Barbie – Heldin meiner Kindheit

Gepostet am Samstag den 17. Oktober 2009

Ich habe einen Ruf als Mädchen zu verteidigen, darum folgt nun eine Ode an Barbie.

Ich habe sie immer geliebt und ich liebe sie noch immer: Barbie. Sie war das Sims meiner Kindheit, ich konnte mit ihr machen was ich wollte. Keineswegs habe ich Barbie immer als perfekte Prinzessin agieren lassen, im gegenteil, wenn ich mal wieder mit meiner Schwester und meiner Cousine Barbie spielte war es wie das echte Leben. Es gab Eifersucht, Betrug, Diebstahl, Sex, Alkoholismus und sogar Vergewaltigung. Ich wusste früh das die Welt nicht perfekt ist aber beim Barbiespielen konnte ich das wahre Leben widerspiegeln und es an den Stellen umändern, an denen es mir passte.

Ich habe hier gelesen ein Mädchen habe durchschnittlich sieben Barbies, für mich wäre das unvorstellbar gewesen. Ich hatte mehr als 100 Barbies und habe dafür kaum mit etwas anderem gespielt. Nie hätte ich eine davon weggeworfen, verkauft oder verschenkt. Noch heute sind sie da, auch wenn sie im Keller in Kisten verweilen. Ich würde es nie übers Herz bringen sie zu entsorgen.

Barbie konnte alles sein, Tierärztin, Astronautin, Star, Reiterin, Lehrerin, Rockstar, McDonalds-Verkäuferin und sogar für Baywatch hat sie mal gearbeitet. ^_^ Sie hat mich immer fasziniert. Nur einmal, da war ich sehr enttäuscht von ihr und zwar als sie Ken in den Wind schoss. Zu dieser Zeit spielte ich zwar nicht mehr Barbie, aber sauer war ich trotzdem. Schließlich war Ken ihr, ausserhalb meines Spiels, 43 Jahre lang treu gewesen und sie hat nichts anderes zu tun als einen hässlichen, australischen Surferboy namens Bleine aufzureißen. 2007 ist sie dann aber wieder zu Ken zurück gekehrt.

Beim Ansehen von Barbiewerbespots auf Youtube ist mir auf gefallen, das Barbies kleine Schwester “Shelly” im Original “Kelly” heißt. Shelly ist nicht Babies einzige Schwester, es gibt da nämlich noch die Teenagerin Skipper, die acht Jährige Stacie und das Baby Krissy (von dem nur die wenigsten wissen.

Barbie hat aber auch Freundinnen. Da wären Midge, die übrigens mit Kens Freund Allen verheiratet ist, Marina, die im original Kira hieß, ausserdem noch die Latina Teresa und die Afro-Amerikanerinnen Cristie und Shani. Kayla, die erst später dazu stieß? habe ich leider verpasst, denn sie war rothaarig und wäre damit wohl meine lieblings Puppe geworden. =D

Es gab noch andere Familienmitglieder und Freunde, diese lagen aber vor meiner Zeit oder wurden Produziert also ich nicht mehr Barbie spielte.

Als ich och sehr klein war habe ich mir immer Barbie Zeichentrickfilme gewünscht, die es aber in der von mir gewünschten Form nicht gab. Seit 2001 gibt es nun diese Filme die fast jedes Jahr in der Winterzeit erscheinen und ich bereue nicht 3 VHS Kassetten von Barbie mein eigenen nennen zu können.

Seit ein paar Jahren werden Barbie und ihre Freundinnen von den hässlichen Bratz vom Markt verdrängt, um dagegen zu wirken produzierte Matell Puppen unter dem Namen MyScene, die zwar nicht so hässlich sind wie die Bratz, aber eben auch nicht so “altmodisch” wie Barbie.

Ich bin mir über Barbies künstlichkeit durchaus bewusst. Ich weiß auch das diese Puppe vorgeworfen wird Magersucht bei Kindern verursachen zu können, aber für mich ist dieser Vorwurf genau soweit hergeholt wie der Vorwurf “Killerspiele” Shooter würden Amokläufe verursachen. Ich wollte nie sein wie Barbie, habe ihr nie nachgeeifert, aber viele Jahre Barbie gespielt. Letztliche ist es ein Zusammenspiel vieler Faktoren und nicht zu letzt eine Sacher der Erziehung ob und warum ein Kind magersüchtig wird oder auf andere Art erkrankt.

So manche Feministen beschwerte sich darüber das Barbies ein traditionelles Frauenbild widerspiegelt. Dieser Kritik kann ich kaum zustimmen. Welche traditionelle Frau ist denn bitte Astronaut?^_^

Na wenn der Kritikpunkt nicht zieht behauptet man einfach das Gegenteil: Babie sei eine Ausgeburt der Oberflächlichkeit. Sie ist reich, sie ist schön, sie ist nicht verheiratet und Karrieregeil.

Bei aller Kritik vergessen die Kritiker eines, nämlich die Tatsache, dass Babies verhalten und ihr Lebensstil am ende doch in den Händen der Kinderliegt die mit ihr spielen.

Interessante Links zum Thema:


Kategorien: Leben - Tags: , ,

Ähnliche Beiträge:

8 Antworten to “Barbie – Heldin meiner Kindheit”

  1. Celina meint:


    Mit Barbie konnte ich früher schon nichts anfangen. Meine ganzen Omas und Patentanten haben mir immer Barbies geschenkt, denn in ihren Augen musste ein Mädchen mit Barbies und allgemein mit Puppen spielen. Ich bekam auch Autos für sie und hab sogar irgendwo im Keller noch einen Pferdestall und aufklappbares Haus, was ich mir nir gewünscht habe. Ich habe mit ihr nur selten gespielt. Und wenn, dann war sie Stuntfrau! Ich setzte sie ins Auto und sie durfte ganz allein die Treppe runterfahren. Sie hat immer überlebt, aber das Auto war dann nur noch ein Plastikschrotthaufen. Unbenutzte verstaubte Barbies in der Ecke machten meine Omas und Patentanten dann darauf aufmerksam, dass das wohl nicht mein Ding sei und von da an bekam ich das, woran mein Herz immer hing: Playmobil. Ich hatte soviel davon und obwohl das Zeug schweineteuer ist, hat sich die Investition für mich gelohnt: Ich spielte von morgens bis abends damit. Und ich hatte auch richtig epische Stories gespielt :3

  2. Laura meint:


    Ich stand immer viel mehr auf Lego und Playmobil – auch mit Mord und Drama und allem drum und dran. Puppen waren nie so mein Ding. Hatte aber mal so einen Pferdestall für Barbie. ^^ *hachja*

  3. BLICKWERFER meint:


    Also Barbie fand ich immer langweilig, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich ein Junge bin :D
    Transformers, Hero Turtles, Matchbox-Autos, LEGO, Ghost Busters, Carrera-Bahn und Catcher-Karten waren damals meine Welt.

    Lustig ist immer noch, dass die Werbung im Kinderfernsehen immer abwechselnd für Jungen und Mädchen geschaltet wird. Nach einem Spot für Polly Pocket und Co. kommt immer irgendwas mit Monstern, Zerstörung und Action.

  4. Kasumi meint:


    @BLICKWERFER, Ghost Busters mochte ich auch! und ich war in egon verliebt! (die zeichentrickversion)

    das die webung immer abwechselnd war ist mir auch damals aufgefallen^^

  5. Janine meint:


    hrhr. ich hab meinen immer nur die haare abgeschnitten und mit meiner schwester soaps nach gespielt. hilfe :D

  6. desi meint:


    Meine Mum hat mir Barbies verboten :shock: Ich durfte nie eine haben! Grund: Sie ist viel zu dünn und ich würde durch sie später einem Magerwahn verfallen… -.-

    Hab dann ganz selten mal die Möglichkeit gehabt mir einer zu spielen, bei Geburtstagen oder so!

  7. arielle meint:


    Wir dachten als erstes als wir den satz sahen er würde anfangen mit:
    barbie heldin meiner nächte
    hihi :)

  8. Lara (: meint:


    Ich hatte irgendwie um die 20 Barbie’s :roll:
    Die waren in ‘ner riesen Kiste drin’ , aber ich habe
    meine Barbie’s nur ab &’ zu raus geholt . Foto’s von
    denen &’ von mir gemacht , &’ wieder ab in den Karton. :grin:
    :lol: :lol:


Sag deine Meinung