Gestern schrieb ich eine E-Mail an die Betreiber von CUSTOMGarment um klar zu stellen, dass sich keiner darüber aufregte, dass er/sie kein Shirt bekam, sondern das die Regeln im nachhinein geändert wurden. Hier der Inhalt der Mail:
Sehr geehrter Herr Ayed,
sowohl auf Twitter, als auch in E-Mails an diverse Blogger haben Sie versucht, eine Rechtfertigung dafür zu finden, aus welchem Grund verschiedene Teilnehmer Ihrer Aktion leer ausgingen. Bei Ihren Antworten, scheint es jedoch fast so, als hätten Sie keine der Beschwerden gelesen. Sie Copy und Pasten Ihre Antwort in jede Mail, ohne dabei auf die einzelnen Kritikpunkte einzugehen, die Ihnen von verschiedener Seite aus vorgeworfen werden.
Den meisten geht es, wie auch mir, nicht darum, kein Shirt bekommen zu haben, sondern vielmehr darum, dass es eine absolute Frechheit ist, die Regeln einer solchen Aktion nachträglich zu verändern, ohne die Teilnehmer auf diese Änderungen hinzuweisen bzw. einen präventiven Hinweis auf eventuelle Änderungen in ihrer Vorbeschreibung einzufügen.
Ich werde sie in einigen Punkten zitieren: “es war nie die Rede davon, das die ersten 200 Teilnehmer ein Shirt bekommen.”
Ganz recht. Es war aber erst Recht nicht die Rede davon, dass der Beitrag auf den Blogs besonders originell sein muss, wie sie es am 17. Mai der Twitter Userin @EileenSteinbach schreiben. Denn sonst hätte sich der eine oder andere sicher etwas Nettes überlegt.
Dass der Zufall über einen Sieger entscheidet stand ebenfalls nirgends verzeichnet. Was ist das überhaupt für ein Verfahren? Ein Teil der Sieger kommt so zu standen, einer so?!
“Wenn man an einem Gewinnspiel teilnimmt, kann man doch nicht direkt davon ausgehen, das man zu den Gewinnern zählt.”
Richtig, bei einem “Gewinnspiel” kann man das nicht. Aber dieses Wort wurde von Ihnen nicht benutzt, denn in diesem Fall hätte ich an Ihrer Aktion nicht teilgenommen. Des Weiteren stellt sich die Frage, ob Ihre Aktion in diesem Fall überhaupt als rechtens eingestuft werden kann, da eine als “Gewinnspiel” ausgeschilderte Aktion für jeden zugänglich sein muss – somit also kein Blogartikel von Nöten wäre, um teilzunehmen bzw. eher gesagt ein solcher niemals hätte gefordert sein dürfen.
“Aber Blogger, die mit Ihrem Blog nicht immer alles Gewinnen, fühlen sich Grundsätzlich auf den Schlips getreten, das mussten wir leider bereits feststellen.”
Das ist einfach eine dreiste und anmaßende Lüge. Niemand geht davon aus, mit seinem Blog immer alles gewinnen zu können. Das Einzige, wovon man berechtigterweise ausgehen kann, ist, dass die Regeln nicht nachträglich geändert oder zum eigenen Nutzen verdreht werden. Wenn man davon ausginge, dass es sich um eine Gewinnspiel handele, dann wäre es nur noch schlimmer, nachträglich die 200 Teinehmer Marke einzufügen bzw. wie an obiger Stelle erwähnt schlicht nicht rechtens.
“Wir haben nicht, wie einige Mitbewerber, nur die großen Blogs mit einbezogen, sondern auch kleinere Blogs die nur 100 Besucher am Tag aufweisen.”
Ein Satz, den sie der Bloggerin Gluexxkeks schrieben. Auf Gluexxkeks Blog steht zu lesen “6 regelmäßige Leser” und sie versuchen sich zu rechtfertigen indem sie ihr schreiben, dass “nicht nur die Großen” mit einbezogen wurden?
Ein letztes Mal, es geht nicht darum, ein Shirt nicht zu gewinnen, sondern eine Entschuldigung für Ihr falsches Verhalten zu bekommen. Es war unfair und gesetzlich nicht rechtens, die Blogger, die bereits teilgenommen hatten, nicht darüber zu informieren, dass die Teilnehmerzahl auf 200 reduziert wurde. Es war unfair, nicht von Anfang an das Wort “Gewinnspiel” mit einzubringen bzw. ist es rechtlich gesehen fraglich, inwiefern Ihre Aktion noch der Legalität zugehörig ist. Es war unfair, nicht gleich klarzustellen, wie die “Sieger” zustande kommen.
Außerdem wäre es vielleicht produktiv, sich einzugestehen, dass man sich mit einer solch großen Aktion übernommen hat, denn welches Ausmaß diese haben kann, haben Sie sicher bei der von Ihnen kopierten 3d Supply Aktion gesehen.
Eine vernünftige Entschuldigung und Klarstellung in Ihrem Shop auf der Hauptseite, und die Kritik hört schnell auf – sollte dies nicht geschehen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Erste einen Anwalt einschaltet.
Wenn Sie vorhaben, Ihre Antwort auch wieder nur von bereits geschriebenen Antworten zu kopieren und nicht auf meine Kritik einzugehen, sparen Sie es sich lieber gleich.
mfG Mareike Böttcher
Als reaktion auf die Email ging dann auf CUSTOMGarment folgender offener Brief online:

Man geht noch immer nicht auf die geänderten Regeln ein, entschuldigt sich aber wenigstens, auch wenn das für mich nicht sehr einsichtig klingt und die Argumente für mich nicht sehr einleuchtend.
Da bereits nach drei Tagen solche Kommentare gemailt wurden wie:”Ich habe an eurer Aktion teilgenommen, wo bleibt mein Shirt?” und auf diesen Seiten Posts veröffentlicht wurden wie: “Hier gibts ein T-Shirt umsonst” und das wars, war recht schnell für uns klar, das Blogger, die im Gegensatz dazu informative und humane Posts veröffentlicht haben, es schlicht und einfach verdient haben, zu den Gewinnern zu gehören.
Ein glück, dass ich einen Screen Shot von meinem Post machte, der beweißt das ich nicht nur einen Stat postet. Ausserdem muss man mit sowas rechnen, denn es hieß “Shirt vs. Link” nicht “Shirt gegen originellen und beweiräuchernden Post”!
Da nun so einige extrem negative Beiträge über uns veröffentlicht wurden und unser Ruf mehr als geschädigt wurde, als die Veröffentlicher sich wohl selber überhaupt Gedanken dazu gemacht haben, hoffen wir, das zumindest die 200 Gewinner sich über Ihre Shirt freuen.
Sehr wohl habe ich mir darüber gedanken gemacht und genau darum ist der Post auch geschrieben worden!
Viellecht lernen die Betreibe so für das nächste mal sich nicht zu überschätzen.
Damit ist die Sache für mich nun gegessen, denn ich habe keine Lust mehr mit einer Wand zu diskutieren die nicht auf das eingeht was ich sage.