
Herstellungsland: US 1982
Genres: Sci-Fi
Laufzeit: 112 Minuten
Regie: Ridley Scott
Darsteller: Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Edward James Olmos, M. Emmet Walsh, Daryl Hannah etc
Inhalt: Deckard ist ein Blade Runner, ein Cop in der Zukunft, dessen Spezialität die Jagd auf Replikanten ist. Eigentlich will er sich aus diesem Geschäft zurückziehen, doch ein letzter Auftrag fordert seinen Einsatz: Fünf Replikanten haben ein ein Raumschiff gekapert und sind damit auf dem Weg zur Erde. Der Film zeichnet ein düsteres Bild einer möglichen Zukunft, und wirft die Frage auf, was Menschlichkeit eigentlich ausmacht, und warum das Leben so wertvoll ist.
Meine Meinung: “Blade Runner” ist ein absoluter Kultfilm. Jeder Liebt ihn und lobt ihn in höchsten Tönen. Ich habe diesen Film nun auch einmal gesehen und ich muss, auch auf die Gefahr hin einen Arschtritt zu bekommen, sagen, dieser Film ist vollkommen überbewertet.
“Blade Runner” hat eine sehr dichte Atmosphäre und sieht sogar nach heutigen Standards noch super aus. Die dreckige und hektische Stadt bietet ein super Szenario. Es gibt Elemente die richtig cool sind und dem Film das gewisse Etwas geben. Ich denke da an die Eule, Sebatians Spielzeuge, Pris’ Aufmachung etc.
Harrison Fort spielt prima und auch Daryl Hannah hat mich überzeugt. Rutger Hauer hat in meinen Augen abgesehen von Over-Acting nicht viel leisten müssen. Sogar William Sanderson als naiver Sebastian hat mir mehr gegeben.
Ein bis zwei gute Schauspieler trösten aber nicht über eine dünne Story und eine Erzählweise die an Kaugummi erinnert hinweg. Ich habe mich an so vielen
Szenen im Film gelangweilt und auf Besserung gehofft. Aber sie kam nicht. Selbst bei dieser flachen Geschichte, hätte noch einiges herausgeholt werden können. Das Potenzial war da, wurde aber nicht genutzt.
Viele Handlungen der Figuren im Film waren für mich nicht im geringsten nachvollziehbar. Eine Figur hätte sogar gänzlich aus der Story gestrichen werden können. Hierauf möchte ich im folgenden Abschnitt etwas näher eingehen. Wer nicht gespoilert werden will, bitte überspringen.
SPOILER>> Warum sieht Sebastian zu, wie Roy seinen Erschaffer umbringt und läuft erst dann weg? Warum hat er ihn überhaupt zu ihm gebracht? Warum behandelt Rick den Replikanten Reachel so grob, wenn er doch in sie verliebt ist? Kann er ihr nicht sanft beibringen was Liebe ist? Als Reachel Rick fragt ob er den Text schon mal an sich selber vollzogen hat, warum zweifelt er nicht eine Sekunde an seinem Menschsein? Oder ist zumindest Sauer über diese Frage? Warum wird nicht erklärt, warum Rick keine andere Wahl hat als die Replikanten zu jagen? Der Kerl mit den Papierfiguren, ist zwar sehr stilvoll und seine Figürchen haben einen gewissen Charme, aber die Figur selber, hatte keinerlei Einwirkung auf die Story, dabei bot der Charakter so viel Potenzial. Und so weiter und sofort. <</SPOILER
Insgesamt gibt es in “Blade Runner” einfach zu viele Logiklücken und Längen um ihn wirklich genießen zu können. Ich kann nachvollziehen, dass dieser Film ein Meilenstein der Filmgeschichte war, aber heute bin ich über die Schönheit des Films nicht mehr so erstaunt, dass ich alles andere ausblende. Die Längen gab es auch schon damals, nur hat sie niemand bemerkt, weil alles so schaurig schön war.
6 von 10 Punkten








Am 15.06.12 |





























Eigtl is er ganz gut aber irgendwie stressen mich die zig versionen achso sumi kannst dich ma bei mir melden ich bräuchte deine hilfööö
Den habe ich nur einmal gesehen, und das ist eigentlich schon viel zu lange her für ein vernünftiges Urteil. Damals habe ich ihn gemocht, wenngleich nicht so sehr wie die Vorlage von Philip K. Dick; den Hype konnte ich allerdings schon damals nicht nachvollziehen. Vielleicht ist mal eine Wiederholung fällig …
Achtung, jetzt kommt der Arschtritt!
“Blade Runner” ist ein absolutes Meisterwerk. Da stimmt einfach jedes Detail. Längen? Kann ich selbst bei der dutzendsten Sichtung nicht feststellen. Overacting? Rutger Hauer ist hier einfach nur famos: All those moments will be lost… like tears in rain. Grandios!
Hach, ich liebe den Film einfach. Da lasse ich nix drauf kommen!
@Dr. Borstel, ich habe mir nach dem Film gleich gedacht, dass das Buch sicher um längen besser ist. Aber ich lese zu selten
@bullion, “All those moments will be lost… like tears in rain”
Bei dem Sattz wusste ich nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Das kitschliebende Mädchen in mir fand das gut, aber die andere hälfte fand den Satz einfach nur CHEESY
Allerdings, kann für den Satz ja vermutlich der Schauspieler nichts.
Der Satz wurde sogar von Rutger Hauer improvisiert und hat schon alleine deshalb seinen festen Platz in der Filmgeschichte gefunden. Cheesy. Ha! Das lass mal nicht Mr. Hauer hören…
@bullion, wenn er ein gute Schauspieler is, weiß er mit Kritik umzugehen
Ja! Endlich mal wer, der den Film auch ‘nicht mag’. Ich habe nie Zugang zu “Blade Runner” gefunden und sah ihn immer als schön anzusehenden (wenngleich in der Hinsicht heftigst von “Metropolis” klauend) Film an, dessen Story mich völlig kaltlässt. All die Lobpreisungen waren mir immer unverständlich.
Spoiler on.
1) Warum sieht Sebastian zu, wie Roy seinen Erschaffer umbringt und läuft erst dann weg? Warum hat er ihn überhaupt zu ihm gebracht? – Der Replikant hätte sonst Sebastian umgebracht und wenn einer einen Replikanten umstimmern kann, dann vielleicht noch sein Erschaffer, sonst keiner. Sebastian hatte Angst zu sterben, deshalb hat er das getan, was der Replikant von ihm verlangt.
2) Warum behandelt Rick den Replikanten Reachel so grob, wenn er doch in sie verliebt ist? Kann er ihr nicht sanft beibringen was Liebe ist? Als Reachel Rick fragt ob er den Text schon mal an sich selber vollzogen hat, warum zweifelt er nicht eine Sekunde an seinem Menschsein? – Ist Rick ein Replikant?! Wenn ja, klären sich die Fragen von selbst: er ist darauf Programmiert Replikanten zu jagen und nicht mit ihnen Liebesbeziehungen einzugehen. Und weil er auch darauf programmiert ist zu denken er sei ein Mensch, denkt er nicht daran, dass er auch ein Replikant sein könnte. Erst im Laufe des Films/Buches merkt er selbst, dass etwas auch mit ihm nicht stimmt.
3) Warum wird nicht erklärt, warum Rick keine andere Wahl hat als die Replikanten zu jagen? – Es ist sein Job und er ist der Beste darin. Außerdem spielt schon meine Antwort zu Frage 2 da mit ein.
4) Der Kerl mit den Papierfiguren, ist zwar sehr stilvoll und seine Figürchen haben einen gewissen Charme, aber die Figur selber, hatte keinerlei Einwirkung auf die Story, dabei bot der Charakter so viel Potenzial. – Angle Face in Fight Club ist auch cool und spielt keine besondere Rolle. Würde man außerdem jede Figur des Filmes mit einer Hauptrolle belegen, dann würden auch 10h Laufzeit nicht ausreichen. Im Gegensatzt zu dir bin ich sehr froh, dass man sich bei Blade Runner auch viele Gedanken um die ganzen Nebenfiguren und deren Charakter und Maken gemacht hat, ohne dass diese im Film in den Vordergrund kommen.
Spoiler off.
P.s. *Arschtritt*
@Kamil,
1. Und dann ist er doch gestorben. So ein Pech aber
2. “Erst im Laufe des Films/Buches merkt er selbst, dass etwas auch mit ihm nicht stimmt.”
Ach ja? Im Buch vielleicht, aber im Film habe ich ihn keien Sekunde darüber nachdenken sehen ob er auch ein Replikant ist. Oder ob etwas mit ihm nicht stimmt.
3. Der Polizist sagt “Du hast keine andere Wahl!” und Rick nimmt das einfach so an, obwohl er nicht mal weiß, dass er selber ein Peplikant ist? Er scheint mir komisch
4. Hinter Angel Face vermutet man aber auch keinen besonderen Twist. Er ist eben eine nebenfigur. Bei den Papiertyp, wird aber die ganze Zeit so getan, als sei er wichtig und es käme noch zu einem tollen twist.
Kein sehr überzeugender Arschtritt
Die Figur mit den Papier-Origami heißt Gaff, und Gaff ist ein Blade Runner der Deckard überwacht. Warum? Weil Deckard ein Blade Runner ist.
Replikanten zweifeln niemals an ihrem Menschsein (es sei denn sie wissen es sicher, wie Roy und Co.) weil sie ja glauben es zu wissen, sie haben ja Erinnerungen in sich, sind eben bloss implantierte Erinnerungen vom wem anders.
Gaff hat ein Einhorn Origami gefaltet was Deckard am Ende auch gefunden hat. Deckard erkennt das Einhorn und erinnert sich daran das er letzte Nacht im Halbschlaf (Klavier Szene) von dem Einhorn geträumt hat. Woher kann Gaff also wissen was Deckard träumt? Ganz einfach, wiel er weiss welche Erinnerungen und Gedanken in ihm stecken.
In der letzten Szene als Deckard das Einhorn in die Hand nimmt sieht man in de rletzten Einstellungen einen verwunderten und gleichzeitig verstehenden Gesichtsausdruck. Das war der erste Moment in dem Deckard an seinem Menschsein gezweifelt hat.
Ein anderes Indiz wäre das er in der Badezimmer Szene ganz kurz den roten Schimmer in den Augen hat den nur Repliakanten haben.
Und zu Rutger Hauer der nicht viel zu leisten hatte: Wusstest du eigentlich das der letzte Satz des Monologes auf dem Dach von Roy, der berühmte “I ve seen things you people wouldn t believe” Teil, GAR NICHT im Drehbuch stand. Den hat Rutger Hauer beim Drehen spontan von sich aus hinzugefügt, er hat später gesagt er hätte gefühlt das es passt.
Ridley Scott hat bei der Szene die Kamera weiterlaufen lassen obwohl sie laut Drehbuch vorbei war und fand es auch phänomenal. Von dieser Szene gab es nur einen einzigen und ungeplanten Take und sie ist trotzdem son hypnotisierend. Das ists chon eine Leistung.
Arschtritt vergessen
(Aber nur ein kleiner sanfter mit sauberen Schuhen. hast ja noch 6 Punkte gegeben und auch gute Sachen erkannt)
@Will der Dausen, den Tritt lasse ich mir gefallen, vor allem wegen der Einhornsache, die ich wirklich nicht richtig wahrgenommen habe. Den roten Schimmer habe ich übersehen, aber wenn er da ist, finde ich das super. Das dieletzte Szene von Rutger Hauer improvisirt war, bedruckt mich allerdings nicht, weil ich sie wie gesagt, ein bisschen cheesy fand. Das klärt einige Fragen. Aber bei meiner Bewertung bleibt es.
Denn Längen sehe ich noch immer zu viele. Ich bin fast sicher, dass das Buch deutlich besser ist und das ohne es gelesen zu haben
Sorry, aber wer behauptet, der Film sei überbewertet hat a) das fantastische Buch nicht gelesen, hat sich b) nie mit Filmtheorie beschäftigt und c) einen großen Teil einfach nicht verstanden.
Das Buch ist weder besser noch schlechter. hat einen ganz anderen Ansatz weil das ganze visuelle wegfällt. Ich hab mich übrigens verschrieben . gaff überwacht Deckard nicht weil er ein Blade Runner ist sondern weil er ein Replikant ist.
Eine einzige Saache fand ich an dem Film tatsächlich auch halbwegs lächerlich: Das Deckard, der ja sozusagen der “Held” ist, so schwach ist.
Er wurde als “Ein-Mann-Schlachthaus” bezeichnet von dem Blade Runner Boss. Kann ich nicht nachvollziehen.
Man sehe sich seine Kämpfe an:
Zora ist ihm spielend einfach entkommen und er konnte sie gerade noch so durch eine Scheibe erschiessen. Reife Leistung.
Leon hat ihn fast totgeprügelt. Deckard wäre tot gewesen wenn Rachel Leon nicht erschossen hätte.
Pris hat Deckard auch fertig gemacht. Sie wurde nur getötet weil sie sich entscheiden hat noch eine Turneinlage zu machen anstatt ihn zu erwürgen. Da konnte DEckard sie dann röchelnd abknallen. Wieder reife Leistung, du altes Schlachthaus.
Und Roy hat Deckard sowieso auseinandergenommen, er hätte ihn am End etöten können hat ihn aber gerettet.
Soviel zu unserem Super-Blade Runner. Sollte den Job nohmal überdenken, rein physich gesehen.
@Kristin, ja das Buch habe ich nicht gelesen, habe ich auch schon mehrmals erwähnt. Wenn ich ein Buch gelesen haben muss um die Großartikkeit eines Films zu erkennen, spaare ich mir den Film lieber gleich. Ein Film kann doch nicht von einem Buch abhängig gemacht werden. Das sind doch zwei unterschideliche Stücke Kunst. Das Buch kann gigantisch gut sein, diese Tatsache macht aber einen Film nicht besser.
Das ich mich mit Filmtheorie nicht beschäftige bestreite ich hier aber vehement. Auf keines meiner Hobbies lege ich mehr Wert.
Und ich behaupte von mir den Film spätestens nach den Kommentaren von Kamil und Will gänzlich verstanden zu haben. Aber du kannst mir doch keinen Vorwurfmachen, wenn ich finde, dass die Botschaft langweilig rübergebracht wurde? Das ist doch Geschmackssache. Replikanten sind künstlich erschafen, haben aber auch Gefühle. Sei vorsichtig mit dem was zu erschaffst. Stelle dich nicht über andere Lebewesen, egal ob künstlich oder nicht. Menschlicher als der Mensch… Bla bla bla. Alles schön und gut, gealngweilt habe ich mich trotzdem und ich lasse mir deshalb nicht verbieten einen Film als überbewertet zu bezeichnen.
Ich weiß, dass das hier schon stand, aber ich finde es essentiell wichtig welche Fassung man sieht, wobei ich glaube ich auch gar nicht mehr weiß, welche so grottig war (Final Cut wohlmöglich?).
Ich habe bisher auch nur den Final Cut gesehen und kann deinem Review im Wesentlichen zustimmen. Die Atmosphäre ist zwar dicht, die Stimmung extrem treffend und die Musik passt einfach super dazu, aber insgesamt hat er mich doch zu sehr ermüdet. Irgendwann verlor ich komplett das Interesse und es war echt anstrengend weiterzuschauen. Für sein Alter ist die Inszenierung wirklich großartig, aber storytechnisch haut mich Blade Runner nicht um.
@Kotzendes Einhorn, ja, dass kann ich nich sagen. Lief im TV und ich habe diese Version aufgenommen.
@Teo, ich bin sehr froh, dass es doch noch einige gibt, die mir zustimmen.
@Sumi:
Ich muss dir zustimmen… Für mich wird der auch überbewertet. Atmosphärisch klasse, aber das wars dann auch.
Nein, ich hab das Buch nicht gelesen…
@bullion:
Neben Avatar und Sherlock Holmes gibts also noch ein paar Filme, bei denen wir nicht auf einen Nenner kommen, wie?
Welche Version (gibt 3 oder 4) des Films hast Du gesehen ? Directors Cut ? Extended Directors Cut ?
In einigen Versionen sieht man genau das Deckard selber ein Replikant ist und nur wenn man das weis (steht im Buch ganz genau nachzulesen) macht der Film überhaupt Sinn.
Ich halte den Film noch heute (besonders in der neuen BR-Version) für einen ganz besonderes Film und könnte ihn jeden Monat einmal schauen!
@DarkVamp, wie schon gesagt, ich weiß nich welche Version da auf mdr lief
Natürlich darfst Du sagen, dass Dir der Film nicht gefällt, denn das ist ja Deine eigene Meinung. Aber zu behaupten, der Film sei überbewertet und kein Meisterwerk, finde ich falsch. Ich habe in der Uni ein Semester lang ein Seminar über das (in der Tat völlig andere) Buch und den Film gehabt und Theorien, Schnitte, versteckte Aussagen, etc interpretiert und diskutiert. Wenn man damit mal anfängt, wird man schnell merken, wie hochgradig interessant und genial Blade Runner eigentlich gemacht ist. Und dann wird Dir auch nicht mehr langweilig sein. Das war, was ich mit “Filmtheorie” bezeichnen wollte.