1. ❤ Blogparade: total verfilmt!

    19. Oktober 2009 von Chaosmacherin | Kommentare7 Kommentare

    Ich fand gestern eine Blogparade, die leider schon Anfang des Jahres statt fand. Zu dieser Zeit war ich als Blogger nicht sonderlich aktiv und kannte BeetFreeQ noch nicht, so konnte es passieren, dass mir diese Blogparade völlig entgangen ist. Weil das Thema mich allerdings trotzdem noch interessiert werde ich mich nicht scheuen meinen Beitrag ((voll mit Kommafehlern)) fast ein Jahr zu spät abzugeben.

    Bei dieser Blogparade geht es darum, einen Essay über seine eigene Meinung zu Verfilmungen zu schreiben. Erst einmal sollte man sich darüber bewusst werden, was eine Verfilmung eigentlich ist. Ich würde diesen Begriff in zwei Spalten teilen, da wären zum Ersten, eine Verfilmung die etwas, das vorher etwas anderes war, in die Form eines Films presst und zum Zweiten Verfilmungen die sich nur von einer Vorlage inspirieren lassen oder den Inhalt neu interpretieren.

    Über welche Arten von Verfilmungen sprechen wir hier eigentlich? Ganz einfach über alle. Die Verfilmung von Büchern, die Verfilmung von Comics oder Grafic Novels, die Verfilmung von Videospielen, die von Historischen Figuren, Ereignissen oder Mythen oder die Verfilmungen die einfach nur das Leben einer Berühmtheit darstellen. Im gegensatz zu manchanderen ist ein Remake eines Films keine Verfilmung, denn dies würde meiner Definition von Verfilmungen widersprechen ((Der Inhalt eines anderes Medium wird in Filmform gebracht)).

    Beginnen wir mit der wohl am meisten vollzogenen Verfilmung, der Verfilmung von Büchern. Hierzu muss man wissen, ich lese wenig und so manches Mal bin ich bereits wirklich froh darüber gewesen. Ich konnte das ein oder andere Mal weniger voreingenommen einen Kinosaal betreten oder eine DVD in den DVD-Player schieben, als so mancher Bücherwurm. In den meisten fällen ist es dann so, dass ich einen Film besser bewerte als der, der das Buch dazu gelesen hat. Das perfekte Beispiel dazu ist Stephen King’s ES. Von allen Ecken und Enden höre ich, das das Buch viel besser sei, ich aber konnte den Film als Filmbetrachten und ihn somit ohne zögern gut bewerten.
    Überhaupt wird Filmen, die auf den Romanen von Stephen King beruhen selten eine Chance gegeben. Ich denke da beispielsweiße an Shining ((die Verfilmung von Kubrik)) oder The Green Mile. Bei beiden Geschichten habe ich zu erst den Film gesehen, dann das Buch gelesen, was eigentlich in dieser Reihenfolge nie gut ist, aber dazu später. Wenn es um Shining geht, kann ich sagen, das in Kubriks Verfilmung auf jedenfall ein paar geniale Szenen aus dem Buch fehlen ((Spoiler: Beispielsweiße die Szene mit den zu Tieren geformten Büchen)). The Green Mile allerdings, ist auf die richtige Länge geschnitten worden. Viele Stellen aus dem Buch fehlen im Film, allerdings keine, die für die Aussage der Geschichte notwendig sind.

    Ein Buch, vor dem Ansehen des Films zu, lesen ist im grunde ratsam, zieht aber auch Nachteile mit sich. Sieht man erst einen Film und ließt dann das Buch, ist die Beschneidung der Fantasie vorprogrammiert. Man stellt sich die Figuren nicht selbst vor, sondern hat das Bild der Schauspieler, die sie verkörpern, im Kopf. Auch die Umgebungen im Buch sehen in der Fantasie dann aus wie im Film. Ein Nachteil der Reihenfolge Buch->Film ist, dass die Erwartungen an den Film meist zu hoch sind und so solide oder sogar gute Filme auf Antipathie stoßen.

    Ich verstehe Menschen die lesen allerdings sehr gut, denn hinter dem Phänomen “Das Buch ist besser als der Film” steckt eine simple Logoik. Erstens ist ein Buch nur so gut wie unsere Fantasie, in unserer Fantasie ist alles viel schöner, gruselige, besser als man es je in Bildform packen könnte und ein noch einfacher Punkt ist, das man Gefühle und Gedanken in Bildern nicht sogut festhalten kann, wie man es eben in Worten kann. Andererseits, wäre es auch ganzschön nervig die gesamte Zeit die Gedanken aller Akteure des Films zu hören.

    Neben Regieseuren, die das gelesene bestmöglich darstellen wollen, gibt es noch solche, die ein Buch nur zum Anstoß nehmen einen Film zu machen. Das beste Beispiel dafür ist Hitchcock’s Psycho, der unter Kennern ein Meilenstein ist. Viele wissen nicht, das Hitchcock sich von einem Buch inspirieren lies, dieses aber völlig neu interpretierte. So manche neu Interprätetion hat am Ende auf den ersten Blick nichts mit ihrer Vorlage zu tun. So wissen viele nicht, das 10 Dinge, die ich an die hasse, eine moderne Version von Shakespear’s “Der Widerspenstigen Zähmung” ist. Auch würde man ohne das Intro vielleicht nicht sofort bemerken das Freeway eine neue Version von Rotkäppchen ist. Es gibt aber auch neu Interpretationen, die schon mit ihrem Titel kein Geheimniss daraus machen das ihre Ideen nicht völlig neu sind. Man denke an Romeo und Julia mit Leonardo Di Caprio oder den Horrorfilm Schneewittchen.

    Kommen wir nun zu Verfilmungen, die einige Zeit im Trend zu sein schien: Comicverfilmungen ((für mich sind Grafic Novels nichts anderes)). Die Verfilmung von Comics ist oft sehr umstritten und so Mancher fühlte sich gestört von diesem Trend. Zu diesen gehörte ich nicht. Für mich hieß eine neue Comicverfilmung, die Chance auf einen neuen guten Film. Ich hatte mich auch auf Spiederman gefreut, denn die Comics und die Zeichentrickserie habe ich geliebt. Allerdings schafften es alle drei Spiederman Filme mich auf ganzer Linie, abgesehen von dem grandiosen Kuss, zu enttäuschen. Filme wie Hulk und vorallem Ironman habe ich mir garnicht angesehen, denn allein der Gedanke darüber das man Hulk verunstaltet haben könnte bringt mich zum Zittern. Bei Ironman ist es einfach so, das mir der Comic nie gefallen hat und ich den Trailer unglaublich “trashig” fand.
    Allerdings hat so manche Comicverfilmung auch ein Prachtexemplar von Film hervorgebracht. Diesen Titel verdienen meiner Meinung nach beispielsweiße Sin City, 300 und Watchmen.

    Im Gegensatz zu Roman- und Comicverfimungen, haben Spieleverfilmungen für mich mehr Enttäuschungen als freudige Überraschungen hervorgebracht. Nicht zu letzt danke ich hierfür mit ironischem Unterton dem großen Uwe Boll! Was er dem genialen Spiel Alone in the Dark angetan hat als er es in Filmform presste werde ich ihm nie verzeihen. Der Mann bekommt immer wieder Geld für den Schunt den er fabriziert. Scheinbar hat er sogar Einfluss auf das Talent der Menschen die ihn Umgeben, denn sonst fällt mir keine Begründung für das Versagen von  Tara Reid und vorallem Christian Slater in diesem Film ein.
    Neben den armselig versuchen des Uwe Boll gibt es allerdings auch ein paar solide Spieleverfilmungen von anderen Regisseuren. Tomb Raider, Max Payne und Hitman nutzen nicht wirklich das volle Potenzial, das die dazugehörigen Spiele bieten, aber immerhin hatte ich nach dem Anschauen keinen endloslang erscheinenden Heulkrampf.
    Die Verfilmungen von Resident Evil sind umstritten. Es gibt vier Teile, ich kann nur mitreden wenn es um die ersten beiden geht. Der erste Teil der Filmreihe hat wenig mit den spielen zu tun. Es geht hier mehr um Action als um das gruselige Horrorambiente das die Spiele hatten. Trotzdem halte ich den Film für gelungen, wenn auch nicht als Verfilmung, sondern als gesonderter Film. Ganz anders ist meine Ansicht zum zweiten Teil. Er ist näher an den Geschichten aus den Spielen, was ihn aber als Film schlechter macht. Man wartet auf den Höhepunkt, sieht Milla Jovovich bei ihrem Kampf gegen Nemisis zu, wärend Jill, eine Charakter aus den Spielen nur dumm rumsteht und man weiß, Millas Rolle kann nicht sterben. Dann ist es ganz plötzlich vorbei und man fragt sich warum man sich das angeschaut hat.
    Die einzige wirklich herrausragende Spieleverfilmung kommt vom Regieseur von Der Pakt Der Wölfe und heißt Silent Hill. Der Lichtblick unter allen Spieleverfilmungen. Er Orientiert sich stark an den Spielen und schafft es, durch Kameraführung, Musik, Farbe und Kostüme, fast das selbe Ambiente wie seine Vorlage zu schaffen.
    Auf so manche Spieleverfilmung warte ich noch, denn die Spiele liefern großartigen Stoff für Filme. Ich denke da an eine Verfilmung Half Life, über die es immer wieder Gerüchte gibt. Eine Verfilmung von Starcraft, denn die geschichte hinter dem Spiel ist episch. Ausserdem warte ich auf Bioshock, der in den Startlöchern steht und in den Händen des Regisseurs Juan Carlos Fresnadillo (28 Weeks Later) liegt.

    Der letzte Punkt meines Essays behandelt die Geschichten, die das Leben schreibt. Wir alle wissen es gibt sehr viele Filme über das 3. Reich und den 2. Weltkrieg. Manche sind weit her geholt oder einfach nur von der Zeit inspieriert, im negativen Fall ist hier Das Tribunal zu nennen, im positiven Inglorious Bastards. Andere sind allerdings auch sehr Lehrreich, hier denke ich an Schindlers Liste, Sophie Scholl – Die letzten Tage und die grandiose Spielfilm-Serie Band of Brothers. Band of Brothers möchte ich hier einmal besonders hervorheben und sie allen nahe legen die sich für Geschichte interessieren. Diese Filme zeigen den Krieg aus sicht der Amerikanischen Soldaten von Beginn ihrer Ausbildung, bis zum Ende des Kriegs ohne auch nur eine Sekunde patriotisch zu werden. Sie zeigen, das Deutsche Soldaten keineswegs weniger gelitten haben als amerikanische und verblümen nichts.
    Auch so manche Biografie wurde bereits verfilmt, in den meisten Fällen gefällt mir diese Art von Verfilmung. Manche sind näher an der realität als andere und man muss zwischen Film und Wirklichkeit diverrenzieren. Fragt man mich nach guten Biografien fallen mir als erstes La vie en Rose, Das Wilde Leben und Wenn Träume fliegen lernen ein.
    Zuviele erwarten von Biografien oder Darstellungen historischer Ereignisse mehr Action als das Leben der Personen, deren Leben verfilmt wird, bot und sind darum oft entäuscht. Ich glaube aus diesem Grund sind Filme wie Last Days oder Public Enemie auch nicht jedermanns Fall.
    Filme die von Historischen Ereignissen inspieriert sind können klasse sein, z.B. Inglorious Basterds, True Romans und Natural Born Killers ((beide beruhen auf der Geschichte von Bonnie und Clyde)) oder total in die Hose gehen wie Troja beweißt.



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  2. 7 Kommentare

    1. cHaOs sagt:

      Ich hab zwar den Artikel nur überflogen,
      aber ich find es schön wieviel Mühe du dir gegeben hast.

    2. Daniel sagt:

      Schöne und umfangreiche Übersicht. Klar, manches ist Geschmackssache, mit vielem stimme ich aber auch überein.

      Aber gib doch Ironman nochmal ne Chance… klar, der nimmt sich nicht sooo ernst; aber ich finde den Film echt gelungen (ohne den Comic je gelesen zu haben).

    3. Kasumi sagt:

      @Daniel, Vielleicht überlege ich mir das wirklich mal. =)

    4. Sebastian sagt:

      Schließe mich da Daniel an, Iron Man ist eine der besten Comicverfilmungen überhaupt, eben weil er so selbstironisch ist und nicht den “Düster-Trend” mitmacht. Als Comic-Figur find ich Iron Man auch eher so mittel, aber der Film kann was.
      Der zweite Hulk ist übrigens auch nicht schlecht.
      Ansonsten, sehr ausführlicher und sehr schöner Beitrag ;)

    5. *ASU* sagt:

      also ich mag die tombraider-verfilmungen…. was natürlich primär daran liegt, dass angelina einfach lara croft IST, definitiv. XD
      und endlich noch jemand, der die silent hill verfilmung gut findet. die meisten fans mögen sie ja grundlos nicht.

      die beste comicverfilmung ist meiner meinung nach HELLBOY…. und zwar vor allem der zweite.

    6. Kasumi sagt:

      @*ASU*, oh ja, Angelina ist Lara =D Ich liebe sie auch!

    7. beetFreeQ sagt:

      Ui, na vielen Dank, dass du da nach so langer Zeit noch Lust hattest, mitzumachen :)

      Ein sehr schöner Beitrag ist das geworden. Kann dir da in den meisten Punkten auch völlig zustimmen. Bin aber auch der Meinung, dass du Iron Man unbedingt ne Chance geben solltest!

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