Band of Brothers

Nach dem Cutiepie vorhin per Twitter ihr Leid klagte und erzählte das sie mit Evilpie “Der Soldat James Ryne” anschauen müsse, fiel mir ein, das ich noch nie über meine Lieblings-Spielfilmreihe “Band of Brothers” geblogt habe.
Es war so, das mein Freund diese Serie sehr mochte und sie nun einmal mit mit schauen wollte. Ich habe die eigenartige Angewohnheit mich mit solchen Filmen selbst zu belehren, auch wenn ich weiß, dass ich “Kriegsfilme” nur schwer verdaue. Chris bereitete mich also darauf vor diese Serie zu kaufen und warnte mich, denn selbst er habe schwer an dieser Serie zu knabbern gehabt.
“Band of Brothers” ist eine dokumentarische Spielfilmreihe, die sich mit dem 2. Weltkrieg auseinander setzt. Ich weiß das viele dieses Thema in der Schule zu Brei kauen mussten. Von der 7. bist u 10. Klasse haben wir kaum etwas anderes im Geschichtsunterricht durch genommen, aber ich halte dieses Thema auch für eines der wichtigsten, wenn nicht sogar das wichtigste Thema der Geschichte und bin dankbar für alles was ich aus dieser Zeit lernen und erfahren kann. Besonders wenn es aus erster Hand kommt. Das ist bei “Band of Brothers” nämlich der Fall. Am Anfang von jedem der insgesamt 10 Spielfilme, werden Kriegsveteranen des 2. Weltkriegs gezeigt die ihre Geschichte erzählen, danach folgt der Spielfilm, der auf den Erzählungen der überlebenden beruht.
Im Gegensatz zu vielen andern “Kriegsfilmen” über den 2. Weltkrieg, bleibt man bei “Band of Brothers” von falschem Patriotismus ((Wie in “Das Tribunal”)) verschont. Keine Nation wird hier in den Himmelgelobt, im Gegenteil im letzten Teil der Serie wird (zumindest im Original-Ton) klar, das deutsche Soldaten nicht weniger litten als amerikanische, englische oder Soldaten jeder anderen Nation. Diese wichtige Botschaft geht allerdings in der deutschen Übersetzung verloren, was äußerst ärgerlich ist. Im Original ist es so, das die amerikanischen Soldaten auf deutsche Soldaten treffen und sie mit ihnen unterhalten. Einer der Amerikaner spricht deutsch und übersetzt die Worte des Deutschen ins Englische. In der deutschen Version hat man sich für diese Szene eine wirklich dumme Lösung ausgedacht. Da der Film ja bereits deutsch ist, muss logischer weiße nicht mehr übersetzen, also legte man dem Dolmetscher statt der Übersetzung spöttische Kommentare in den Mund, die die Botschaft der gleichheit nicht nur verschwinden lässt, sondern sie im Grunde komplett umdreht. Ich will nicht sagen, dass mir eine bessere Lösung eingefallen wäre, aber das ist auch nicht mein Job.
Der schlimmste Teil der Serie war für mich wohl der 9. Ich werde nun Spoilern, auch wenn ich es schwachsinnig finde an dieser Stelle von Spoilern zu sprechen, schließlich sollte jeder wissen was im 2. Weltkrieg passierte. Im 9. Teil der Serie entdecken die amerikanischen Soldaten ein Konzentrationslager. Bis zu diesem Augenblick hatten sie davon nichts gewusst. Die schauspielerische Glanzleistung aller beteiligten zeigt an dieser stelle Glaubhaft das entsetzen, der Soldaten. Einige der Soldaten sind Juden und ma glaubt sehen zu können wie sie sich angesichts dieser schrecklichen Entdeckung fühlen. Das noch viel schlimmere Gegenstück zu diesem blanken entsetzen, sind die bis auf die Knochen abgemagerten Menschen in diesem Gefängnis. Mangels Kraft, kaum in der Lage ihr Glück ausdrücken zu können, kommen sie als allen Ecken auf die Soldaten zu. Um sie herum Leichen. Zum Teil verkohlt, zum teil aufeinander gestapelt wie Müll. Einer der Gefangenen kommt mit langsamem Schritt auf einen der Soldaten zu und küsst ihn vor Glück.
Ich habe nie so sehr geweint wie bei dieser Szene, wollte aber auch nicht ausschalten. Noch Stunden später weinte ich und mein Magen hatte sich bereits gefühlte 100 mal umgedreht. Trotzdem bin ich dankbar diese Filmserie gesehen zu haben und werde sie auch wieder schauen. Es fällt mir immer schwer zu beschreiben was “Band of Brothers” für mich bedeutet. Ich komme mir komisch vor wenn ich Worte wie “beeindruckend” oder “Lieblingsfilm” benutze um diese Spielfilme zu beschreiben, denn diese Worte sind so positiv und klingen nach Liebesfilm oder Komödie, doch letzten endes, gibt es keinen passenden Worte und darum bleibe ich bei “Lieblingsfilme”.








