielen Horrorfilmen wird hier kleinen Mädchen angst gemacht in dem man behaupte alles basiere auf einer wahren Begebenheit. Viele Menschen gehen bei diesem Satz sofort davon aus, dass alles was im Film passiert auch wirklich passiert sein muss. Dabei ist die Formulierung doch mit Absicht so locker. Man nehme ein paar Schnippsel aus verschiedenen Mord- und Vermisstenfällen und schustere sie zu einer Geschichte zusammen. Schon basiert der Film auf wahren Begebenheiten.

    Wolf Creek nimmt sich viel Zeit seine Charaktere vorzustellen. Das wäre im Normalfall für mich ein positiver Aspekt, weil ich mich mit den Charakteren identifizieren möchte. Aber selbst nach der 30 minütigen Vorstellungsrunde, habe ich keine besondere Beziehung zu den Figuren aufgebaut und bin froh als sie endlich ihrem Peiniger in die Arme laufen, damit es endlich los geht. Einen großen Spannungsbogen gibt es jedoch auch dann nicht, dafür aber so manche langweilige Szene.

    Leider bleibt eine Überraschung völlig aus, denn im verlassenen, australischen Outback ist die Auswahl an potenziellen Mördern gering. Das kleine Techtelmechtel zwischen Liz und Ben ist vollkommen sinnlos. Es soll einem vermutlich die Charakter näher bringen, doch eigentlich hat es keinen Effekt, denn nach dem einen Kuss passiert nichts mehr.

    Kestie Morassi und vorallem Cassandra Magrath leisten solide bis gute Arbeit. Auch John Jarratt als Mike ist glaubwürdig. Lediglich von Nathan Phillips bekommt man nichts zu sehen.

    Spoiler: Ich meine, er ist die meiste Zeit nicht zu sehen und geht am Ende als einzig Überlebender aus der Sache. Verdient hätte diesen Part meiner Meinung nach eine der beiden Frauen, im besten Fall Liz, denn die hat sich garnicht so dumm angestellt, wie es Frauen in Horrorfilmen für gewöhnlich tun. /Spoiler

    Es gibt wundervolle Bilder des australischen Outbacks zu sehen und auch der unaufdringliche Score weiß zu überzeugen. Kamera, Regie und Schnitt sind grandios und erscheinen an diesem mittelklasse Drehbuch verschwendet wurden zu sein.

    Neues gib es hier nicht zu sehen, aber für Gernefans vielleicht garkein schlechter Film :)

    5,5 von 10 Punkten



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  2. 7 Kommentare

    1. bullion sagt:

      Mir hat der Film gerade so gut gefallen, weil er eben eher unaufgeregt daherkommt und keine großen Wendung bzw. übermäßige Gewaltszenen hatte. Der psychische Terror war jedoch größer als in jedem “Saw” o.ä. Film. Insofern durchaus empfehlenswert…

    2. Chaosmacherin sagt:

      @bulllion, keine übermäßigen Gewaltszenen? Das sehe ich aber anders. Habe selten so sadistische Szenen in einem Fim gesehen oO Kann natürlich nicht mit einem Hostel oder so schwachsin mithalten, aber was man da sieht ist zum Teil hart an der Grenze des guten geschmacks. Ohne jegliche Wendung langweilt ein Film, weil nichts überrascht und man alles was passiert schon vorher weiß (oder gar vorher schon in einem andern Film sah).

    3. bullion sagt:

      Natürlich ist der Film gewalttätig, keine Frage. Allerdings ist die gezeigte Gewalt weit weniger selbstzweckhaft, als in den “Saw”-Sequeln oder ähnlichen Filmen. Mich hatte eher die Grundstimmung des ständigen Terrors mitgenommen. Für mich eindeutig einer der besseren Terrorfilme.

    4. Julian sagt:

      Ist das nicht der Film, der noch erschien, als in Australien gerade der Mörder, der die Taten begangen hat, vor Gericht stand? Nun, wie dem auch sei, ich habe den Film noch nicht gesehen, möchte mich aber kurz zum Gewaltdiskurs äußern. Es ist, glaube ich, kein Geheimnis, wie ich zu SAW und Hostel stehe. Zum einen ist das nicht wirklich neu (s.h. Guinea Pig, Hexen – Bis aufs Blut gequält, Ilsa die Wölfin der SS), zum anderen stört mich, dass gerade SAW mehr sein will, als es eigentlich ist: Ein billiger B-Movie mit B-Story und B-Schauspielern (Carry Elwes – Robin Hood. Helden In Strumpfhosen…). Was jedoch positiv an solchen Filmen ist: Gewaltdarstellungen kommen im Mainstream an und so kann man Filme machen, die heftig sind, aber eben auch Inhalt haben (Eden Lake). Das ist ein sehr positiver Aspekt. Negativ fällt mir auf, dass ich eine Menge Menschen kenne, denen bei SAW und Hostel einer abgeht. Das ist sehr bedenklich…

    5. Damian sagt:

      Nach den Berichten im Vorfeld war ich ziemlich enttäuscht. Zu Unrecht irgendwie. Aber kennt man ja…hochhypen und dann erwartet man zu viel. :-)

    6. Torsten sagt:

      Hab gerade “3 Haselnüsse für Aschenbrödel” geschaut. War auch ganz nett!

    7. Celina sagt:

      Diese “Wahre Begebenheit”-Sache ist ein interessantes Thema. Damit wird immer gern gelockt. Erinnert mich an Fatal Frame 3. Steht auch drauf, das Spiel basiert auf einer wahren Begebenheit und alle haben Schiss von wegen Geister und so. Dabei geht es darum, dass es die beschriebenen Rituale tatsächlich gab, aber das ist ja nichts gruseliges.
      Die Leute wissen schon, wie sie Geld scheffeln.

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