
Nachdem ich ausführlich über Verfilmungen schrieb, will ich mich einmal mit einem Thema befassen, das unter Filmfreunden umstritten ist: Remakes ((dt.: Neuverfilmung)) .
Ein Remake ist ein Film der auf einem bereits gedrehten Film beruht. Nahezu jeder der Filme schaut hat auch schon mal ein Remake gesehen auch wenn man oft nicht mal etwas davon weiß, weil das Remake einfach berühmter ist. Auch ich habe schon das eine oder andere Remake gesehen, aber nicht gewusst das es sich im eins handelt. Das erste Beispiel das mir hierzu einfällt, ist “Codename: Nina”, welcher, wie ich erst kürzlich feststellte ein Remake des Films “Nikita” ist. Auf Moviepilot wurde “Codename: Nina” als “absolut überflüssige 1:1 Kopie” bezeichnet.
Manche Remakes sollen es doch tatsächlich schaffen das Original berühmter zumachen. Mir ist sowas allerdings selten untergekommen. In den meisten Fällen ist es so, dass die Macher des Remakes über die Existenz des Originals schweigen und der Ottonormal-Kinogänger garnicht weiß das es den angesehenen Film schon einmal gab.
Grundsätzlich habe ich nichts gegen Remakes und gehe genau wie bei Buchverfilmungen ganz offen an den Film herran. Ein Remake hat alles richtig gemacht wenn die Geschichte neu interpretiert wird oder der neue Film, die fehler des Alten ausbügelt. Letzteres passiert leider selten, kommt aber vor wie man beispielsweiße an Neuverfilmungen wie “Texas Chainsaw Massacre”, “Dawn of the Dead” oder “Oceans Eleven” sehen kann.
Beispiele für die neuinterpretierten Filme sind unteranderem “House of Wax” (2005), ein Remake von “Das Kabinett des Professor Bondi” und “Die Frauen von Stepford” (2004), ein Remake des gleichnamigen Thrillers. Ein beiden Filmen wurden die Geschichten in großen Teilen abgeändert und es entstanden zwei durchaus passable, neue Filme.
Leider wird dies nicht immer so gehandhabt. Oft gibt es auch Filme, die 1:1 kopiert wurden. In den meisten Fällen ist dies auf komerzielle Gründe zurück zu führen. Das beste Beispiel hierfür dürfte wohl das Remake von “Psycho” sein. Es handelt sich hierbei um eine Kopie der Sonderklasse, fast jede Kameraeinstellung und nahezu jeder Zeile wurden neu ausgenommen. Die Unterschiede zum Original beschränken sich auf die Filmcrew und die nun vorhandene Farbe. Der Sinn eines solchen Remakes will sich mir bis heute nicht erschließen.
Viele Remakes entstehen aus Eitelkeit der Hollywood-Regieseure. Schafft ein anderes Land einmal einen Volltreffer, kann dies nicht geduldet werden. Eine neue Version mit strahlend schönen Hollywoodschönheiten muss her. Die größten Beispiele hier sind wohl die Neuverfilmungen gruseliger Asia-Streifen à la “Ring” oder “Ju-On”. Das jüngste Beispiel für den gekränkten Stolz der Amerikaner ist wohl “Quarantine” das Remakes des spanischen Erfolgsfilm “[•Rec]“, das sich nur in wenigen Punkten vom Original unterscheidet. Weitere Beispiele hierfür wären “Funny Games U.S.” welches ein Remake des österreichischen Films “Funny Games” ist oder der kürzlich erschienene Filme “Der Fluch der 2 Schwestern” der im Original “Janghwa, Hongryeon” ((in Deutschland “A Tale of Two Sisters)) heißt. Bei den genannten Filmen gibt es keinen Grund zur wiederholten Verfilmung, denn die ursprünglichen Versionen sind bereits gute bis sehr gute Filme.
Buchtipp zum Thema: Mach’s noch einmal: Das große Buch der Remakes











TorstenLuttmann meint:
November 2nd, 2009 um 12:05Charly und die Schokoladenfabrik ist klar. Aber wie ist es mit den anderen Fotos auf Deinem Bild, sind das auch “Remakes”?
*ASU* meint:
November 2nd, 2009 um 12:13quarantine unterscheidet sich schon ziemlich stark von REC…. zum beispiel durc die miese besetzung!! XD
Kasumi meint:
November 2nd, 2009 um 12:15@TorstenLuttmann, Ja ganz richtig =) “The Hills Have Eyes” gab es bereits 1977 unter dem selben Titel. “I am Legend” gab es schn unter verschiedenen Titeln: “The Omega Man” (1971), “The Last Man on Earth” (1964) und “I am Omega” (2007).
“Oceans Eleven” erschien 1960 in DE unter dem Namen “Frankie und seine Spießgesellen”. Von Frreddy Krueger ist im Moment ein Remake in der Mache und “The Italian Job” heißt im Original “Charlie staubt Millionen ab” und ist von 1969 =)
stiller meint:
November 2nd, 2009 um 12:20Zum Psycho-Remake habe ich eine andere Meinung. Dadurch, dass die Filmmacher versucht haben jede Szene 1 zu 1 umzusetzen, nur eben in Farbe, haben sie durchaus Kunst gemacht. Es ist zwar nichts Neues, aber es ist sehr gut kopiert.
Und ich denke, es gibt tatsächlich Remakes, die das Original berühmter machen. Egal ob nun US-Neuverfilmungen von EU- oder Japan-Filmen oder das alter Klassiker. Viele Leute kannten den wunderbaren Film Nachtwache nicht, bis das Remake mit Ewan McGregor rauskam. Oder auch das Original von Charlie und die Schokoladenfabrik hätte ich mir wohl ohne den Burton-Film nicht angesehen.
Kasumi meint:
November 2nd, 2009 um 12:22@stiller, klar kommt es vor das man auf das remake aufmerksam wird, aber wie gesagt ist es oft so, das man versucht zu vertuschen das es nichts neues gibt.
Babel meint:
November 2nd, 2009 um 13:51“I am Omega” von 2007 also recht neu? muss ich mal schaun. iam legend fand ich recht gut! wusste nur das er wohl auf nem roman basiert…
Kasumi meint:
November 2nd, 2009 um 13:56@Babel, es kann auch sein das “I am Omega” nur auf dem selben Roman beruht. Ist sogar wahrscheinlich, weil “I am Legend” ja auch 2007 rauskam.
Arakiru meint:
November 2nd, 2009 um 14:54@Kasumi,
I am Omega ist von ASYLUM. Die kopieren ganz dreist bekannte Blockbuster und das auf unterstem Niveau…zum Beispiel :
I am Legend = I am Omega, Pirates of the Caribbean = Pirates of Treasure Island , The Da Vinci Code = Da Vinci Treasure, Transformers = Transmorphers, Death Race = Death Racers etc.,etc. ARRRRRGH !
Hier mal ein Link für alle “ULTRA-TRASH-FANS”
http://www.theasylum.cc/
Der neuste “HIT” ist 2012 Supernova…
Klugscheissmodus wieder deaktiviert !
Kasumi meint:
November 2nd, 2009 um 15:19@Arakiru, gut zu wissen =D danke
beetFreeQ meint:
November 2nd, 2009 um 22:45Interessanter Beitrag – hab mir zu Remakes noch gar nicht sooo viele Gedanken gemacht.
Zum Funny Games muss ich allerdings sagen, dass es hier ein wenig anders als bei den meisten Amerikanisierungen bekannter ausländischer Filme ist. Denn Funny Games U.S. wurde auch von Michael Haneke selbst gedreht. Warum er das aber gemacht hat, weiß ich leider nicht.
I Am Omega ist wirklich eine weitere Verfilmung des Buches und sollte im Fahrwasser von “I Am Legend” mitlaufen. “I Am Legend” orientiert sich glaub ich auch eher am Buch als an den vorherigen Filmen und interpretiert die Story wieder etwas um. Würde ich also gar nicht so sehr als Remake sehen.
beetFreeQ meint:
November 2nd, 2009 um 22:48Ach ja, eben ganz vergessen: Charlie und die Schokoladenfabrik ist an sich ja auch jeweils eine Buchverfilmung. Tim Burton und sein Team haben auch extra betont, dass der Film kein Remake des Vorgängers ist, da der die Story wohl sehr umgeschrieben haben soll und Burtons Version wieder näher am Buch ist.
Letztendlich sind die Grenzen aber auch immer fließend. Immerhin basieren ja sehr viele Filme auf Büchern. In wieweit sich da Neuverfilmungen an den Büchern oder den Filmen orientieren ist immer schwer zu sagen.
crucible1965 meint:
November 3rd, 2009 um 10:50Das Thema “Remakes” ist sehr sehr heikel. Spontan fällt mir nur ein recht gutes ein:
Krieg der Welten.
Aber sonst? Grübel……….
Kasumi meint:
November 3rd, 2009 um 14:02@crucible1965, mir persönlich hat “Krieg der Welten” überhaupt nicht gefallen =P
faby, Botschafter des Lächelns meint:
November 3rd, 2009 um 19:50Oh, oh… die ganze Zeit überlege ich, ob ich inspiriert von deinem Artikel einen schreiben soll, der deinen durch meine Überlegungen erweitert… soll ich? Oder soll ich einfach hier kommentieren?
Kasumi meint:
November 3rd, 2009 um 19:59@faby, Botschafter des Lächelns, ja ja, mach das =) einen artikel schreiben. =) ich les ihn
crucible1965 meint:
November 4th, 2009 um 11:20Ein wirklich schlechtes Remake ist:
“Der tag an dem die Erde stillstand!
Das Original ist um Lääääängen besser
Arakiru meint:
November 4th, 2009 um 16:48@crucible1965,
Volle Lotte ! Unterschreib’ ich Dir sofort. Dieser missratene Sohn von Will Smith, hat den Film fast im Alleingang zerstört. So ein nervtötendes Etwas, hab’ ich schon lange nicht mehr gesehen.
Der Rest war aber auch nicht viel besser, obwohl der Film wirklich viel Potential hätte haben können. Hat mich auch sehr geärgert … Naja !
Kasumi meint:
November 4th, 2009 um 18:03@crucible1965, dazu kann ich leider nichts sagen, hab weder den einen noch den andern gesehn =/ ist so garnicht mein genere.